30.11.2019

Müssen 120 Prozent geben

Bernd Ritter

Wenn sich am Samstagabend der KSK Klaus und A.C. Wals gegenüberstehen, haben beide Ringerteams ihr primäres Ziel, das Erreichen der Finalrunde, erreicht. Doch beide wollen natürlich mehr. Wer holt sich 2019 den Titel österreichischer Mannschaftsmeister in der Blaguss-Bundesliga? Im Ländle steht der Hinrundenkampf bevor, ehe eine Woche später die Gladiatoren zum Showdown in eigener Halle einladen. Bernd Ritter, Trainer und Sportlicher Leiter des KSK Klaus, stand vor dem ersten Finale Rede und Antwort.

Wie groß ist die Anspannung und Vorfreude auf den „ewigen Klassiker“?

Ritter: Die Anspannung hält sich noch in Grenzen, die Vorfreude überwiegt.

Wie gezielt verlief die Vorbereitung auf den ersten von zwei Finalkämpfen?

Ritter: Für einige Sportler, welche das ganze Jahr auch international unterwegs waren, kam die Pause vor dem großen Finale zum richtigen Zeitpunkt. In der ersten Woche standen Erholung und lockere Trainingseinheiten auf dem Programm. Leichte Verletzungen wurden auskuriert und die Akkus aufgeladen. In dieser Woche stehen individuelle und kurze Matten-Trainingseinheiten auf dem Programm. Bis Samstag hoffe ich, dass alle Sportler fit sind.

Sind die Zuschauer der elfte Mann?


Ritter: Ja, mit einer tollen Stimmung, in eigener Halle ist es für die Sportler einfacher 120% zu geben.

Muss das gesamte Team über sich hinauswachsen, um Wals in die Knie zu zwingen?

Ritter: Ja das ist sicher notwendig! Wenn wir Wals besiegen möchten, muss alles perfekt laufen. 100% Leistung reicht im Finale gegen Wals nicht aus.

Ist denn realistisch ein Triumph wie 2016 möglich, als Klaus im Heimkampf die Weichen für den Titel stellte?

Ritter: Im Sport ist vieles möglich, wenn der Tag passt. Unser großes Ziel ist es, am Samstag tollen Ringsport zu bieten.

Hat Klaus automatisch die Rolle des Underdogs inne? Ist das ein Vorteil, weil Wals liefern muss?

Ritter: Wals ist klarer Favorit in beiden Finalkämpfen. Wenn alle Walser Ringer fit sind und es keine "Umfaller" gibt, wird es sehr schwer für uns den Titel zu gewinnen. Doch im Heimkampf ist alles möglich. Wir sind bereit!

 

Terminankündigung

 

Ein weiteres sportliches Highlight findet nach dem Finalkampf am Sonntag in Mäder statt. Beim Max Amann-Turnier werden in der Turnhalle der Mittelschule ab 9.30 Uhr rund 280 Ringerinnen und Ringer auch aus der Schweiz und Deutschland erwartet. Aus Österreich nehmen unter anderem SK Vöest Linz, ACV Innsbruck, SV Kelchsau, RSC Inzing, und die Vorarlberger Vereine daran teil.