25.06.2018

Marathon-Betrüger
muss ins Gefängnis

Zu einem unglaublichen Gerichtsurteil kam es im Zuge des London-Marathons 2018. Denn ein Obdachloser hatte sich den Zieleinlauf bei der größten britischen Laufveranstaltung erschwindelt und muss dafür nun hinter Gitter.
Jubelbilder überführten Läufer.

Der Mann fand am Marathontag einige hundert Meter vor dem Ziel eine Startnummer und lief mit dieser über die Ziellinie. Danach nahm er die Medaille an und ließ sich mit der Startnummer fotografieren. Ein folgenschwerer Fehler. Denn Freunde des Läufers Jake Halliday, der die Startnummer verloren hatte, erkannten auf den Bildern die Nummer.

In der Folge ging der Vorfall vor das Gericht in Uxbridge, das den Obdachlosen Stanislaw Skupian zu einer 16-wöchigen Gefängnisstrafe verurteilte. Allerdings waren für diese Strafe auch weitere kleine Diebstähle verantwortlich.

Der Läufer, der die Startnummer verloren hatte, sammelte beim London-Marathon Spendengelder. Kurz vor dem Ziel zog er aufgrund der starken Hitze das Shirt aus und verlor die Startnummer. Die Verteidigerin des Obdachlosen gab an, das dem Beschuldigten nicht bewusst war, das er etwas Verbotenes getan hatte und unbedingt einmal den London-Marathon laufen wollte.

Zu einem ähnlichen Vorfall kam es übrigens schon 2015 in Afrika. Denn dort wollte sich Julius Njogu mit einem miesen Trick sogar mehrere tausend Euro an Preisgeld ergaunern.