04.05.2022

Hochkarätig wie immer

Vorarlbergs Beitrag zum Möslemeeting: Chiara Schuler

Götzis, 4. Mai 2022 – Neben einem internationalen Starterfeld und mindestens drei Namen, die auch auf den Olympischen Podesten in Tokio vertreten waren, verspricht das diesjährige Hypomeeting Götzis/Vorarlberg vor allem Hochspannung und endlich wieder unvergessliche Leichtathletik-Momente live im Stadion vor gewohnter Zuschauerkulisse.

Österreichische Power am Start
Am vergangenen Mehrkampf-Wochenende in Grosseto (ITA) hat die Hörbranzerin Chiara-Belinda Schuler mit 5.816 Punkten den 24 Jahre alten Vorarlberger Landesrekord von Bianca Dürr aus dem Jahr 1998 (5.616 Punkte) eindrucksvoll in ihren Besitz gebracht. Mit einem fantastischen Siebenkampf und fünf neuen persönlichen Bestleistungen beendete die Vorarlberger Siebenkämpferin ihren ersten internationalen Wettkampf auf World Athletics Combined Events Tour „Gold Level“-Niveau mit dem fünften Platz. Damit bestätigte sie ihre Form aus der Hallensaison und fixierte endgültig ihren Startplatz beim Hypomeeting Götzis. Hinzu kommen die Meldungen des ÖLV von Ivona Dadic und Sarah Lagger. Ursprünglich war auch die Oberösterreicherin Verena Mayr gemeldet, welche ihre Teilnahme jedoch zwischenzeitlich abgesagt hat.

Fortsetzung der Schweizer Rekordjagd in Götzis
Auch aus dem Nachbarland Schweiz wird eine starke Delegation in Götzis vertreten sein. Für das Schweizer Mehrkampfteam sind drei Startplätze im Zehnkampf und zwei im Siebenkampf vorgesehen, welche mit Simon Ehammer, Finley Gaio und Andri Oberholzer sowie Géraldine Ruckstuhl und Annik Kälin besetzt sein werden. Die Bündnerin Kälin nahm am vergangenen Wochenende aus Grosseto nicht nur den Sieg, sondern mit 6.398 Punkten auch einen neuen Schweizer Rekord und die EM Limite für München mit nach Hause.

Im Hinblick auf Götzis erwartet die Fachwelt, dass auch der Schweizer Rekord im Zehnkampf – aktuell von Beat Gähwiler aus dem Jahr 1988 mit 8.244 Punkten gehalten – das Jahr 2022 nicht überstehen wird. Man darf gespannt sein, was für ein Duell sich Simon Ehammer und der Olympiasieger und Hallenweltmeister Damian Warner (CAN) in den ersten beiden Disziplinen ihres Götzis Zehnkampfs liefern werden. Auch im Siebenkampf bei den Schweizer Damen ist viel möglich. Denn eine gesunde Géraldine Ruckstuhl könnte in Götzis durchaus eine Antwort auf Kälin’s Leistung vom vergangenen Wochenende geben und sich den Schweizer Rekord wieder zurückholen.

Deutsches Mehrkampfteam mit Blick auf EM in München
Bei den deutschen Nachbarn dreht sich dieses Jahr in erster Linie alles um die Heim-EM in München im August. Kommendes Wochenende findet das nächste zur World Athletics Combined Events Tour gehörende Meeting in Deutschland statt – dieses Jahr zu einem früheren Zeitpunkt als üblicherweise. Die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Hypomeeting werden deshalb nach diesem Wettkampfwochenende gemeinsam mit dem deutschen Nationaltrainer fixiert.

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Mehrkampfmeeting in Europa vor Heim-WM für US-Damen
Ein starkes Team mit großen Ambitionen wird auch dieses Jahr wieder aus den USA anreisen. Mit Erica Bougard, Kendell Williams und Taliyah Brooks sind die Teilnahmen von drei US-Damen bereits bestätigt. Allesamt haben sie bereits Götzis-Wettkampferfahrung. Am kommenden Wochenende werden sie versuchen, sich an den US-Trials für die Heim-WM in Eugene im Juli zu qualifizieren – bevor sie dann in den Flieger nach Europa steigen.

Neue und bekannte Gesichter aus den Niederlanden
Nach ihren Olympischen Medaillen in Tokio letztes Jahr kehren neben Damian Warner auch die Niederländerinnen Anouk Vetter (Silbermedaille Siebenkampf) und Emma Oosterwegel (Bronzemedaille Siebenkampf) ins Mehrkampf-Mekka Götzis zurück. Damit stehen bereits drei Namen des Tokio-Podiums wieder in Götzis am Start. Bei den niederländischen Herren sind die drei Startplätze für Pieter Braun, Rik Taam und Sven Roosen vorgesehen.

Rookie-Potenzial
Die alljährliche Auszeichnung eines „Rookies“ im Sieben- und Zehnkampf in Götzis wird von einer Fachjury vergeben und geht an einen sowie eine Shooting-Star-AthletIn, der bzw. die im Zuge des Hypomeetings besonders gute Leistungen sowie Leistungssteigerungen an den Tag gelegt hat.
Internationale junge Talente wie Sofie Dokter (NED), Kate O’Connor (IRL), Holly Mills (GBR), Maria Vicente (ESP) oder Saga Vanninen (FIN) bringen mit Sicherheit eine zusätzliche Portion Spannung in die Wertung der sieben Disziplinen. Ebenfalls Rookie-Potenzial weisen der Junioren-Weltmeister František Doubek (CZE), Jente Hauttekeete (BEL), Baptiste Thiery (FRA) oder Sven Roosen (NED) im Zehnkampf auf. Mit Ausnahme von Thiery feiern diese Zehnkampf-Jungstars alle ihr Götzis Debüt beim Hypomeeting 2022.

Preisgeld-Angleichung durch neues World Athletics Regulativ
Beim Hypomeeting Götzis werden im Vergleich zu anderen Individual Meetings der World Athletics Combined Events Tour die höchsten Preisgelder an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausbezahlt. Um die Preisgeld-Vorgaben des neuen World Athletics Regulativs zu erfüllen, wurde das Preisgeld der Damen an jenes der Herren angepasst. Angeknüpft an die Vorreihung des Hypomeetings in die Tour-Kategorie „GL“ erhalten die Top 12-Platzierten Bonuspunkte für die Challenge-Wertung (bisher nur die Top 10), weshalb ab diesem Jahr auch die Top 12 beim Hypomeeting Preisgelder ausbezahlt bekommen werden. Diese Angleichung und Erweiterung der Preisgeldauszahlung spiegelt sich selbstredend als finanzielle Mehrbelastung im Budget wider.

Nach einer Veranstaltung mit stark reduzierten Besucherzahlen im Vorjahr kann das Götzner Hypomeeting seine Türen dieses Jahr wieder für eine unbeschränkte Anzahl an ZuschauerInnen mit Steh- und Sitzplätzen öffnen. Einem unvergesslichen Leichtathletik-Wochenende in gewohnt familiärer Atmosphäre und zahlreichen Bestleistungen steht somit nichts mehr im Wege.



   

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