03.07.2016

Lisa Ecker holt
gleich vier Medaillen

Lisa Ecker hatte den Turnweltcup in Mersin (Türkei) vor allem als Olympiatest auf einem Wettkampfpodium nützen wollen. Dass sie an jedem Gerät eine Medaille gewinnen würde, kam überraschend: Der Terroranschlag auf dem Istanbuler Flughafen hatte die Teilnahme eines Großteils der gemeldeten Turner/innen verhindert.

Nach dem Wettkampf gab sich Lisa Ecker „sehr zufrieden, vor allem weil es ziemlich anstrengend war, zwei Mehrkämpfe verteilt über drei Tage zu turnen. Es hat fehlerfrei geklappt und war für mich sehr wertvoll, vor Rio nochmals auf einem Podium geturnt zu haben. Weil es hier sehr warm ist, war auch das eine super Vorbereitung für die Olympischen Spiele.“

Die Organisatoren des ersten Turnweltcups, der je in der Türkei stattfand, hatten großes Pech: Rund 20 Nationalteams reisten wegen des Terroranschlags am Istanbuler Atatürk-Flughafens und Flugstornos nicht an. Dennoch hatte man sich entschlossen, die auf sehr hohem Niveau organisierte Veranstaltung durchzuziehen. Österreichs kleines Team mit Turnerin Lisa Ecker, Nationaltrainer Laurens van der Hout und Ecker-Trainerin Johanna Gratt als Kampfrichterin war über den zweiten Istanbuler Flughafen problemfrei zum Ziel gelangt.

Nationaltrainer Laurens van der Hout ordnet das Geschehen ein: „Klar waren wegen des Terroranschlages weniger Teilnehmer in Mersin anwesend. So haben vier Olympia-Turnerinnen aus Österreich, Usbekistan, Türkei und Kolumbien das Geschehen bestimmt. Lisa hat sowohl in der Qualifikation als auch in den Finali ihre Übungen ohne Fehler gezeigt und das Olympia-Programm nochmals auf einem Podium prüfen können. Ihr Aufbau ist bis jetzt voll im Plan, sie ist bereit.“