Was hat man in den letzten Monaten so alles über Tamira Paszek gelesen oder gehört. Die Karriere sei im Eimer, sie solle doch den Tennisschläger ins berühmte „Eck“ stellen und sich anderen Dingen des Lebens widmen, das werde in ihrem Alter (21!) wohl nichts mehr. Die freundliche Art der jungen Dornbirnerin hat das vielleicht auch noch verstärkt. Keine Ecken, keine Kanten – zumindest nicht nach außen – das kann ja gar keine Kämpferin sein.
Binnen zwei Wochen hat Paszek alle Kritiker Lügen gestraft – Tag für Tag. Gewann ein Turnier in Eastbourne, hat sich in Wimbledon mit zum Teil schon verloren geglaubten Spielen bis ins Viertelfinale vorgekämpft. Mit allen Ecken und Kanten auf dem Tenniscourt, die sie abseits aber weiterhin nicht anwendet. Brave Interviews, keine Euphorie über die aktuelle Erfolgsserie. „Freude“ heißt das Zauberwort.
Im Viertelfinale war auch gegen Asarenka einiges drinnen, das hat schon verwundert. Und für alle, die meinten, das wird nix mehr im Alter von Pasezk: Im Londoner Tennisnobelort war Paszek die jüngste der acht Spielerin im Viertelfinale. Das wird also doch was mit Tamira Pasezk, den Beweis hat sie jetzt abgeliefert . . .
Elred Faisst










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