15.09.2018

Nicol Ruprecht beendet die WM auf Platz 20

Nicol Ruprecht belegte bei der Weltmeisterschaft der Rhythmischen Gymnastik in Sofia im Mehrkampffinale der besten 24 Athletinnen den hervorragenden 20. Platz. Ihre dabei bis heute beste sportliche Leistung ist angesichts der Verletzung im Vorfeld besonders bemerkenswert.

„Heute ist es wirklich optimal gelaufen“, zeigte sich die in Wien lebende gebürtige Tirolerin rundum glücklich. Weltmeisterin wurde die russische Titelverteidigerin Dina Averina vor der Israelin Linoy Ashram und ihrer russischen Landsfrau Aleksandra Soldatova.

Selbst ein Bänderriss im Juni und daraus resultierender Trainingsrückstand hat Ruprecht nicht daran gehindert, bei ihrer achten Weltmeisterschaft seit 2009 im 161-köpfigen Teilnehmerinnenfeld zum dritten Mal das Finale der besten 24 zu erreichen und in diesem noch einmal nachzulegen.

 

„Es ist einfach von Tag zu Tag besser geworden! Heute war ich gar nicht mehr nervös, weil ich ja bereits fürs Finale qualifiziert war. Dass ich das geschafft habe, obwohl ich erst vor drei Wochen wieder voll zu springen begonnen habe, freut mich sehr. Da wir ja bei uns in der Halle keinen Unterboden haben, wollte ich im Vorfeld nichts riskieren und womöglich noch einmal umknicken. Nur bei der Keulen-Übung gab es einen minimalen Fehler. So gesehen, bin ich voll zufrieden“, berichtet Ruprecht, die wegen eines Knochenmarksödems als Folge ihrer Verletzung noch immer die Zähne zusammenbeißen muss.

Ihre Trainerin Lucia Egermann zeigte sich begeistert: „Sie hat heute eine ganz starke Leistung gezeigt, da hat eigentlich alles gepasst! Einfach spitze! Ich bin stolz auf sie. Es ist einfach toll, mit ihr zu arbeiten. Wir haben heute von vielen Seiten Gratulationen für ihre Leistung erhalten. So eine Darbietung war angesichts der Verletzung im Vorfeld wirklich nicht zu erwarten.“

Auch von Gabriela Welkow-Jusek, ÖFT-Sportdirektorin für Rhythmische Gymnastik, gab es zu Recht viel Lob: „Das war ein starker Wettkampf. Das ist mehr als wir erwarten konnten. Nicol konnte nach der EM sechs Wochen nicht trainieren und dann zeigt sie die beste WM-Leistung ihrer bisherigen Karriere, obwohl sie zwei ihrer höchsten technischen Schwierigkeiten wegen der Verletzung gar nicht turnen konnte. Von Platz 51 am Beginn auf Platz 20 - das ist der totale Wahnsinn! Wir sind wirklich sehr, sehr zufrieden.“

Am Wochenende stehen die WM-Gruppenbewerbe auf dem Programm. Für Österreichs Ensemble mit Franziska Herzog (St), Lisa Hofmann (NÖ), Florentina und Leona Marchart (W) sowie Romana Nagler (T) und Maria Remezkova (W) ist diese WM bereits im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio richtungsweisend. Während im Einzelbewerb noch keine Olympia-Weichenstellungen erfolgten, ist für die Gruppen ein Platz unter den Top24 Pflicht, um das Ticket für die WM 2019 in Baku zu lösen. Dort ginge es dann für Rotweißrot um Olympia-Quotenplätze.


   

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