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Mit fünfwöchiger Verspätung starten die Snowboardcrosser an diesem Wochenende in Les Deux Alpes (FRA) in die Weltcup-Saison 2022/23. Ursprünglich war das Gletscherrennen auf über 3.000 Meter Seehöhe im Départment Isère Ende Oktober angesetzt gewesen.

Die zu diesem Zeitpunkt unzureichende Schneeauflage erzwang jedoch eine Verschiebung auf Anfang Dezember. Das achtköpfige ÖSV-Herrenteam wird in Frankreich von Olympiasieger Alessandro Hämmerle angeführt. Bei den Damen ist keine Österreicherin am Start, da Pia Zerkhold nach ihrem Anfang November erlittenen Bänderriss im rechten Sprunggelenk noch nicht rennfit ist.

Das Comeback der Niederösterreicherin ist nun für das zweite Saisonrennnen am 17. Dezember in Cervinia (ITA) geplant. Alessandro Hämmerle macht keinen Hehl daraus, dass er mit einer gewissen Anspannung in den Weltcup-Auftakt geht: "Vor dem ersten Rennen ist jeder etwas nervös. Man weiß nicht genau, wo man steht. Es gibt viele offene Fragen: Wie ist man vorbereitet? Wie läuft das neue Material? Darauf bekommt man erst an diesem Wochenende eine Antwort", erklärt Hämmerle, der in den vergangenen Saisonen die Konstanz in Person im Weltcup gewesen ist. Seit der Saison 2015/16 landete der Vorarlberger in der Gesamtwertung siebenmal in Folge in den Top 3 und holte sich dabei dreimal die SBX-Kristallkugel.

Doch dieser Statistik misst Hämmerle keine allzu große Bedeutung bei: "Es geht jetzt alles wieder bei null los. Um am Ende unter den Top 3 im Weltcup zu sein, musst du immer performen. Daher ist der volle Fokus auf das erste Rennen gerichtet, um gleich gut punkten zu können", betont Hämmerle. Dass mit Les Deux Alpes gleich beim Auftakt eine neue Strecke auf die Snowboardcrosser wartet, kommt dem 29-Jährigen entgegen: "Ich fahre sehr gerne auf neuen Kursen. Ich benötige nicht viele Trainingsläufe, um schnell in den Rennmodus umzuschalten. Das könnte ein kleiner Vorteil für mich sein."

Jakob Dusek ist in der vergangenen Saison in der SBX-Gesamtwertung hinter dem Deutschen Martin Nörl und Hämmerle nicht nur auf Platz drei gelandet, sondern hat auch in Cervinia seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert. Dass der Niederösterreicher für den Saisonstart gerüstet ist, hat er am vergangenen Freitag mit einem Erfolg bei einem stark besetzten FIS-Rennen am Pitztaler Gletscher vor seinem ÖSV-Teamkollegen Julian Lüftner und dem Kanadier Liam Moffatt unter Beweis gestellt. "Ich habe in der Vorsaison gezeigt, dass ich auf jedem Kurs konkurrenzfähig bin – und das ist auch für diesen Winter mein Ziel. Ich habe einige Änderungen an meinem Board vorgenommen, das jetzt zwei Zentimeter länger ist und eine etwas andere Form hat.

Das FIS-Rennen im Pitztal war eine letzte Bestätigung, dass Material und Form passen", so Dusek. Julian Lüftner hat nach seinem vierten Platz bei den Olympischen Spielen in Peking (CHN) versucht, ein wenig Abstand vom Snowboarden zu bekommen. "Nach Olympia war die Luft bei mir etwas draußen, da ist im Frühjahr die Polizeiausbildung als Ablenkung gerade recht gekommen. Mit dem Beginn der Vorbereitung war auch die Motivation wieder da. Ich habe im Herbst sehr intensiv an meiner Fahrtechnik gearbeitet und gut umgesetzt, was ich mir dabei vorgenommen habe", erläutert der Wahl-Vorarlberger Lüftner.

ÖSV-Aufgebot für den Snowboardcross-Weltcup in Les Deux Alpes (FRA):
Herren (8): Marco Dornhofer, Jakob Dusek (beide NÖ), Luca Hämmerle, Alessandro Hämmerle (beide V), Andreas Kroh (OÖ), Julian Lüftner (VSV), Lukas Pachner (W), David Pickl (ST).

Programm:

Freitag, 02.12.2022:
10.30 Uhr: Qualifikation Herren und Damen

Samstag, 03.12.2022:
11.30 Uhr: Finale der Top-32-Herren und der Top-16-Damen

TV-Hinweis:
Die ORF-TVthek überträgt den SBX-Weltcup in Les Deux Alpes am Samstag, 03.12.2022, ab 11.25 Uhr LIVE! ORF SPORT+ zeigt ab 16.00 Uhr eine Zusammenfassung.

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