25.04.2022

Warner peilt Meetingrekord an

Beim diesjährigen Hypomeeting in Götzis wird der kanadische Superstar Damian Warner zum neunten Mal an den Start gehen. Er peilt dabei seinen siebten Sieg an und will bei der Gelegenheit auch den Meetingrekord in seinen Besitz bringen.

Warner brachte bei den Olympischen Spielen in Tokio im vergangenen Jahr ganz nach dem Motto „Raise the base“ das Kunststück fertig, dass er ohne eine einzige Bestleistung in einer Einzeldisziplin zu erreichen, schlussendlich mit 9018 Punkten eine neue persönliche Bestleistung im Zehnkampf aufgestellt hat. Es fehlen somit nur wenige Punkte auf den legendären Mösle- und ehemaligen Weltrekord von Roman Sebrle mit 9026 Punkten.

Dass der sympathische 32-jährige Ausnahmeathlet dazu im Stande ist, hat er heuer schon bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Belgrad bewiesen. Er katapultierte sich mit 6489 Punkten (Hallen-Siebenkampf) hinter Ashton Eaton (USA) an die zweite Stelle der ewigen Bestenliste und errang den Hallen-Weltmeistertitel vor dem Schweizer Shooting-Star Simon Ehammer.

Erfreulich ist auch die Tatsache, dass der ÖLV mit Ivona Dadic, Verena Mayr und Sarah Lagger die heimischen Spitzenathletinnen angekündigt hat. Verena Mayr hat zwar nach einer Verletzung und Erkrankung noch einen Trainingsrückstand, nach dem Trainingslager in Belek (TUR) kann dann aber konkret über ihre Teilnahme in Götzis entschieden werden. Hoffentlich vervollständigt wird das österreichische Teilnehmerfeld im Siebenkampf durch die Hörbranzerin Chiara-Belinda Schuler, die sich nach einer beeindruckenden Hallensaison selbst für das Meeting empfohlen hat. Sie wird am kommenden Wochenende in Italien einen international gut besetzten Siebenkampf bestreiten. Sofern sie ihre Hallenleistungen bestätigen kann, wird sie dann in Götzis versuchen, den von Bianca Dürr gehaltenen Vorarlberger Landesrekord (5616 Punkte beim Hypomeeting 1998) zu übertreffen.

Aktuell verhandeln die Veranstalter mit Zehnkämpfern und Siebenkämpferinnen aus 28 Nationen. Stark vertreten werden wieder die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Estland und den Niederlanden sein. Aber auch aus den USA hat sich ein hochkarätiges Team angekündigt.

Bedingt durch die Tatsache, dass dieses Jahr im Juli die Leichtathletik Weltmeisterschaften in Eugene (USA) und im August die Leichtathletik Europameisterschaften in München (GER) stattfinden, ist die Saisonplanung für viele AthletenInnen eine einmalige Herausforderung. Hinzu kommt, dass der Leichtathletik Weltverband in der neu strukturierten „World Athletics Combined Events Tour“ (ehemals IAAF Combined Events Challenge) einige zusätzliche Veranstaltungen aufgenommen hat. Dadurch ergeben sich für die Zehnkämpfer und Siebenkämpferinnen mehrere Qualifikationsmöglichkeiten für internationale Meisterschaften. Trotzdem sind die Verantwortlichen des Hypomeetings optimistisch, dass sich die Crème de la Crème des Mehrkampfes in Götzis auch dieses Jahr wieder ein Stelldichein gibt.




   

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