06.02.2021

Sturm und WAC mühen sich ins Halbfinale

Der Cup hat eigene Gesetze! Die altbekannte Regel trifft auch im Viertelfinale des UNIQA ÖFB Cups 2020/21 zu.

Sensationen durch die Underdogs bleiben zwar aus, viel hat jedoch nicht gefehlt. Zum Auftakt fordert die KSV 1919 dem RZ Pellets WAC alles ab und muss sich erst durch ein spätes Tor durch Michael Novak mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben.

Ein ähnliches Bild gibt der First Vienna FC 1894 zur Primetime ab. Die Döblinger, die bereits früh Routinier Marcel Toth durch eine Rote Karte verlieren, bieten dem SK Puntigamer Sturm Graz ordentlich Paroli. Am Ende siegen die Steirer nach hartem Kampf mit 1:0.

Am Samstag kommt es zum Schlagerspiel der Runde. Nach dem Achtelfinal-Triumph über den SK Rapid empfängt FC Red Bull Salzburg den Stadtrivalen der Hütteldorfer. Gegen die Wiener Austria möchte die Elf von Jesse Marsch erneut reüssieren, um die Chancen auf einen weiteren Cup-Titel aufrecht zu halten (ab 17.00 Uhr live in ORF 1).

Den Abschluss bildet das Duell zwischen dem LASK und SK Austria Klagenfurt. ORF 1 zeigt die Partie live ab 17.00 Uhr.

Die Auslosung des Halbfinales findet am Sonntag, 07. Februar, ab 16.45 Uhr in ORF 1 im Vorfeld der Partie LASK vs. SK Austria Klagenfurt statt.


Die heutigen Spiele im Detail:

KSV 1919 vs. RZ Pellets WAC 1:2 n.V. (1:1, 1:1)
Tore: Hernaus (45.+3); Liendl (15./Elfer), Novak (118.)

Gelb-Rot: Mandler (116.)

Der Favorit aus Kärnten übernimmt erwartungsgemäß von Beginn weg das Kommando. Hochkarätige Chancen bleiben in der Anfangsphase aber aus. In Minute 15 kommt es im Kapfenberger Strafraum zum Zweikampf zwischen Amar Kvakic und Dejan Joveljic. Letzterer bekommt daraufhin einen Elfmeter zugesprochen. WAC-Kapitän Michael Liendl lässt sich diese Gelegenheit nicht entgehen und trifft punktgenau ins linke Eck. KSV-Tormann Franz Stolz errät zwar die Ecke, ist gegen den platzierten Schuss aber machtlos.

Kapfenberg wird durch Marvin Hernaus erstmals gefährlich. Der Abschluss des Youngsters wird von einem WAC-Verteidiger gefährlich abgefälscht, Schlussmann Alexander Kofler ist per Fußabwehr zur Stelle (26.). Auf der Gegenseite findet Liendl seinen Meister in Keeper Stolz, der den Schuss von der Strafraumgrenze herrlich pariert (40.).

Als bereits alles auf eine Halbzeit-Führung des WAC hindeutet, schlagen die Falken zu. Eine Flanke wird von den Kärntnern zu kurz geklärt. Der Ball landet vor den Füßen von Tobias Mandler, der sich ein Herz fasst und zum vielumjubelten Ausgleich trifft. Pech für die Wolfsberger: Der Ball wird unhaltbar abgefälscht (45.+3).

Nach Seitenwechsel überraschen die Steirer den Bundesligisten mit druckvollem Spiel. Hernaus nach Grgic-Flanke (49.) und ein hervorragender Schuss von Levan Eloshvili (52.), der haarscharf am Kreuzeck vorbeischrammt, sorgen für reichlich Arbeit in der WAC-Defensive. Die beste Chance für die Kärntner vergibt Joveljic, der eine Flanke von Thorsten Röcher wenige Zentimeter am Tor vorbeispitzelt (62.).

In der Verlängerung vergibt zunächst Joveljic (95.), ehe Torschütze Mandler mit Gelb-Rot vom Feld muss (116.). Ein aus dieser Situation resultierender Corner wird zur spielentscheidenden Szene. Liendls gefühlvolle Flanke landet vor KSV-Keeper Stolz im Getümmel. Michael Novak schaltet am schnellsten und stochert den Ball über die Linie (118.). In der Schlussminute vergibt Mario Pavelic noch eine Riesenchance aufs 3:1, der Sieg der Kärntner ist allerdings nicht mehr in Gefahr (120.+1).

Daten und Fakten zum Spiel: https://www.oefb.at/cup/Spiel/2881830/?KSV-1919-vs-RZ-Pellets-WAC


SK Puntigamer Sturm Graz vs. First Vienna FC 1894 1:0 (0:0)
Tor: Jantscher (63.)

Rot: Toth (15.)

Im Duell der beiden Traditionsteams muss der Underdog bereits früh seine Spielanlage ändern. Routinier Marcel Toth trifft aus der Drehung Sturm-Akteur Bekim Balaj mit dem gestreckten Bein. Keine Absicht, die Rote Karte ist aber wohl unumgänglich (15.).

Wer nun mit einer klaren Angelegenheit für die Grazer rechnet, wird eines Besseren belehrt. Die Vienna, unter der Führung des erst 26-jährigen Cheftrainers Alexander Zellhofer, zeigt eine taktisch enorm reife Leistung und ermöglicht den Steirern kaum gute Offensivszenen. Für das einzige Highlight sorgt ein Angriff über Jakob Jantscher. Den Abschluss setzt Balaj über das Tor (35.).

In der zweiten Halbzeit hält die Vienna weiterhin gut dagegen, wenngleich Sturm die Schlagzahl etwas erhöht. Wieder ist es Balaj, der einem erfolgreichen Torabschluss am nähesten kommt. Sein Kopfball streicht über das Tor (60.).

Wenig später atmen die Blackies erleichtert auf. Eine tolle Kombination über Andreas Kuen, Balaj und Otari Kiteishvili vollendet Jantscher staubtrocken zur 1:0-Führung (63.).

Mit Fortdauer der Partie wird der Kräfteverschleiß auf Seiten der Blau-Gelben, aufgrund der nummerischen Unterlegenheit, immer größer. Beiden Teams ist das Bemühen ein Tor zu erzielen nicht abzusprechen, einzig die Genauigkeit fehlt im letzten Drittel des Spielfeldes. Nach 95 Minuten bejubelt Sturm Graz den knappen, aber schlussendlich verdienten Halbfinal-Einzug.

Daten und Fakten zum Spiel: https://www.oefb.at/cup/Spiel/2881832/?SK-Puntigamer-Sturm-Graz-vs-First-Vienna-FC-1894


Die weiteren Viertelfinal-Duelle im Überblick:

FC Red Bull Salzburg vs. FK Austria Wien (live in ORF 1)
Samstag, 06. Februar 2021, 17.00 Uhr, Red Bull Arena

LASK vs. SK Austria Klagenfurt (live in ORF 1)
Sonntag, 07. Februar 2021, 17.00 Uhr, Raiffeisen Arena