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Gegen den Vize-Weltmeister von 2019 fehlte wie schon am Vortag gegen Rumänien nicht viel. Wenige Minuten vor Spielende stand es noch 26:26, doch die Österreicherinnen, die neben Stefanie Kaiser (Nasenbeinbruch) und Katarina Pandza (Ellbogen) auch auf Spielmacherin Sonja Frey aufgrund einer Prellung des Oberschenkels verzichten mussten, ließen einige hundertprozentige Chancen liegen. Das nutzten die Ibererinnen und zogen noch auf 32:27 davon. Zum morgigen Abschluss der Carpati Trophy trifft Österreich auf Serbien.


„Es ist natürlich Schade, dass ausgerechnet die Vorreiterin unseres Spiels nach dem gestrigen Schlag gegen den Oberschenkel heute nicht in der Lage war zu spielen“, bedauerte auch Teamchef Herbert Müller den Ausfall. Mit neun Toren war Sonja Frey zudem gegen Rumänien noch beste Werferin. Mit ihr, Stefanie Kaiser und Katarina Pandza, musste der gebürtige Rumäne gleich drei Stammkräfte vorgeben. Zudem wurde auch Johanna Reichert geschont, die im Spiel gegen Rumänien umgeknöchelt war.

Nach dem „Schock“ des Ausfalls von Sonja Frey, wie Müller es titulierte, brauchte es auch einige Zeit bis sein Team ins Spiel fand. Spanien erspielte sich rasch einen Polster, doch nach dem zweiten Timeout und mit der taktischen Umstellung auf Sieben gegen Sechs im Angriff kämpfte sich Österreich wieder heran. Zur Pause lag man lediglich 12:15 zurück.

In der 53. Minute gelang schließlich der Ausgleich zum 26:26, doch gleich drei hundertprozentige Chancen auf die Führung wurden im Anschluss liegen gelassen.

„Wir müssen aus diesem Spiel lernen, müssen abgezockter sein und effektiver die Stärken des Gegners zunichte machen“, resümierte Herbert Müller. Nach der Aufholjagd schwanden in den Schlussminuten schließlich auch die Kräfte, Spanien nutzte die Ballgewinne und zog auf 32:27 davon.

Teamchef Herbert Müller: „Durch die Ausfälle bekamen andere Spielerinnen heute ihre Chance und auch längere Einsatzzeiten um Richtung 2024 einen Schritt machen zu können. Wir haben erneut gesehen, dass wir mit den Topnationen mithalten können. Das gesamte Team hat bis zum Umfallen gekämpft und hat bis zum Schluss an sich geglaubt. Gegen Serbien morgen erwartet uns ein körperbetontes Spiel. Sie haben unglaublich starke Shooterinnen im Rückraum. Es wird erneut ein ganz anderes Spiel als heute, aber genau diese unterschiedlichen Spielstile der drei Topnationen Rumänien, Spanien und Serbien bei der diesjährigen Carpati Trophy bringen uns mit Blick Richtung Heim-EURO enorm weiter.“

Carpati Trophy 2022

29. September - 1. Oktober 2022, Bistrita/ROU
Teilnehmer: Österreich, Rumänien, Spanien, Serbien
Kostenpflichtiger Livestream: https://voyo.protv.ro/cont-nou-premium

Spielplan

Rumänien vs. Österreich 32:32 (16:15)
Do., 29. September 2022, 19:00 Uhr
Werferinnen Österreich: Sonja Frey (9), Johanna Reichert (7), Ines Ivancok (5), Nina Neidhart (4), Patricia Kovacs (3), Fabienne Tomasini (2), Johanna Schindler (1), Santina Sabatnig (1)

Österreich vs. Spanien 27:32 (12:15)
Fr., 30. September 2022, 16:30 Uhr
Werferinnen Österreich: Johanna Schindler (6), Patricia Kovacs (6), Ines Ivancok (5), Nora Leitner (4), Nina Neidhart (4), Fabienne Tomasini (1), Ana Pandza (1)

Österreich vs. Serbien
Sa., 01. Oktober 2022, 16:30 Uhr

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