Man mag Bayern München mögen oder nicht, ich zähle eher zu den letzteren. Sie polarisieren seit eh und je, nach dem CL-Finale teilte sich die Fangemeinde – wie gewohnt in Fans und Nichtfans. Bei vielem, was über diesen Münchner Samstagabend publiziert wurde, hat es mir fast den Magen umgedreht. Von Drama, Trauma, Katastrophe ist die Rede. Worte, die so in keinster Weise zum Sport passen. Bayern hat nur ein Fußballspiel verloren, in dem man die bessere Mannschaft war. Das soll auch sonst schon vorgekommen sein. Also keine Katastrophe oder sonst was ähnliches.
Wenn ich aber genau hingehört habe, und meine Gedanken während dem tollen Fußballabend am Samstag nachvollziehe, meine ich sogar, dass Bayern trotz der Niederlage mehr Fans gewonnen als mit der Niederlage verloren hat.
Weil die Mannschaft eine tadellose sportliche Vorstellung abgeliefert hat, die seinesgleichen oft sucht. Und weil Bayern ein Verein ist, der seit eh und je gesund und korrekt wirtschaftet. Der nicht auf Schuldenerlass von Banken angewiesen ist. Der nicht auf irgendwelche Gönner mit viel Geld hereinfällt. Der sich selbst ein Stadion gebaut hat. Der ganz einfach auf gesunden Beinen steht. Der mit Sicherheit um vieles länger in der europäischen Spitze zu finden sein wird als der Abramowitsch-Klub Chelsea.
Und wegen all dieser Dinge fällt es mir, einem eigentlich langjährigen Schalke-Fan, jetzt leicht zu sagen: ich bin doch ein Bayern-Fan . . .
Elred Faisst










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