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KommentareElred Faisst

Das Ende der Fußball-Meisterschaft

elred

So spannend war der letzte Spieltag in Vorarlberg schon lange nicht mehr. Und die Ergebnisse haben nicht alle dem entsprochen, was man sich gemeinhin erwartet hat. Das Highlight hat zweifelsfrei der FC Andelsbuch mit dem Aufstieg in die Regionalliga gesetzt. Mit Folgen, denn die Klubs aus Tirol und Salzburg werden auf Google Maps nachschauen müssen, wie sie denn nach Andelsbuch finden werden. Die Wälder haben den Aufstieg mit Spielern geschafft, die vor gar nicht allzu langer Zeit in den „Niederungen“ der 1. und 2. Landesklasse kickten. Mit nur vier Spielern, die nicht dem eigenen Nachwuchs entstammen. Vor dieser Performance des – zweiten Wälder – Vorarlbergligameisters muss man den Hut ziehen. Wenn man bedenkt, wie viel – sinnloses – Geld am anderen Ende der Tabelle investiert wurde, um die Klasse zu halten. Um wie man heute weiß, können fehlende Strukturen nicht durch Euro in großen Mengen ersetzt werden.

Ein Klasse tiefer feiert der SC Fußach in der Vorarlbergliga fröhliche Urständ‘. Denn schon vor mehr als zehn Jahren fand sich der Klub einmal in dieser Liga, die aber nicht zu halten war. Der Rückfall bis in die 2. Landesklasse war damals eine Folge von wenig vernünftiger Vereinspolitik. Aber man hat daraus gelernt, der zweite Anlauf in der höchsten Ländle-Liga sollte ein erfolgreicherer sein als der erste. Eine Premiere feiert der FC Alberschwende mit dem Aufstieg. Der längst angekündigt war, und schon deshalb keine Sensation ist. Erinnern wir uns nur wenige Monate zurück, als die Wälder beim Wolfurter Hallenmasters nur denkbar knapp am Sieg vorbei schrammten. Im Wolfurter Turnier und im Cup setzten Vereine immer wieder Signale auf eine bessere Zukunft, wer genau hinschaut, kann das gut erkennen.

Eine Wiederauferstehung feiert auch die Dornbirner Admira. Mit dem Aufstieg in die Landesliga geht eine lange Durststrecke zu Ende. Und als Draufgabe hat auch das Admira 1b den Aufstieg geschafft. Dem Verein winken – unter der Führung des einstigen Herzeige-Fußballers Gerhard Ritter – verdientermaßen wieder bessere Zeiten.

Das Ende der Meisterschaft ist de facto immer jener Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen. Ob positiv oder negativ. Ist im Prinzip egal. Aus der zu Ende gegangenen Saison müssen nur die richtigen Schlüsse gezogen werden. Und als Warnung stelle ich einmal mehr in den Raum: Eigene Spieler sind um Klassen mehr wert, als teuer zugekaufte. Das sollten sich die Klubs – endlich – zu Herzen nehmen. Im Sinne des Fußball, aber auch im Sinne des eigenen Vereins.

Elred Faisst

 

 

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