18.11.2019

Götzis verliert, Hörbranz feiert Kantersieg

„Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Junge und Routinierte haben sich gegenseitig gepusht“, klatscht Obmann Norbert Ratz Beifall. Der AC Magic Fit Hörbranz hat sich nach dem deutlichen 51:8-Kantersieg beim KSV Söding eine ausgezeichnete Ausgangsposition erkämpft. Für beide Mannschaften geht es zum Saisonfinale um Platz fünf und sechs.

Allein 130 technische Punkte erkämpften sich die Vorarlberger in der Steiermark. Die rund 300 Zuschauer sahen nur einen einzigen Sieg ihres KSV-Schützlings im Freistil: Laszlo Egervari gewann im Schwergewicht (130 kg) gegen Stefan Huster. Sonst war es der Abend der Gäste, die 13 Einzelkämpfe für sich entschieden. „Es fällt am Ende der Saison nun auf, dass sich die harte Trainingsarbeit nun bezahlt macht. Vor allem in konditioneller Hinsicht sind wir derzeit unglaublich stark“, macht Ratz deutlich. Jetzt gilt es sich vor dem finalen Ligaabschluss vor heimischem Publikum am kommenden Samstag nochmals optimal vorzubereiten.

Während Hörbranz siegreich hervorging, erlebte der KSV Götzis einen gebrauchten Abend. Mit 16:40 verloren die Vorarlberger den ersten von insgesamt zwei Platzierungskämpfe um den Bronzerang. „Es ist eigentlich alles schief gegangen. Ja, es war ein verpatzter Kampf“, bringt es der Sportliche Leiter, Matthias Kathan, schnell auf den Punkt. „Inzing hat vor allem in den oberen Gewichtsklassen eine sehr kompakte Mannschaft mit guten Ringern. Hier haben wir zu viele Kämpfe verloren“, bilanziert er. Götzis trat ohne ihre Legionäre Mihaly Nagy und Oleksandr Shyshmann in der Fremde an. „Sonst wären wir genau in den Gewichtsklassen stärker gewesen.“ Inzing habe genau in jenen Gewichtsklassen keinen Ringer aufgestellt, wo es für sie sowieso schwierig war zu gewinnen, verweist Kathan auf die Gewichtsklassen 68 Kilo Freistil und 62 Kilo im griechisch-römischen Stil. 24 Mannschaftspunkte aufholen, scheint ein schier unmögliches Unterfangen zu sein. Doch im Ringkampfsport ist alles möglich.

Unterdessen haben die Juniors des KSK Klaus ihre Saison in der Zweiten Bundesliga mit einer Niederlage beendet. Im Platzierungsrückkampf gab es eine 20:22-Niederlage. Das reichte trotzdem am Ende für Platz sieben, weil das Team aus dem Ländle den Hinkampf gegen ASKÖ Leonding mit neun Punkten Differenz gewann. „Mit der Leistung kann ich nicht zufrieden sein. Wir wollten die Saison mit einem Sieg beenden. In der Greco-Runde müssen wir drei Kämpfe gewinnen“, bilanziert Bernd Ritter, Sportlicher Leiter des KSK. Letztendlich ging nur Christian Duelli im leichtesten Limit kampflos als Sieger hervor. „So ist der Sport, es läuft nicht immer alles nach Plan“, sagt Ritter abschließend.