18.04.2017

Turn-EM mit vier Ländle-Sportler

Vom kommenden Mittwoch bis Sonntag, 19. bis 23. April 2017, findet in Rumäniens zweitgrößter Stadt Cluj-Napoca die Kunstturn-Europameisterschaft statt. 274 Aktive aus 37 Ländern bilden das Feld. Darunter befinden sich drei ÖFT-Damen und sechs Herren. Am Programm stehen die Einzelbewerbe im Mehrkampf und an allen Geräten.

Den EM-Auftakt macht am Mittwoch die Qualifikation der Männer, am Donnerstag folgt jene der Frauen. Am Freitag finden beide Mehrkampf-Finalentscheidungen mit den jeweils 24 besten Allroundern statt. Den EM-Abschluss bilden die zehn Gerätefinali (4x Frauen, 6x Männer, jeweils die Top 8 der Qualifikation) am Wochenende [Details].

Das erwarten sich die österreichischen EM-Turnerinnen und Turner:

·       Alexander Benda (20, St; zweite EM, Start im Mehrkampf): „Diese EM ist mein erstes Einzel-Großereignis [im Vorjahr war er bei der Team-EM am Start, Anm.]. Ich will solide ohne große Fehler durchturnen und einen guten Einstieg in die internationale Mehrkampf-Eliteklasse schaffen. Mein Ziel sind 77 Punkte, ich kann wegen des neuen Code [of Points, Regelwerk, Anm.] aber schwer einschätzen, wo ich damit stehen werde.“

·       Xheni Dyrmishi (25, W; vierte EM/WM, Start am Pauschenpferd): „Ich werde meine schwierigste Kür riskieren, daher ist mein Ziel, mit möglichst wenigen Fehlern durchzuturnen. Ich würde mich zwischen Platz 20 und 30 einordnen, falls alles perfekt läuft, halte ich eine Top-16-Platzierung für möglich.“

·       Bianca Frysak (18, W; Großereignis-Debütantin, Start im Mehrkampf): Mein Ziel ist es, meine Trainingsleistungen abzurufen und einen sturzfreien Wettkampf zu turnen. Von der Platzierung her kann ich das noch gar nicht einschätzen.“

·       Michael Fussenegger (23, V; vierte EM/WM, Start an den Ringen): „Mein Ziel ist eine perfekte Kür mit einer Endnote von 14,6. Dann wird man sehen, was das wert ist.“

·       Vinzenz Höck (21, St; vierte EM/WM, Junioren-Europameister 2014, EM-Start an den Ringen): „Ich halte ich die Top 16 für realistisch. Die EM heuer ist für mich eine erste Zwischenstation am Weg zu den Olympischen Spielen.“

·       Dirk Kathan (20, V; zweite EM, Start am Boden und Pauschenpferd): „Am Boden eine perfekte Übung zeigen, 14,5 Punkte erhalten und die Top 15 erreichen.“

·       Jasmin Mader (24, T; elfte EM/WM, Start im Mehrkampf): „Wenn ich meine neuen Übungen gut zeige, dann habe ich eine sehr realistische Chance, bei meiner siebenten EM erstmals in das Mehrkampffinale der besten 24 Europas einzuziehen.“

·       Marlies Männersdorfer (19, V; erste EM nach dem WM-Debüt 2015, Start im Mehrkampf): „An erster Stelle möchte ich mehr als 49,5 Punkte erreichen und damit im Mehrkampf unter die besten 35 kommen. Am Boden sind mein Ziel die Top 20.“

·       Matthias Schwab (26, V; neunte EM/WM, Start am Boden und Reck): „Ich will an einem der beiden Geräte in die Top 20.“

Die ersten Europameisterschaften des neuen Olympiazyklus sind auch die ersten nach den neu überarbeiteten internationalen Wertungsregeln. Äußeres Anzeichen im bisherigen Saisonverlauf: Alle erzielten Noten liegen zurzeit rund einen Punkt tiefer als zuvor üblich, da (im Wesentlichen) Fehler nun strenger geahndet werden, Elementkategorien abgeschafft und Schwierigkeitswerte abgestuft bzw. Bonusmöglichkeiten reduziert wurden.

 

ÖFT-Turner-Sportdirektor Dieter Egermann: „Die EM ist nun der erste große internationale Vergleich nach den Änderungen. Erst danach wird man wirklich wissen, wo man liegt. Doch ich bin sicher, dass wir auf einem guten Weg sind. Unsere Ziele sind mit den Top 16 zweifelsfrei hoch gesteckt.“

 

ÖFT-Turnerinnen-Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Durch die Änderungen der Wertungsvorschriften ist die EM für alle Nationen eine erste Standortbestimmung. Jasmin Mader ist in sehr guter Form. Ich bin zuversichtlich, dass sie ihr großes Ziel, eine Platzierung unter den besten 24 im Mehrkampf, diesmal schafft. Für Marlies Männersdorfer und Bianca Frysak gilt es, ihre persönlichen Bestleistungen auf internationaler Ebene zu erreichen.“

 

Rumänien hat in der Vergangenheit bereits 66x Turn-EM-Gold gewonnen. Die EM 2017 ist allerdings erst die zweite in Rumänien seit Bukarest 1957, vor genau 60 Jahren. Die heurige EM-Gastgeberstadt Cluj Napoca (Klausenburg) in Siebenbürgen ist mit rund 325.000 Einwohnern die zweitgrößte Rumäniens.

 

Alle EM-Details: www.oeft.at/events/2017/turn-em/cluj-napoca2017.htm

 

Die beigefügten Portraitfotos der österreichischen EM-Turner/innen (alle © ÖFT) sind zur redaktionellen Mediennutzung kostenlos frei gegeben. Geeignete Aktionsfotos wurden bereits zur Verfügung gestellt bzw. sind auf Anfrage erhältlich.

 

Der Österreichische Fachverband für Turnen (ÖFT) vertritt rund 450 Turnvereine mit über 90.000 Mitgliedern. Als sechstgrößter unter den 60 Sportfachverbänden Österreichs ist der ÖFT stolz, zurzeit ein Weltmeisterteam, mehrere Olympia-Teilnehmer sowie eine Reihe von Weltcup-Siegern, -Medaillengewinnern und EM-Finalisten zu stellen.

 

Zum Programm des ÖFT zählen der Spitzensport in den olympischen Sparten Kunstturnen, Rhythmische Gymnastik und Trampolinspringen, ebenso Sportaerobic, Sportakrobatik, Team-Turnen oder Rope Skipping. Vielseitiges Kinderturnen und das Hobby-Wettkampfprogramm „Turn10“ sind die Kernkompetenz der österreichischen Turnvereine und motivieren zu einem Leben in Bewegung.


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