05.10.2019

Elisa fährt nach Tokio

Elisa Hämmerle hat ihr großes Ziel erreicht: Die 23-jährige seit einigen Monaten in Holland trainierenden Lustenauerin qualifizierte sich bei der Kunstturn-Weltmeisterschaft bereits fix für die Olympischen Spiele: „Ich bin riesig erleichtert, es fühlt sich fast unwirklich an, dass endlich einmal ein sportlicher Plan von mir voll aufgegangen ist.“

Neben den zwölf Ländern, die sich am Freitag und Samstag bei der WM in Stuttgart ihren Team-Quotenplatz sicherten, holte sich Hämmerle den 14. der ebenfalls vergebenen 20 Einzel-Mehrkampf-Startplätze für Tokio 2020. Ihre Olympia-Qualifikation gelang also letztendlich souverän und ungefährdet.

Für London 2012 war es sich sportlich knapp nicht ausgegangen. Bei der entscheidenden Qualifikation für Rio 2016 hatte sich Hämmerle einen Achillessehnenriss zugezogen. Doch nun beim dritten – hart erkämpften – Anlauf klappte es endlich für die 19-fache Staatsmeisterin und 4-fache Weltcup-Medaillengewinnerin, die schon 2010 im Jugend-Olympia-Finale gestanden war: „Ich wollte stärker zurück kommen, als vor meiner Verletzung. Doch nach dem Achillessehnenriss wieder auf Topniveau Boden und Sprung trainieren zu können, war sehr harte Arbeit. Nicht zuletzt, was die Motivation betrifft. Doch die ist jetzt natürlich längst wieder voll da.“
 
Das lange, mehr als eintägige, Warten nach ihrem eigenen Wettkampfende auf die endgültige Entscheidung gestaltete sich für Elisa Hämmerle besonders nervenaufreibend: „In den letzten Jahren glich meine Karriere einer Achterbahn. Und heute bin ich auf dem großen Volksfest neben der WM-Halle in Wirklichkeit Achterbahn gefahren, um die Zeit bis zur Entscheidung zu überbrücken. Und alle paar Minuten habe ich in den Online-Ergebnissen nachgesehen, wie es steht. Als dann rechnerisch feststand, dass nichts mehr dazwischen kommen kann, konnte ich es trotzdem fast nicht glauben.“

 

Würde man Elisa Hämmerle hypothetisch aus der Einzel-Olympia-Qualifikationsrechnung herausstreichen (maximal ein Startplatz pro Land), läge Jasmin Mader in dieser Wertung als 19. ebenfalls unter den Top 20. Für die Innsbruckerin ist das doppelt ärgerlich und enttäuschend. Allerdings lebt ihre Olympiachance dadurch noch. Sie käme jedoch nur zum Zug, falls Hämmerle ausfallen sollte.


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