07.11.2019

Rückstand ist kaum aufzuholen

Matthias Kathan (Bildmitte), mit Ringer Abdrakhman Kenesarin und Betreuer Vitaly Markotenko, sieht nur geringe Siegchancen den A.C. Wals zu bezwingen / Foto: KSV Götzis

Mit Spannung werden die Rückkämpfe im Play-Off-Kreuzfinale der beiden Vorarlberger Ringer-Bundesligisten erwartet. Während der KSK Klaus den ersten Auftritt beim RSC Inzing knapp mit 26:30 verlor, ist die Ausgangslage für den KSV Götzis nach der Heimniederlage gegen Rekordmeister A.C. Wals im Salzburger Land überhaupt nicht optimal. Götzis muss einen 26:36-Rückstand wettmachen. Matthias Kathan, Sportlicher Leiter des KSV, stand vor dem Auftritt in Wals Rede und Antwort.

 

Sechs Einzelkämpfe konnten gewonnen werden, aber nur zwei im klassischen Stil. Warum lief die zweite Hälfte bei den Griechisch-Römisch-Spezialisten nicht?

 

Kathan: Im griechisch-römischen Stil haben die Ringer aus Wals einige sehr gute Ringer in ihren Reihen, wie Amer Hrustanovic, Markus Ragginger, Florian Marchl und Benedikt Puffer, die alle langjährige Kadererfahrung haben beziehungsweise noch im Kader sind. Da können wir mit unseren Sportlern, bei denen keiner im Kader ist, kaum mithalten. Hier haben wir klar Nachholbedarf, Sportler wieder in den Kader zu bringen, die dann Zugpferde für die Mannschaft sind.

 

Wie bewerten Sie im Nachgang allgemein den Auftritt Ihrer Jungs?

 

Kathan: Der Auftritt meiner Jungs an diesem Abend war Werbung für den Ringsport. Es waren tolle Begegnungen dabei, jeder hat bis zur letzten Sekunde gekämpft und wir konnten einige knappe Begegnungen aufgrund der Einstellung gewinnen.

 

Welcher Ihrer Ringer hat Sie überrascht?

 

Kathan: Überrascht haben mich mehrere Ringer: Lukas Hörmann, der den Legionär von Wals, Attila Szmik, nach Rückstand noch besiegt hat. Abdrakhman Kenesarin, der den Kaderringer Gabriel Janatsch nach Rückstand noch mit technischer Überlegenheit besiegt hat, wie auch unser Legionär Mihaly Nagy, der als Freistilspezialist im griechisch-römischen Stil Florian Marchl in den letzten zehn Sekunden besiegte. Aber auch Hamsat Asuchanov und Martin Kogler haben eine tolle Leistung gezeigt.

 

Wie werden die Einheiten vor dem entscheidenden Duell in Wals verlaufen?

 

Kathan: So eine Trainingswoche verläuft in der Liga von Kampf zu Kampf ähnlich. Wir arbeiten an den Punkten des vergangenen Kampftags, die den Trainern aufgefallen sind. Des Weiteren schauen wir natürlich, dass die angeschlagenen Ringer für die letzten, wichtige Kämpfe wieder einsatzbereit sind.

 

Hängen die Trauben beim Rückkampf hoch und sind zehn Punkte realistisch aufzuholen?

 

Kathan: Die Trauben hängen hoch und der Rückstand ist gegen die Salzburger kaum aufzuholen. Für mich ist beim Rückkampf wichtig, dass jeder Sportler wieder motiviert und konzentriert in den Kampf geht! Nur so ist es möglich, eventuell noch für eine Überraschung zu sorgen und am Ende der Liga eine zufriedenstellende Platzierung zu erreichen. Die Walser Ringer sind die Favoriten. Es wird sehr schwierig diese Mannschaft zu schlagen.