02.08.2019

Halbeisen, Gevorgizyan beim GP von Deutschland

Es ist der Höhepunkt im Veranstaltungskalender der United World Wrestling: Die Weltmeisterschaften in Nur-Sultan vom 14. bis 22. September werfen schon jetzt ihre Schatten voraus. Welt- und Europameister sowie Olympiasieger werden aber schon am Wochenende in Dortmund erwartet. Hier steht der Große Preis von Deutschland auf dem Programm. Die Besten der Griechisch-Römisch-Spezialisten gehen in der Westfalenhalle auf die Matten. Auch aus dem Ländle werden zwei Athleten mit dabei sein: David Halbeisen (KSK Klaus) und Sargis Gevorgizyan (AC Hörbranz) vertreten den Ringsportverband Vorarlberg.

Insgesamt hat der Österreichische Ringsport-Verband (ÖRSV) sechs Ringer für den Großen Preis nominiert. Christopher Burger, Amer Hrustanovic (beide Wals), Daniel Gastl, Michael Wagner (beide Inzing) machen das halbe Dutzend voll. Betreut werden sie von Kai Nöster, Landestrainer des RSVV und ÖRSV-Nationaltrainer. „Ich erwarte ein überaus stark besetztes Teilnehmerfeld“, sagt Nöster und blickt ebenfalls auf seine beiden Schützlinge des RSVV. David Halbeisen startet im Limit bis 82 Kilo, eine nicht-olympische Gewichtsklasse. „Da es um die Qualifikation für die WM geht, werden mit Sicherheit einige Länder nicht nur mit einem, sondern wohl zwei oder sogar drei Ringern antreten. Dadurch wird das Niveau extrem hoch sein. Das macht diesen Grand Prix zum einen interessant, zum anderen aber wird es für David auch nicht gerade leichter.“ Für den Klauser werden die Trauben zwar sehr hoch hängen, doch stellt er sich der Herausforderung. „David braucht Gegner, die ihn fordern.“ Was Kai Nöster trotzdem im Vorfeld zuversichtlich stimmt, ist die Tatsache, dass sein Schützling fit und vorbereitet ist. „Ich will mein Bestes zeigen und mit den Großen der Welt mithalten“, nimmt Halbeises dieses Turnier auch als Vorbereitung für sein primäres Ziel, die U23-Weltmeisterschaft. Der 23-Jährige kann letztmalig heuer altersbedingt daran teilnehmen.

Sargis Gevorgizyan ist eine neue Hoffnung im RSVV. Der gebürtige Armenier gewann ohne Punktabgabe die österreichische Einzelmeisterschaft. Doch auf internationalem Terrain wird auch er sich mächtig strecken und ins Zeug legen müssen. „Sargis ist wissbegierig, fleißig und kritikfähig“, betont Kai Nöster. Der Hörbranzer geht im leichtesten Limit, bis 55 Kilogramm, auf die Matte. Gerade hier sind die Kubaner, Iraner und Kasachen tonangebend. Gevorgizyan feiert in Dortmund seine Premiere im ÖRSV-Trikot. „Seine Messlatte wird hoch sein“, spornt ihn Nöster aber im gleichen Atemzug an.

Am Samstag startet der Große Preis mit den Qualifikationskämpfen. Die Finalkämpfe sind für Sonntagvormittag angesetzt. Im Anschluss bleibt der ÖRSV-Tross geschlossen in Nordrhein-Westfalen. Nach dem Großen Preis von Deutschland steht in der Sportschule Hennef ein Lehrgang auf dem Programm, an dem zahlreiche Länder bereits mit ihren Welt- und Europameistern ihre Zusage gegeben haben.