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Eine knappe und bittere Niederlage setzte es für die BEMER Pioneers Vorarlberg gegen die Black Wings Linz. Dabei sah an Anfang alles sehr vielversprechend aus. Die Hausherren waren im Startdrittel die bessere Mannschaft und nahmen verdientermaßen eine Führung mit in die erste Pause. Drei Powerplaytore in Folge brachten die Linzer wieder ins Spiel zurück und sogar in Führung. Am Ende fehlten den Feldkirchern drei Minuten und 10 Sekunden zum nächsten Punktgewinn.

Starkes erstes Drittel bringt verdiente Führung

Marcel Zitz stand wieder im Line Up und auf der Torhüterposition war nach Verletzungspause erstmals wieder David Madlener im Einsatz. Als Back Up stand ihm Thomas Schubert zur Seite, während Alex Caffi pausierte.

Das Spiel hatte kaum begonnen da bekamen die Hausherren eine Überzahl zugesprochen. Trotz guter Chancen blieb ein Torerfolg allerdings aus. Die Pioneers blieben aber am Drücker und waren die bessere Mannschaft. Die Druckphase vollendete Richard Jarusek mit dem nicht unverdienten 1:0. Auf Höhe des Bullykreises zog der Tscheche ab und erwischte Tirronen mit einem Five Hole Treffer. Nach gut sieben Spielminuten konnten die Vorarlberger erneut ihre Powerplayformation in Aufstellung bringen. Zunächst klingelte bei einem Schuss von Jack Jacome nur das Metall, dann exekutierte aber Luka Maver erfolgreich zur 2:0 Führung. Der Slowene lenkte nach einem Schuss von Viveiros das Hartgummi unhaltbar in den Kasten von Rasmus Tirronen ab. Auch danach blieben die Hausherren weiter die aktivere Mannschaft. Linz kam erst in den letzten Minuten besser in Schwung. Zwei gute Chancen, einmal von Graham Knott und einmal von Shawn St-Amant brachten Gefahr aber keinen Gegentreffer. Wenig später konnten auch die Linzer erstmals im Powerplay agieren. Diese Brenzlige Situation überstanden die Montfortstädter aber auch unbeschadet und so ging es mit dem 2:0 am Scoreboard in die erste Pause.

Black Wings drehen Spiel mit drei Überzahltoren

Im zweiten Abschnitt waren knapp 4 Minuten gespielt als die Linzer den Anschlusstreffer zum 1:2 in doppelter Überzahl erzielen konnten. Zeitgleich hatten die Unparteiischen zwei Pioneers Cracks in die Kühlbox verbannt. Den Treffer für die Stahlstädter erzielte Defender Logan Roe. Kaum hatten die Hausherren die restlichen Sekunden in Unterzahl überstanden, musste der nächste Pioneers Crack für vier Minuten auf die Strafbank. In dieser Überzahl gelang den Black Wings dann der Ausgleich. Ein aus Sicht der Feldkircher recht unglücklich zustanden gekommener Treffer. Einen Schlenzer von Romig wurde vom Stock von Marco Bruckner in hohem Bogen in den Torraum katapultiert und fand den Weg ins Feldkircher Gehäuse. Zur Spielmitte hatten dann die Habscheid Cracks ihrerseits eine Powerplaychance, die sie allerdings nicht nutzen konnten. Dann waren die oberösterreichischen Gäste erneut in Überzahl erfolgreich. Diesmal war es Goalgetter Shawn St-Amant der die Linzer durch seinen Onetimer erstmals in Führung brachte. Bei 4 gegen 4 am Eis scheiterte Guus van Nes im Alleingang an Tirronen. Eine weitere Strafzeit der Gäste zwei Minuten vor der Drittelpause konnten die Habscheid Cracks nicht nutzen und so blieb es bei der knappen Führung für die Gäste.

Ausgeglichenes Schlussdrittel bringt knappen Sieg für Linz

Der letzte Abschnitt begann mit den letzten Sekunden der Pioneers Überzahl aus dem Mitteldrittel. Mit viel Kampfgeist kamen die Hausherren aus der Kabine und stemmten sich den nun erstarkten Linzern entgegen. Nach etwas mehr als zwei Minuten hatte Luka Maver den Ausgleich auf dem Stock, scheiterte aber am Gästekeeper. Die Black Wings agierten nun clever aus einer gesicherten Defensive. Trotzdem konnten sich die Pioneers Chancen erarbeiten. In der siebten Spielminute war es Richard Jarusek der nur knapp verzog. In Minute 49 gelingt den Feldkircher durch Jack Jacome der Ausgleich zum 3:3. Beim Schuss des Kanadiers hatte Andreas Heier dem Linzer Keeper perfekt die Sicht genommen. In weiterer Folge agierten beide Teams mit offenem Visier und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 57 Spielminute ist dann Goalgetter St-Amant für die Linzer zur Stelle und erzielt den Gamewinner. Aber auch nach diesem Dämpfer gaben sich die Feldkircher weiter kämpferisch, für den neuerlichen Ausgleich reichte es allerdings nicht.

"Wir haben uns viel zu viele Strafen erlaubt. Das war unser Genickbruch heute. Wir müssen daraus lernen und mental einfach bereit sein, egal was passiert. Der Coach hat uns einen Plan aufgetragen, wenn wir den einhalten können wir das Play Off weiterhin schaffen.” äußerte sich Luca Erne sehr selbstkritisch nach dem Spiel.

BEMER Pioneers Vorarlberg – Steinbach Black Wings Linz 3:4 (2:0, 0:3,1:1)

Feldkirch, Vorarlberghalle, 1516 Zuschauer, Sonntag 22. Jänner

Torfolge: 1:0 Jarusek (6), 2:0 Maver (9 PP1), 2:1 Roe (25 PP2), 2:2 Bruckner (26 PP1), 2: 3 St-Amant (34 PP1), 3:3 Jacome (49 PP1), 3:4 St-Amant (57)

Weiter geht es für die Pioneers kaum 24 Stunden nach dem Schlusspfiff mit dem nächsten Heimspiel. Gegner ist Fehervar. Ein Highlight dabei ist der "Besuch” der Meistertrophäe in Feldkirch.

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