20.09.2017

Eine Runde weiter!

In der zweiten Runde des Uniqa ÖFB Cups traf der CASHPOINT SCR Altach auf Union Gurten aus der Regionalliga Mitte. Trainer Klaus Schmidt gönnte einigen Akteuren, die zuletzt viel gespielt hatten, eine Pause und so nahmen Martin Kobras, Hannes Aigner, Stefan Nutz, Andi Lienhart und Christian Gebauer zunächst auf der Bank Platz. Zu seinem Startelf-Debüt kam Bernard Tekpetey, auch die Youngster Daniel Nussbaumer und Valentino Müller standen von Beginn an auf dem Platz.

Führung durch Grbic

Auf sehr tiefem und schwer zu bespielendem Terrain entwickelte sich ein sehr zerfahrenes Spiel, in dem es eine Viertelstunde dauerte, bis der SCRA zur ersten gefährlichen Aktion kam. Diese führte dann allerdings gleich zum Führunstreffer für die Rheindörfler. Nach einem Foul an Müller kurz vor der Strafraumgrenze verwandelte Grbic den fälligen Freistoß direkt zum 1:0 aus Altacher Sicht.

Beinahe wäre postwendend aber schon der Ausgleich gefallen, nach einem Angriff über links kam Zirnitzer zum Abschluss, verfehlte mit seinem Schuss aber das von Filip Dmitrovic gehütete Gehäuse. Offensiv taten sich die Schützlinge von Klaus Schmidt sehr schwer, zwingende Gelegenheiten wurden keine herausgespielt. Es war etwas mehr als eine halbe Stunde absolviert, da profitierten die Gastgeber dann von einem Missverständis in den Altacher Reihen. Nach einem Abstoß wollte Dobras die Kugel auf Dmitrovic zurückspielen, allerdings spritze Zirnitzer dazwischen und hatte aus kurzer Distanz keinerlei Mühe, den 1:1-Pausenstand zu erzielen.

Nach Wiederbeginn verstärkten die SCRA-Akteure die Offensivbemühungen, ohne allerdings zu nennenswerten Abschlüssen zu kommen. Gefahr entstand vor allem aus Standardsituationen, so verpasste Kapitän Netzer die neuerliche Führung nach einem guten Kopfball im Anschluss an eine Ecke nur knapp, Gurten-Keeper Brunthaler verhinderte den zweiten Gegentreffer mit einem Reflex.

Sakic trifft nach Abpraller

Nur zwei Minuten später war es dann aber so weit. Erneut trat Grbic einen Freistoß, diesen konnte der Schlussmann der Oberösterreicher nur kurz abwehren und den Abpraller verwertete der aufgerückte Sakic zum 2:1 aus Altacher Sicht (62.). Die Gastgeber waren noch mit dem Gegentreffer beschäftigt, da hätte der SCRA beinahe die Vorentscheidung in dieser Partie erzwungen, Honsak konnte aber einen Angriff nicht erfolgreich abschließen. Mittlerweile waren mit Aigner und Gebauer auch frische Kräfte ins Spiel gekommen, um das schwere Geläuf zu bespielen.

Die Oberösterreicher blieben allerdings bei ihren seltenen Angriffen gefährlich, vor allem der eingewechselte Kolakovic hatte gleich zwei Mal den Ausgleich für sein Team auf dem Fuß. Beide Male war aber SCRA-Keeper Dmitrovic auf dem Posten und hielt die Führung fest. Gute acht Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit war dann aber der Altacher Torhüter chancenlos. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam die Kugel zur Mitte, wo Sakic das Leder unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor beförderte. Da es auch nach 90 Minuten bei diesem Spielstand blieb, wurde eine Verlängerung notwendig.

Gebauer und Tekpetey treffen

Zu diesen zusätzlichen 30 Minuten kam dann auch noch Lienhart aufs Feld und nahm seine gewohnte Position auf der rechten Seite ein, Sakic wechselte nach links. Ein anderer Joker stach dann nach 98 Minuten, Gebauer brachte die Schmidt-Elf nach Zusammenspiel mit Dobras und trockenem Abschluss zum dritten Mal an diesem Abend in Front. Noch vor Ende der ersten Hälfte der Verlängerung gab es erneut Freistoß für den SCRA und Tekpetey versenkte die Kugel direkt zum 4:2 aus Altacher Sicht.

Allerdings kam es nach diesem Treffer zu tumultartigen Szenen, der junge Akteur aus Ghana wurde nach seinem Torjubel und einer Geste gegen die Zuschauer von Schiedsrichter Eisner mit der roten Karte des Ackers verwiesen. Bis dahin war die Schalker-Leihgabe aber mehrfach aus dem Zuschauerraum mit rassistischen Äußerungen bedacht worden, was den Unparteiischen zwischendurch sogar zur Androhung eines Spielabbruchs zwang. 

Altach musste also die letzten 15 Minuten mit einem Mann weniger bestreiten und es waren erst wenige Sekunden nach Wiederanpfiff gespielt, da versenkte Grabovac das Spielgerät genau im Winkel, verkürzte auf 3:4 und machte das Cup-Duell noch einmal spannend. Gurten versuchte mit viel Leidenschaft und teils übertriebener Härte noch einmal alles, um zumindest das Elfmeterschießen zu erzwingen. In den letzten Minuten nutzte Trainer Klaus Schmidt dann auch noch seinen vierten Wechsel in der Verlängerung, für Müller kam Nutz in die Partie. 

Die Rheindörfler brachten den knappen Vorsprung schlussendlich über die Zeit und gingen aus einem wahren Pokalfight als 4:3-Sieger nach Verlängerung vom Platz. Damit steht der CASHPOINT SCR Altach in der dritten Runde des Uniqa ÖFB Cups, bereits am Samstag wartet nach diesen harten und fordernden 120 Minuten mit dem Auswärtsspiel beim SK Sturm die nächste schwere Aufgabe in der Meisterschaft.

Union Raiffeisen Gurten – CASHPOINT SCR Altach 3:4 n.V. (1:1, 1:1)

Mittwoch, 20.09.2017, 19:00 Uhr

Park21-Arena Gurten

Tore: 0:1 (15.) Grbic; 1:1 (32.) Zirnitzer; 1:2 (62.) Sakic; 2:2 (82./OG) Sakic; 2:3 (97.) Gebauer; 2:4 (106.) Tekpetey; 3:4 (107.) Grabovac

SCRA: Dmitrovic; Sakic, Piesinger, Netzer, Honsak; Müller, Salomon, Nussbaumer (64. Gebauer), Dobras; Tekpetey, Grbic (64. Aigner)


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