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“Die Schülerliga ist auf dem richtigen Weg”

sl märk werner

MITTERSILL – Werner Märk ist der verantwortliche Lehrer für die Fußball-Schülerliga. Der Lehrer am BG/BRG Feldkirch spricht im Interview über die Wege der Schülerliga. Er erwartet vom Bundesfinale 2013 in Vorarlberg neue Impulse für den Schulfußball in Vorarlberg, aktuell weilt er in Mittersill beim Finale 2012.

Werner Märk, Sie sind De Facto-Verantwortlicher der Fußball-Schülerliga – als Nachfolger von Gerhard Siess, wie schaut Ihre erste Bilanz nach einem Jahr aus?

Ich bin seit 16 Jahren als Betreuer tätig. In der Schülerliga kann ich meine beiden Leidenschaften Lehrer und Trainer zu sein verbinden. Der bekannte Grundgedanke der Schülerliga (Stastny: Schüler zum Fußball bringen) hat sich gewandelt. Die Konzentration der Talente auf wenige Schulen – zumeist Kooperationsschulen der Bundesligaklubs oder Landesverbände – bedingt, dass längst viel mehr der Leistungsgedanke Einzug gehalten hat.

Ist das der richtige Weg, den die Schülerliga geht?

Der Weg zurück zum Ursprung ist nicht realistisch, insofern ist das der richtige Weg. Der Weg zurück ist nicht mehr möglich. Weil heute die Kinder im Schülerligaalter längst schon bei Fußballvereinen im Meisterschaftsbetrieb integriert sind.

Warum betreiben neben den Sportschulen auch andere Schulen die Schülerliga?

Die Schulen, die nicht auf Sport ausgerichtet, haben in den Bezirksmeisterschaften eine tolle Gelegenheit, sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Die Sportschulen spielen natürlich auf höherem Niveau, und deshalb auch den Landesmeister – später auch den Bundesmeister – unter sich aus.

Wo ist der Nutzen für jene Schüler, die in normalen Schulen Schülerliga spielen?

Viele der Kinder nutzen die Möglichkeit, im Schülerligafußball tätig zu sein, ohne dies bei einem Verein zu tun. Damit wird den Schülern zweifelsfrei eine tolle Plattform für sportliche Betätigung geboten. Es geht schließlich nicht immer nur um Sieger oder Verlierer. Für einzelne Spieler ergibt sich bei entsprechendem Talent auch die Möglichkeit, durch den VFV nachgesichtet zu werden und dadurch in einen der Kader aufzurücken.

Apropos Fußballverband, fühlt sich die Schülerliga nicht als Konkurrenz zum VFV – oder umgekehrt?

Nein! Wir haben mit den Verantwortlichen des VFV das beste Einvernehmen. Das ergibt sich allein schon daraus, dass einige Mannschaften von Kooperationsschulen des VFV mitspielen, wie das BG/BRG Feldkirch und das PG Mehrerau. Die Termine der Schülerliga sind heutzutage für die LAZ-Spieler Pflichttermine. Da hat man im Verband durchaus erkannt, welchen Stellenwert die Schülerliga wirklich hat. Bei der Terminplanung nehmen wir natürlich auch Rücksicht auf die Verbandstermine.

Einen Bundessieger aus Vorarlberg gab es in den 37 Jahren der Schülerliga noch nicht, ist das irgendwann überhaupt einmal möglich?

Ich halte das nicht für ausgeschlossen, Fakt ist, dass wir dazu einen extrastarken Jahrgang brauchen. In der Mehrerau wären die Voraussetzungen dafür sicher die besten. Man muss aber bedenken, dass die besten Teams in Österreich aus Kooperationsschulen von Rapid, Austria Wien, Red Bull Salzburg und Sturm Graz kommen. Wir sind aber insgesamt auf dem Weg nach oben, der dritte Platz des PG Mehrerau im Vorjahr deutlich zeigt.

Im Jahr 2013 ist das Schülerliga-Finale in Vorarlberg, was erwarten Sie sich davon?

Natürlich werden im Schulfußball wieder neue Impulse gesetzt, der Sport wird einige Tage in der Öffentlichkeit stehen, das ist eine Chance, die wir nützen müssen und auch werden. Viele Schulen werden in die Veranstaltung eingebunden sein. Dadurch wollen wir in Vorarlberg auch wieder erreichen, dass mehr als 40 Schulen an der Schülerliga teilnehmen. Bei einem Bundesfinale erreichen wir eine sehr hohe Medienpräsenz, diesen Schwung wollen wir für uns positiv nutzen.

Elred Faisst

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