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KommentareElred Faisst

Darabos – oder der pure Populismus . . .

elred

Gute Zeiten, schlechte Zeiten! Der österreichische Sport hat schon bessere Zeiten als aktuell bei den Spielen in London erlebt. Aber nicht weil der österreichische Sport besser war, sondern weil einzelne Sportler auf ihren Solowegen erfolgreicher waren als dies 2012 der Fall ist. Das Grundgerüst Sport funktioniert in diesem Land einfach nicht.

Aber auch schlechte Zeiten sind für etwas gut – zumindest das lernen wir aus der olympischen Nullnummer: Nämlich dazu, dass sich Politiker mit populistischen Äußerungen bemerkbar machen. Und: Dass konzeptionelle Gesamtlösungen ihre Sache gar nicht sind.

Sehr geehrter Herr Darabos! Sie können die Olympiagruppe vergrößern oder verkleinern, wie sie wollen. Sie können auch den zweifelsfrei den über Alles erhabenen ÖSV-Präsidenten Peter Schröcksnadel als Manager der zukünftigen Olympiasieger dazu holen, sie können über sportliche Institutionen in aller Öffentlichkeit, die man ihnen bietet, lästern. Diese Maßnahmen bringen uns nicht weiter.

Aber Sie könnten sich für den Schulsport einsetzen, sie könnten für professionelle Bedingungen der Profisportler sorgen, sie könnten für einheitliche und erfolgsorientierte Strukturen im österreichischen Sport sorgen. Dann hätten sie einige nachhaltige Maßnahmen gesetzt, die freilich noch durch viele anderen zu ergänzen wären. Dann hätten sie dem Sport einen wirklich guten Dienst erwiesen.

Aber das geht natürlich nicht, da müssten Sie zu viele Ihrer Freunde und Berater vor den Kopf stoßen. Und Freunde sind allemal wichtiger als Olympiamedaillen, das verstehen wir alle nur allzu gut . . .

Elred Faisst

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