19.09.2019

Finale trotz Top-Leistungen verpasst.

Am Ende fehlten Nicol Ruprecht ziemlich exakt die für ihre Ballkür wegen eines Wertungsfehlers am Montag vorenthaltenen Punkte für den WM-Finaleinzug. Österreichs beste Rhythmische Gymnastin turnte am Donnerstag in Baku auch ihre abschließende Band-Qualifikationskür fehlerfrei in Hochform. Doch mit dem Band liegt das Wertungsniveau generell tiefer als bei den anderen drei Geräten. Daher kamen die falschen, jedoch nachträglich nicht korrigierbaren Punkte vom Ball in der für den 24er-Finaleinzug entscheidenden „besten drei aus vier“-Wertungen-Rangliste voll zum Tragen.

 

Nicol Ruprecht erreichte schließlich in der Drei-Geräte-Final-Qualifikationswertung am Ende nur den enttäuschenden 37. Rang. Die 26-jährige Tiroler Wahlwienerin verpasste somit erstmals seit 2014 den WM-Mehrkampf-Medaillenkampf und leider auch die Entscheidung über die ersten 16 von 25 Olympia-Quotenplätzen für Tokio 2020.

 

Ruprechts Zusammenfassung: „Ich bin zufrieden mit meiner WM-Leistung und habe alles gegeben. Das Ergebnis ist natürlich eine Riesenenttäuschung. Doch alle internationalen Reaktionen zeigen mir, dass ich den Fehler hier nicht bei mir suchen muss. Daher bin ich sicher, dass ich die Olympia-Qualifikation – wie schon vorher geplant – im Frühjahr 2020 schaffen werde. Es heißt jetzt hart weiter arbeiten.“

 

ÖFT-Sportdirektorin Gabriela Welkow-Jusek: „Wir haben alle Wertungen mittlerweile detailliert analysiert. Nicol war in Baku punkto Körpertechnik und Artistik stets unter den Top 15, auch mehrfach in der Ausführung. Es ist zum Aus-der-Haut-fahren. Nicol hat die WM ausgezeichnet geturnt und dennoch keine entsprechende Platzierung geschafft. In der Relation passt das alles nicht zusammen.“

 

Die beiden weiteren Österreicherinnen patzten am Donnerstag mit ihren Bandküren. Lisa Hofmann (NÖ) bekam nach einem Fangfehler zusätzlich einen Knoten hinein und musste auf das bereitliegende Ersatzgerät zugreifen. Sie wurde damit in der Gesamtwertung im 153-köpfigen Feld aus 61 Ländern noch vom 73. Zwischen- auf den 94. Endrang durchgereicht. Julia Meder (St) absolvierte ihren zweiten WM-Einsatz mit einem Gerätverlust. In der Teamwertung fiel Österreich deshalb vom 29. noch auf den 31. Platz zurück. Gold sicherte sich Russland überlegen vor Israel und Weißrussland.


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