26.10.2017

Altacher Cup-Aus in Graz

Nicht nur Philipp Netzer wunderte sich über den verhängten Foulelfmeter

Die Losfee bescherte dem CASHPOINT SCR Altach für das Achtelfinale im Uniqa ÖFB Cup mit dem Spiel bei Bundesliga-Tabellenführer Sturm Graz alles andere als eine angenehme Aufgabe. Vor einem Monat gab es dieses Duell bereits in der Meisterschaft, damals holten die Rheindörfler beim 0:0 einen Zähler, aufgrund der Leistung wäre aber sogar der erste Sieg in der steirischen Landeshauptstadt verdient gewesen.

Unglücklicher Beginn

Das Spiel begann dann aus Altacher Sicht denkbar ungünstig, denn es waren gerade einmal etwas mehr als fünf Minuten absolviert, da ging Röcher nach einer leichten Berührung im Zweikampf mit Kapitän Phillip Netzer im Strafraum zu Boden und Schiedsrichter Grobelnik entschied auf Strafstoß für die Gastgeber. Zulj trat an und verwertete mit etwas Glück gegen Filip Dmitrovic zum frühen 1:0 für die Grazer.

Der SCRA fand auch in weiterer Folge nicht in die Partie und nach 20 Minuten lagen die Rheindörfler bereits mit 0:2 in Rückstand. Huspek und Röcher kamen auf der linken Angriffseite zu leicht durch, in der Mitte wurde der freistehende Alar bedient, der aus kürzester Distanz nur noch einzuschieben brauchte.

Tekpetey verkürzt

25 Minuten waren vorbei, da fiel quasi aus dem Nichts der Altacher Anschlusstreffer. Nach einem langen Ball in den Sechzehner kam Tekpetey zwischen den Verteidigern Schulz und Lykogiannis - die in dieser Situation beide keine gute Figur abgaben - an die Kugel und spitzelte das Spielgerät am überraschten Sturm-Keeper Siebenhandl vorbei über die Linie zum 1:2.

Unzureichendes Defensivverhalten setzt sich fort

Altach gelang es nun die Partie etwas offener zu gestalten als zu Beginn, bei einem Treffer von Hierländer hatte man dann aber das Glück auf seiner Seite, denn die Unparteiischen entschieden fälschlicherweise auf Abseits. Dennoch fiel das 3:1 für die Hausherren noch vor der Pause. Erneut fanden Röcher und Alar viel zu viel Platz vor und schließlich war es Alar, der völlig unbedrängt mit seinem zweiten Tor des Abends den 3:1-Halbzeitstand herstellen konnte.

SCRA mit zu wenig Durchschlagskraft

Nach Wiederbeginn trat Sturm nicht mehr so dominant auf wie in den ersten 45 Minuten, Altach erarbeitete sich leichte optische Vorteile, ohne jedoch in der Offensive zu zwingenden Möglichkeiten zu kommen. Mindestens so fehleranfällig wie die Schützlinge von Trainer Klaus Schmidt agierte an diesem Abend aber auch das Schiedsrichter-Trio. So wurde 22 Minuten vor dem Ende ein Treffer des kurz zuvor eingewechselten Jan Zwischenbrugger wegen vermeintlicher Abseitsstellung aberkannt, Fernsehbilder belegten allerdings auch hier den Fehler des Assistenten an der Linie.

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Röcher knappe zehn Minuten vor dem Schlusspfiff. Mit dem ersten zu Ende gespielten Konter der zweiten Hälfte verwertete Röcher ein Zuspiel von Potzmann zum 4:1 und erneut agierte man auf Altacher Seite viel zu passiv. Dies war dann auch gleichzeitig der ernüchternde Enstand in diesem Pokal-Achtelfinale.

Es bleibt also weiterhin dabei, Graz ist kein guter Boden für den SCRA. Mit dieser Niederlage ist der Uniqa ÖFB Cup für die Schmidt-Elf erneut vor dem Jahreswechsel zu Ende, nun gilt die volle Konzentration dem schweren Meisterschaftsspiel am Samstag bei Double-Gewinner Red Bull Salzburg.

SK Sturm Graz – CASHPOINT SCR Altach 4:1 (3:1)
Mittwoch, 25.10.2017, 18:00 Uhr

Tore: 1:0 Zulj (7./Elfmeter), 2:0 Alar (20.), 2:1 Tekpetey (25.), 3:1 Alar (43.), 4:1 Röcher (81.)


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