16.10.2014

Ligaordnung ZS-Bewerbe - gültig ab 09/16

LIGAORDNUNG                  

1. Allgemeines

1.1 Ziel
Ziel der Landesliga ist die Einrichtung einer neuen Plattform für Vorarlberger Vereinsmannschaften, die eine positive Entwicklung der olympischen Disziplinen „10m Luftpistole und Luftgewehr“ ermöglicht, wie z.B. o spannende Darstellung der Wettkämpfe und Events o aktive Medienarbeit und Sponsoring o Förderung des Leistungs- und Breitensportes in den Vereinen sowie o konkrete Jugendarbeit.

1.2 Zuständigkeiten
Die Ligaordnung regelt die Angelegenheiten der Landesliga, das sind die Vorarlbergliga und bei Bedarf weitere Landesligen. In der Ligaordnung sind die allgemein verbindlichen Regeln des VSB und die speziellen Modalitäten dieser Meisterschaft zusammengefasst. Ergänzend gelten die Schiessordnung des Österreichischen Schützenbundes und die Regeln der ISSF.

1.3 Regelanerkennung
Die Ligavereine erkennen die für die jeweilige Saison gültige Ligaordnung mit dem Antrag auf Erteilung der entsprechenden Ligamannschaftslizenz an. Die jeweils gültige Ligaordnung regelt insoweit die Rechtsbeziehungen der Ligavereine der Zielsport-Landesliga. Jeder Schütze ist den Regeln der Ligaordnung, die er durch die Teilnahme am Wettkampf anerkennt, unterworfen. Er ist daher gehalten, diese Regeln, Bestimmungen und Bedingungen zu kennen und zu beachten.

1.4 Auslegung
Wo der Wortlaut der Ligaordnung eine eindeutige Auslegung nicht zulässt, ist die Auslegung stets in Sinne des sportlichen Anstandes, der eine bestmögliche Gleichstellung aller Teilnehmer verlangt, vorzunehmen.

1.5 Einteilung der Wettkampfligen
Seit Herbst 2003 findet im Bewerb olympische Luftpistole (10m LP) die Durchführung einer Liga im Meisterschaftsmodus (Rundenwettkampf) statt. Sie umfasst die einteilige Vorarlbergliga sowie weitere Landesligen. Mit der Saison 2012/2013 werden auch im Bewerb olympisches Luftgewehr (10m LG) eine Vorarlbergliga und weitere Ligen eingerichtet.

1.6 Veranstalter
Veranstalter ist der Verein der Zielsport-Landesliga. Über Einführung, Auflösung und Änderungen der Ligaordnung entscheidet die Ligaversammlung auf Vorschlag des Ligavorstandes.

1.7 Zuordnung der Ligen
Die Zuordnung zu den jeweiligen Ligen ergibt sich aus der Ligaordnung, der Ausschreibung, den Anmeldungen und dem Beschluss der Ligaversammlung.

1.8 Ligastärke
Jede Liga besteht in der Regel aus 8 Mannschaften. Eine neue Liga kann bei mindestens 4 Mannschaften eingerichtet werden. In jeder Liga kann nur eine Mannschaft eines Vereins starten. Startgemeinschaften sind nicht zulässig.

1.9 Mannschaftsmeister
Die Siegermannschaften dieser Meisterschaft sind Vorarlberger „Liga-Champion“ in den olympischen Bewerben 10m Luftpistole bzw. 10m Luftgewehr für das jeweilige Jahr. Die besten Mannschaften und Einzelsportler erhalten entsprechende Sponsorenpreise.  

1.10 Ligaleitung
Die Zielsport-Landesliga handelt in der Regel durch den Ligavorstand bzw. die Ligaleiter der jeweiligen Ligastufe.

1.11 Bezirksrunden
Unterhalb der angeführten Ligen können die Bezirke eigene Regelungen treffen, welche sich aber nach Möglichkeit an dieser Ligaordnung orientieren sollen.

2. Ligagremien

2.1 Ligavorstand
Die Zusammensetzung, die Zuständigkeiten und die Beschlussfassung sind in den Vereinsstatuten der ZIELSPORT-LANDESLIGA geregelt.

2.2 Ligaversammlung
Die Zusammensetzung, die Zuständigkeiten und die Beschlussfassung sind in den Vereinsstatuten der ZIELSPORT-LANDESLIGA geregelt.   

3. Mannschafts- und Einzellizenzen

3.1 Ligalizenz
Mit der jährlichen zu erteilenden Mannschaftslizenz wird den Liga-Vereinen die Teilnahme an der jeweiligen Wettkampfliga bestätigt.

3.2 Mannschaftslizenz
Die Ligamannschaftslizenz enthält die beantragten Einzellizenzen. Einzellizenzen können zusätzlich beantragt werden.

3.3 Einzellizenzen
Ligavereine haben für ihre Schützen eine Einzellizenz zu beantragen. SchützInnen können während einer Saison im jeweiligen Wettbewerb nur für einen Verein starten. Sie dürfen für diese Meisterschaft nur eine Einzellizenz besitzen. Der Verein erhält vom Ligaleiter die beantragte(n) Einzellizenz(en).

3.4 Nennungen
Die Erteilung der Startgenehmigung für einen Ligaverein und dessen Starter erfolgt nach der schriftlichen Nennung der entsprechenden Mannschaft des Vereins auf der Mannschaftslizenz.  Diese ist vom Verein mit den dazugehörigen Nachweisen dem zuständigen Ligaleiter bis zum Nennungsschluss der jeweiligen Ligasaison einzureichen: Leistungsnachweis der neu in der Ligastufe einzusetzenden Schützen (siehe Teil 2). Mit Antrag auf Erteilung der Lizenzen ist die Anerkennung der jeweils gültigen Ligaordnung verbunden.

3.5 Nennungsschluss
Der Nennungsschluss für die Lizenzbeantragung des Vereines wird mit den Ausschreibungen bekannt gegeben. Die Teilnehmer eines Vereines haben bis zum Nennungsschluss beim Ligaleiter eine schriftliche Erklärung – z.B. durch Unterschrift abzugeben, für welchen Verein sie Ligawettkämpfe bestreiten. Ein Wechsel zu einem anderen Verein ist nach dem Nennungsschluss in der laufenden Saison nicht mehr möglich.

3.6 Nachnennungen
Nachnennungen sind nur dann möglich, wenn der/die SchützIn zum 30.9. Mitglied des Ligavereins gewesen ist. Zudem gelten auch für diese StarterInnen die Angaben zu 3.3. Ausnahme: 1 Mannschaftsschütze kann auch als „Gastschütze“ ohne Mitgliedschaft gemeldet werden, siehe 10.2. Wird erst am Wettkampftag eine Einzellizenz beantragt, reicht der Verein den Antrag telefonisch oder per Mail beim Ligaleiter ein, der über den Antrag entscheidet und die Einzellizenz erteilt.

3.7 Voraussetzung für die Lizenzerteilung
Vorrausetzung für die Erteilung einer Mannschaftslizenz sind:
o Versicherung der Teilnehmer mit gültiger Lizenz des VSB
o die fristgerechte Meldung des Vereins zur Zulassung seiner Mannschaft beim jeweiligen Ligaleiter;
o die sportliche Qualifikation des betreffenden Vereins (Tabellenplatz der vergangenen Saison oder Aufstiegswettkämpfe);
o die rechtzeitige Überweisung des Nenngeldes gemäß Ausschreibung auf das Konto der Zielsport- Landesliga.   

3.8 Erteilung der Lizenzen
Der jeweilige Ligaleiter unterzeichnet die Mannschaftsnennliste, nachdem das Startgeld bezahlt worden ist. Mit der Unterzeichnung der Mannschaftsliste sind sowohl die Mannschafts- als auch die Einzellizenzen für die Liga als erteilt anzusehen, vorbehaltlich einer späteren Feststellung einer zu Unrecht erteilten Lizenz. Eine zu Unrecht erteilte Lizenz ist unwirksam, wobei auch kein guter Glaube schützt. Danach wird die Mannschaftsliste vom Ligaleiter an den jeweiligen Ligaverein retourniert. Bei Nichterteilung einer Lizenz eines Schützen erfolgt die Streichung des Namens aus der Mannschaftsliste durch den zuständigen Ligaleiter.

3.9 Austritt aus der Liga
Tritt ein Verein nach Beginn der Saison mit seiner Mannschaft aus der Liga aus, werden alle Mannschaftsergebniswertungen der Wettkämpfe mit diesem Verein annulliert. Der Verein ist auch in der niedrigeren Liga mit dieser Mannschaft in der laufenden Saison nicht mehr startberechtigt. Ein Wiedereinstieg ist über die unterste Liga möglich.

3.10 Starterlaubnis bei Meisterschaften
Die Starterlaubnis in der Einzel- und Mannschaftswertung bei den Meisterschaften des VSB (z.B. Bezirks-, Landesmeisterschaft) und des ÖSB wird durch den Start in den Landesligen nicht berührt.  

4. Saison, Ausrichter, Kosten

4.1 Terminplanung
Die Ligasaison beginnt in der Regel am 1.10. und endet mit dem Abschluss der Final- und Aufstiegskämpfe voraussichtlich am 31.3. des Folgejahres.

4.2 Ausrichter
Die Vorarlbergliga wird jeweils gemeinsam (2 Durchgänge) in der 10m-Wettkampfhalle des Vorarlberger Sportzentrums in Dornbirn ausgetragen. In den weiteren Ligen finden die Wettkämpfe wie bisher bei den Vereinen statt. Jeder Verein ist grundsätzlich verpflichtet, seine Heimwettkämpfe auszurichten (Ausnahmen siehe Pkt. 18.).

4.3 Kosten
Jeder Ligaverein hat seine mit dem Betrieb der Liga entstehenden Kosten selbst zu tragen. Die Kosten für die Schießleitung werden in der Vorarlbergliga vom Ligabudget abgedeckt, in den weiteren Ligen vom ausrichtenden Verein (Heim-Mannschaft) getragen.

4.4 Wettkampftage
Die Wettkämpfe werden zu den von der Ligaversammlung auf Vorschlag des Ligavorstandes festgelegten Terminen ausgetragen. Die festgelegten Termine und Wettkampfpaarungen sind verbindlich. Sie werden auf www.vsport.at veröffentlicht. Alle Vereine der Vorarlbergliga schießen an einem festgelegten Termin. Die Vereine der weiteren Ligen vereinbaren gegenseitig jeweils einen Termin in einem vorgegebenen Zeitfenster (Runde), damit die gesamten Ergebnisse jeweils zeitgerecht aufbereitet werden können.  

5. Werbung

Die Rechte für die Vermarktung der Zielsport-Landesliga bleiben beim Ligavorstand. Die Werbung am Sportler/in ist den Vereinen freigestellt. Die SportlerInnen in der Vorarlbergliga sind jedoch verpflichtet, eine Startnummer des Veranstalters zu tragen.  

6. Identitätskontrolle, Unrechtmäßiger Start

6.1 Lizenzen, Identitätskontrolle
Die Ligamannschaftslizenz sowie die Einzellizenz der StarterInnen sind bei jedem Ligawettkampf der Schießleitung mitzuführen. Die Identität der einzelnen Schützen ist auf Verlangen durch den/die Mannschaftsführer/in nachzuweisen.   

6.2 Unrechtmäßiger Start
Bei einem unrechtmäßigen Start erfolgt eine Disqualifikation der betreffenden SchützInnen. Darüber hinaus finden Punkt 7 (Sanktionen) und Punkt 12 (Wettkampfwertung) Anwendung.

7. Sanktionen
Bei nachstehend genannten Verstößen gegen die Ligaordnung finden folgende Sanktionen Anwendung:

7.1 Lizenz- und Startverstöße
- Fehlende Mannschafts- oder Einzelllizenz - Euro 25,--;
- Nichtantreten einer Ligamannschaft: Euro 100;

7.2 Sonstige Verstöße
Sonstige Verstöße gegen Bestimmungen der Ligaordnung, der Schießordnung und der Wettkampfregeln, z.B. Bestimmungen über Sicherheit, Abstände, Ausrüstung und Ordnung im Veranstaltungsraum je nach Schwere bis zu EUR 100,-.  

8. Einsprüche und Rechtsmittel

8.1 Einspruch
Bei Verstößen gegen diese Ligaordnung bzw. die Schiessordnung des ÖSB ist ein Einspruch (Protest) grundsätzlich an den Schießleiter an Ort und Stelle zu richten. Erst nachträglich bekannt gewordene Verstöße gegen die Ligaordnung  (zB eine falsche Mannschaftsaufstellung) können jederzeit beim Ligaleiter als Einspruch eingebracht bzw. von diesem aus eigenem wahrgenommen werden.   

8.1.1. Die Einspruchsgebühr
Die Einspruchsgebühr beträgt EUR 50,--und ist in bar mit dem Einspruch zu bezahlen (Ausschlussgrund). Dieser Betrag gilt als Vorschuss und wird im Erfolgsfall zurückerstattet.

8.1.2. Form und Fristen
Der Einspruch und die durch den Protestführer zu bezeichnenden Einspruchsgründe (ISSF-Regel, Ligaordnungspunkte) sind vom Schießleiter schriftlich festzuhalten und vom Protestführer zu unterzeichnen. Der Einspruch ist unverzüglich nach Bekannt werden des Einspruchsgrundes, spätestens aber 20 Minuten nach Bekanntgabe des Wettkampfergebnisses einzubringen. Nachträglich bekannt gewordenen Verstöße  gegen die Ligaordnung sind binnen 7 Tagen schriftlich beim Ligaleiter einzubringen.  

8.1.3. Entscheidung über den Einspruch
Ein Kampfgericht, wenn dieses nicht verfügbar ist (vgl Pkt. 21.3.) der Schießleiter allein, hat unverzüglich eine begründete Entscheidung zu treffen und bekannt zu geben. Einsprüche, die vor Ort vom Schießleiter nicht entschieden werden können, leitet er an den Ligaleiter weiter. Eine Entscheidung über nachträglich bekannt gewordene Einsprüche werden vom Ligaleiter binnen einer Woche schriftlich an die betroffenen Vereine bekannt gegeben.

8.2 Berufung
Gegen Entscheidungen des Schießleiters/Kampfgerichtes oder des Ligaleiters über einen Einspruch eines Ligavereines oder über sonstige im Zusammenhang mit der Liga stehenden Regelungen ist eine Berufung an den Ligavorstand möglich. Es kann nur über die vom Kampfgericht/Schießleiter oder des Ligaleiters bestätigten Einspruchsgründe entschieden werden. Ein Nachschieben von Gründen ist nicht zulässig, es sei denn, die Beschwerdegründe werden erst später bekannt. Der Ligavorstand benennt ein Berufungsgericht mit 3 unbefangenen, qualifizierten Mitgliedern (Kampfrichtern), das die Berufung (bzw Einspruch) binnen 2 Wochen zu entscheiden hat. Die Entscheidung ist schriftlich zu begründen und den Parteien bekannt zu geben.    

8.2.1. Form und Fristen
Die Berufung ist innerhalb von einer Woche nach Bekanntgabe der Entscheidung bzw. bekannt werden beim Ligavorstand, zH des Ligaleiters, schriftlich einzubringen und hat einen begründeten Antrag zu enthalten.

8.2.2. Gebühr
Die Berufungsgebühr beträgt Euro 100,-- und ist innerhalb von 7 Tagen auf das Konto der ZIELSPORT- LANDESLIGA  einzuzahlen (Ausschlussgrund). Die durch die Berufung entstandenen tatsächlichen Kosten sind im Rahmen einer Entscheidung der unterlegenen Partei aufzuerlegen.  Der Vorschuss auf die Kosten der Berufung bzw. des Einspruchs ist bei einem Unterliegen zu verrechnen, bei einem Erfolg zurückzuzahlen. Auslagen, Honorare oder Gebühren udgl für Rechtsanwälte oder andere Berater werden nicht erstattet.

8.3 Weitere Rechtsmittel
Die Entscheidung des Berufungsgerichtes ist endgültig. Es sind keine Rechtsmittel möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Mannschaftszusammensetzung

9.1 Mannschaftsstärke
Eine Mannschaft besteht aus 4 Einzelschützen desselben Vereins, wobei als 4. Schütze nur ein Jungschütze oder Junior eingesetzt werden darf.

9.2 Mindestalter In der Vorarlberg-Liga ist startberechtigt, wer in der Saison mindestens die Jungschützenklasse erreicht (ab 15 Jahre). Ausnahmen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Ligavorstand.  

9.3  Klassenzuordnung
Für die Berechnung einer Altersklasse ist grundsätzlich das Kalenderjahr des Meisterschaftsfinales  maßgebend. Ausnahme: Für Junioren/Juniorinnen gilt für die Klassenzuordnung der Ligastart. Sie sind daher die gesamte Saison in der Juniorenklasse startberechtigt, nicht jedoch für das Junior-Shot-Off. Ein Schütze darf jedoch freiwillig in einer höherwertigen Klasse starten. Die Klassenzuordnung gilt für die gesamte Saison.  

10. Startberechtigung der SchützInnen

10.1 Staatsbürgerschaft
In der Landesliga darf in jedem Wettkampf nur ein Ausländer je Mannschaft eingesetzt werden. Im Fall einer doppelten Staatsbürgerschaft eines Schützen von denen eine Staatsbürgerschaft Österreich ist, oder im Fall des mindestens dreijährigen Hauptwohnsitzes in Vorarlberg ist der Starter als Österreicher im Sinne der Ligaordnung anzusehen.  

10.2 Mitgliedschaft
Ein Ligaverein kann auch für Schützen anderer Vereine eine Einzellizenz beantragen. Jeder Schütze muss jedoch bis zum 30.9.  als Mitglied des Ligavereins angemeldet sein. 
Ausnahme: 1 Mannschaftsschütze kann auch als „Gastschütze“ ohne Mitgliedschaft zum Verein angemeldet werden. Für die Finale ist der Gastschütze jedoch nur startberechtigt, wenn er/sie an mind. 3 Grunddurchgängen teilgenommen hat. 

10.3 Mannschafts-/ Stammschützen
Schützen, die in mindestens drei Ligawettkämpfen für eine Mannschaft gestartet sind, gelten als Stammschützen und dürfen in der laufenden Saison in niedrigeren Ligen nicht mehr als Mannschaftsschützen eingesetzt werden. Vorher darf nur einer der gemeldeten Mannschaftsschützen (M) in einer niedrigeren Ligamannschaft starten; in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen (z.B.: Krankheit, berufliche Verhinderung, udgl) kann der Ligavorstand eine Ausnahme für einen weiteren Mannschaftsschützen genehmigen; dies ist im Vorhinein zu beantragen. Bei Jungschützen/Junioren (Pos 4) können in besonders berücksichtigungswürdigen Fällen Ausnahmen von der Stammschützenregelung beantragt werden.  

10.4 Ersatzschützen
Sollten in den Ligawettkämpfen Ersatzschützen (E-Schützen) 3 Mal zum Einsatz in einer Mannschaft kommen, so werden diese zu Mannschafts- bzw. Stammschützen im Sinne des Punktes 10.3.

10.5 Einsatz von Schützen aus unteren Ligen
Schützen des gleichen Vereins aus tieferen Ligen dürfen in einer höheren Liga starten, ohne die Startberechtigung in den unteren Ligen zu verlieren – 10.3. gilt analog.

10.6 Weitere Einzelschützen
In jeder Ligastufe können neben den Mannschaftsschützen weitere Einzelschützen genannt werden. In der Vorarlbergliga können dzt bis zu 8 Einzelschützen je Durchgang (2 pro Team) starten. In den weiteren Ligen können nach Maßgabe der verfügbaren Standplätze beliebig viele Einzelschützen pro Mannschaft bzw Verein teilnehmen.    

11. Setzliste für die Mannschaften
11.1 Allgemeines Die Mannschaftsschützen der allgemeinen Klasse werden gesetzt. Ein Jungschütze oder Junior wird in der Setzliste nicht gereiht und kann immer an der 4. Stelle antreten. Ein Jungschütze/Junior kann jedoch auch in der allgemeinen Klasse mit Reihung eingesetzt werden.  

11.2 Die Setzlisten
Am 1. Wettkampftag wird nach der Abschluss-Setzliste der vorangegangenen Saison (Aufstiegs- und Finalwettkämpfe werden nicht gerechnet) vorgegangen. Für Neustarter gilt das jüngste Ergebnis der LM bzw. BZM. Für Neustarter aus dem Ausland werden vergleichbare Ergebnisse einer Liga, LM oder BZM herangezogen. Die Setzliste wird nach dem Wettkampftag vom jeweiligen Ligaleiter neu erstellt und den Vereinen zugeteilt. Die aktuellen Setzlisten werden auf www.vsport.at geführt. Für die richtige Aufstellung beim Wettkampf ist jeder Verein selbst verantwortlich.

11.3 Fortlaufende Reihung
Bei den nachfolgenden Wettkampftagen erfolgt die Aufstellung der Schützen nach dem Durchschnittsergebnis (40 Schuss, gerundet auf Hundertstel) aller in der Saison bis dahin absolvierten Liga-Wettkämpfe. Abgebrochene Wettkämpfe haben keinen Einfluss auf die Setzliste. Bei Ringgleichheit bleibt die Reihung der Setzliste bestehen.

11.4 Reihung von Ersatzschützen
Werden Ersatzschützen erstmals in einer Liga eingesetzt, werden sie mit ihrem bisherigen Ligaergebnis in der Setzliste gereiht. Schützen, die kein Ergebnis nach Pkt 11.3 aufzuweisen haben, werden am Wettkampftag auf Pos. 3 eingesetzt. Werden an einem Wettkampftag mehr als ein/e neue/r Ersatzschütze/in eingesetzt, welche kein Ergebnis aufzuweisen haben, wird die Startposition dieser Schützen von der Schiessleitung von Position 3 aufwärts ausgelost.  

12. Wertung

12.1 Führung der Tabellen
Die Führung der Tabelle obliegt dem jeweiligen Ligaleiter.

12.2 Mannschaftswertung
In den Tabellen erfolgen die Mannschaftswertungen. Für die Mannschaftswertung schießen die jeweils gesetzten Schützen (NR. 1, 2, 3 od 4) zweier Mannschaften gegeneinander. Die höhere Ringzahl nach 40 Schuss ergibt einen Mannschaftspunkt – bei Ringgleichheit entscheidet ein Stechen (Shot Off, siehe Pkt 13.2). Bei 3 gesetzten Schützenpaarungen kann das Mannschaftsergebnis 3:0, 2:1, 1:2, 0:3 lauten. Bei 4 Schützenpaarungen kann das Mannschaftsergebnis 4:0, 3:1, 2:2, 1:3 oder 0:4 lauten. Für die Mannschaftswertung werden diese erreichten Punkte gewertet.

12.3 Sortierkriterien der Tabellen im Grunddurchgang
· Erstes Kriterium ist die Summe der errungenen Mannschaftspunkte.
· Bei Gleichheit der erreichten Mannschaftspunkte entscheidet die Gesamtringzahl.
· Bei Punkte- und Ringgleichheit entscheidet der direkte Vergleich der ergebnisgleichen Mannschaften über die Platzierung.
 
12.4 Einzelwertung
Es werden auch Einzelwertungen geführt (nach Beschluss des Ligavorstands gegebenenfalls nach Klassen und Ligen getrennt). Die SchützInnen müssen mindestens 4 Wettkämpfe des Grunddurchganges in einer Liga absolviert haben. Der Durchschnitt aller Ergebnisse einer Liga ergibt die Reihung. Bei einem Ligawechsel werden Ergebnisse aus der Vorarlbergliga jedenfalls in den weiteren Ligen gewertet. Für Klassensieger soll es nach Möglichkeit Ehrenpreise geben. Zum Saisonende wird auch eine Gesamt-Ergebnisliste aller Ligen nach Klassen getrennt herausgegeben.

12.5 Nichtantritt einer Mannschaft
Tritt eine Mannschaft nicht an, wird der Wettkampf für die vollständig angetretene Mannschaft mit 3:0 bzw. 4:0 Punkten gewertet. Tritt auch die gegnerische Mannschaft nicht vollständig an, so verringern sich die Punkte um die fehlenden Schützen.

12.6 Keine vollständige Mannschaft
Fehlt nur ein Schütze und ist kein Ersatzschütze bereit, wird der Einzelpunkt dem angetretenen Schützen der gegnerischen Mannschaft zugerechnet. Eine Mannschaft gilt auch dann als nicht vollständig, wenn unberechtigte Schützen angetreten sind. 

13. Wettkampfmodus

13.1 Wettkampfprogramm
Es werden 7 Meisterschaftsrunden im Grunddurchgang absolviert. Die Wertung erfolgt nach Punkt 12. und ergibt die Paarungen für die Play-Offs.

13.1.1. Vorarlbergliga
15 Minuten Vorbereitung und Probeschießen, 40 Wettkampfschüsse in 50 Minuten (elektronische Anlagen) bzw. in 60 Minuten (Zuganlagen) für alle Klassen. Die Startkommandos für Vorbereitung mit Probeschießen bzw. Wettkampf erfolgen getrennt.

13.1.2. Weitere Landesligen
15 Minuten Vorbereitung und Probeschießen, 40 Wettkampfschüsse in 50 Minuten (elektronische Anlagen) bzw. in 60 Minuten (Zuganlagen) für alle Klassen. Die Startkommandos für Vorbereitung mit Probeschießen bzw. Wettkampf erfolgen getrennt. Es gelten die Regeln der österr. Schießordnung bzw. der ISSF sinngemäß. 

13.2 Stechen (Shot Off)
Die ISSF-Finalregeln gelten im Übrigen sinngemäß.

13.2.1. Ringgleichheit zweier SchützInnen
Ein Stechen (Shot Off) findet unmittelbar nach dem Wettkampfende des letzten Schützen statt. Alle Schützen müssen vor dem Aufruf zum Stechen den Schützenstand verlassen. Die Stechpaarung erhält 2 Minuten Vorbereitungszeit und 50 Sekunden Wettkampfzeit pro Stechschuss. Das Stechen wird solange fortgesetzt, bis die Ringgleichheit (keine Zehntelringwertung) durchbrochen wird.

13.2.2. Punktegleichheit zweier Mannschaften
Sind Punkte- und Gesamtringzahl gleich, findet unmittelbar nach dem Wettkampfende des letzten Schützen ein Mannschafts-Stechen auf ganze Ringe statt - Paar 4 beginnt. Die Ringzahlen der 4 Teilnehmer werden addiert. Bei Ringgleichheit wird wiederholt, bis sie durchbrochen wird.  

14. Play-Offs: Halbfinale / Finale

14.1 Allgemeines
Die ersten 4 Mannschaften – nach dem Grunddurchgang - der Vorarlbergliga schießen um den „Liga- Champion“. Für die Play-Offs werden die Ergebnisse des Grunddurchganges auf Null gesetzt. Sieger und Verlierer werden im KO-System ermittelt.  

14.2 Champion-Play-Off
Paarungen im Halbfinale: 1. gegen 4., und 2. gegen 3. Die Sieger schießen im Finale um den „Liga- Champion“. Die Verlierer schießen im Finale um die Ränge 3 und 4.

14.3 Liga-Champion:
Shot-off-Finale Für den Liga-Champion (1. oder 2.) wird nach dem 40 Schuss Programm ein 10 Schuss-Finale nach altem ISSF-Modus mit Zehntelwertung durchgeführt. Der 10. Finalschuss wird einzeln abgegeben – der zurückliegende Schütze/Schützin aus Paar 4 beginnt. Die Schießzeit beträgt 50 Sekunden pro Schuss. Der jeweilige Mannschaftspunkt ergibt sich aus der höheren Summe der Ringe aus Grundprogramm und dem Finale. Bei Ringgleichheit 2er Schützen siehe Punkt 13.2.1; bei Ringgleichheit 2er Mannschaften siehe Pkt. 13.2.2.  

15. Aufstiegs- und Abstiegsregelung

15.1 Grundsätzliche Auf- und Abstiegsregelung

Es steigen grundsätzlich so viele Mannschaften auf bzw. ab, wie zur Bildung der vollständigen Ligastufe notwendig sind. Scheidet eine Mannschaft im Laufe der Saison aus, wird diese als Absteiger gewertet.

15.2 Aufstieg/Abstieg/Relegation
Der jeweils letztplatzierte einer Liga schießt gegen den Meister der nachfolgenden Liga einen Relegationswettkampf im Rahmen der Finalwettkämpfe im Sportzentrum Dornbirn. Der Sieger steigt auf bzw. bleibt in der höheren Liga. Der Verlierer steigt ab bzw. nicht auf. Verzichtet der Meister einer Liga auf den Aufstiegswettkampf, dann geht diese Recht an den  nächstgereihten Verein über.  

16. Relegation/Einstieg

16.1 Relegation
Der Letztplatzierte der niedrigsten Landesliga führt bei Bedarf einen Relegationswettkampf um den Verbleib (Klassenerhalt) in der Liga durch. Er stellt sich einem oder mehreren Anwärtern für den Einstieg in die unterste Liga.

16.2 Qualifikation
Ein oder mehrere Bewerber für den Einstieg in die unterste Liga der Zielsport-Landesliga können ihre Anmeldungen bis 14 Tage vor den Finalwettkämpfen beim Ligaleiter einbringen.   

16.3 Durchführung
Der Relegation-/Qualifikationskampf wird bei einem Bewerber analog zu den Finalwettkämpfen im direkten Vergleich ermittelt, siehe auch Punkt 13.  Bei mehreren Anwärtern kann der Relegationswettkampf in einem gemeinsamen Durchgang ermittelt werden, wobei hier nur die Gesamtringzahl gewertet wird. Bei Ringgleichheit wird ein Mannschafts-Shot-Off nach Punkt 13.2.2 durchgeführt. Die Einzelpaarungen ergeben sich aus den Ergebnissen des Relegationsdurchganges.

16.4 Reihung
Der Sieger der Relegation/Qualifikation steigt in die unterste Liga auf bzw. bleibt in der Liga.  Die Ergebnisse des Relegationswettkampfes werden auch für die Reihung im Falle einer Aufstockung der Liga bzw. der Neuerrichtung einer weiteren Liga herangezogen.   

17. Veranstaltungsorganisation

17.1 Wettkampftermine
Die Wettkämpfe der Vorarlbergliga werden zu den vom Ligavorstand vorgeschlagenen und auf der Ligaversammlung festgelegten Terminen ausgetragen. In den weiteren Ligen vereinbaren die Vereine ihre Wettkampftermine innerhalb des festgelegten Zeitfensters der jeweiligen Runde. Die Gastmannschaften sind vom Ausrichter spätestens 10 Tage vor dem Wettkampf über den genauen Orts- und Zeitplan sowie andere Details zu informieren.

17.2 Wettkampfort
Die Wettkämpfe der Vorarlbergliga werden gemeinsam (2 Durchgänge) im Landessportzentrum  Dornbirn absolviert. In den nachgeordneten Ligen wechseln die Paarungen jährlich das Heimrecht. Beim erstmaligen Aufeinandertreffen hat der erstgenannte Verein das Heimrecht.  Kann eine Mannschaft die in Punkt 18 bzw. 19 geforderten Bedingungen nicht erfüllen, so kann sie das Heimrecht nicht beanspruchen und gibt dieses an die Gastmannschaft ab oder verlegt ihren Heimwettkampf auf einen anderen, regelkonformen Stand, z.B. auch in das Landessportzentrum. Der gastgebende Verein (Ausrichter) kann sein Heimrecht an einen anderen Verein seiner Gruppe abgeben.

17.3 Mannschaftsaufstellungen
Diese ist grundsätzlich aus der Mannschaftslizenz ersichtlich. Für die regelkonforme Aufstellung ist jeder Verein selbst verantwortlich. Die Ummeldefrist für Ersatzschützen endet 30 Minuten VOR Beginn der 15 min Vorbereitungszeit mit Probeschiessen. Bei Beginn der 15 min Vorbereitungszeit mit Probeschießen muss die Mannschaft komplett am Stand stehen. Nachnennungen und Verschiebungen sind nicht mehr möglich. Mit der Vorbereitungszeit gelten die Bestimmungen für das Abmelden der Schützen vom Stand.

17.4 Waffen- und Bekleidungskontrolle Für die Einhaltung der Regeln betreffend Waffen und Bekleidung ist der Schütze selbst verantwortlich. Möglichkeiten der Nachkontrolle müssen bis zum Ende des Ligawettkampfes vorhanden sein.   

18. Wettkampfstätte - Anforderungen

18.1 Vorarlbergliga
Alle Ligawettkämpfe werden im Landessportzentrum Dornbirn auf elektronischen Ständen ausgetragen. In der Vorarlbergliga wird ein Wettkampfmoderator eingesetzt.

18.2 Weitere Landesligen
Für die Durchführung eines Wettkampfes in einem Durchgang sind 8 Stände notwendig. Ausnahmeregelungen siehe unter Punkt 20. Hinter jedem Schützen soll so viel Freiraum sein, dass der Schütze nicht gestört wird und die Schiessleitung ohne Störung der Schützen den Wettkampf überwachen kann.

18.3 Standverteilung
Beim Wettkampf stehen die Paarungen laut Wettkampfplan (gemäß Ausschreibung) nebeneinander.

18.4 Anforderung an die Auswertung.
Es sind elektrische Scheibenzuganlagen oder elektronische Trefferanzeigen erforderlich. Sind elektronische Stände nicht vorhanden, wird auf Papier-Scheiben geschossen (LP 2 Schuss, LG 1 Schuss pro Spiegel ). Es dürfen nur vom ÖSB bzw. ISSF zugelassenen Scheiben verwendet werden. Für die Auswertung der Scheiben muss ein elektronisches Auswertegerät verwendet werden.

18.5 Ordnungsgemäße Veranstaltungsorganisation
Der Ausrichter hat dafür zu sorgen, dass eine ordnungsgemäße Durchführung der Wettkämpfe gewährleistet ist. Der Ausrichter organisiert Verpflegungsmöglichkeiten für Schützen und Zuschauer.   

19. Wettkampffunktionäre

19.1 Der Schießleiter:
· übernimmt die offiziellen Ansagen wie z.B. Start, Start der Vorbereitungszeit mit Probeschiessen, Restdauer des Probeschiessens, Start des Wertungsschiessens, Ansage der letzten 10 und 5 Minuten, Schiessende;
· überwacht den Schiessablauf und die Schützen;
· ist für die Sicherheit am Schießstand verantwortlich;
· diszipliniert gegebenenfalls den Moderator und das Publikum;
· nimmt die erforderlichen Eintragungen auf den Lizenzen vor;
· ist für die sofortige Meldung der Ergebnisse per Fax, E-Mail oder ähnliches an den Ligaleiter verantwortlich. Der ausrichtende Verein stellt den/die Schiessleiter/in. Der/die Schiessleiter/in muss qualifiziert sein.

19.2 Kampfgericht (Jury)
Zwei Mitglieder der nicht betroffenen Vereine bilden zusammen mit dem Schießleiter als Vorsitzenden das Kampfgericht. Bei Einsprüchen tritt das Kampfgericht zusammen. Das Kampfgericht hat eine begründete Entscheidung zu fällen und sofort bekannt zu geben (vgl Teil 1 Pkt. 8).   

20. Abweichungen und Ausnahmen

20.1 Weniger als 8 Stände
Bei Vereinen der weiteren Ligen, die nicht über die geforderten 8 Stände verfügen, gilt folgender Ablauf: Es schießen jeweils im 1. Durchgang die Paarungen 4 und 3, im 2. Durchgang die Paarungen 2 und 1. Für Einzelschützen können zusätzliche Durchgänge ausgeführt werden. Mindestvoraussetzung für die Durchführung eines Ligawettkampfes sind 4 nebeneinander stehende Stände.

20.2 Versehrte und Rollstuhlfahrer
Versehrte und Rollstuhlfahrer können nach den allgemeinen Regeln der Schiessordnung teilnehmen und sind zur Teilnahme besonders herzlich eingeladen.

20.3 Kampfgericht
Auf die Bildung eines Kampfgerichtes kann in den weiteren Landesligen verzichtet werden. Einwände hat der Schießleiter zu behandeln. Bei Einsprüchen ist nach Teil 1/Pkt 8 vorzugehen.                      


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