27.04.2018

Ringer bei der
EM in Kaspiisk

Vom 30. April bis 06. Mai 2018 finden die Ringer-Europameisterschaften in der "Ringer-Region" schlechthin, direkt am Kaspischen Meer in Kaspiisk statt. Die ringkampfverrückten Fans aus der Region werden die Halle sicherlich in einen wahren Hexenkessel verwandeln.
   
Erstmals wird eine kontinentale Meisterschaft im neuen Wettkampfmodus ausgetragen. Die Ringer müssen nun an zwei Tagen auf die Matte und gewogen wird jeweils am Morgen jedes Wettkampftages. Die Kämpfe starten schon rund 3 Stunden nach dem Abwiegen. Als Übergangsphase werden im ersten Jahr des neuen Modus am zweiten Tag 2 kg Gewichtstoleranz gewährt. Ziel der Umstellung ist es, den starken Gewichtsverlust im Vorfeld eines Wettkampfes etwas einzudämmen.

Das Trainerteam des ÖRSV bei dem EM

Den Start in die Meisterschaften machen die griechisch-römisch Ringer, die von Montag bis Mittwoch um die Medaillen kämpfen werden. Für den Österreichischen Ringsportverband geht eine Mischung aus Neulingen und erfahrenen Athleten an den Start.

HSZ Sportsoldat und Vize-Juniorenweltmeister Daniel Gastl bis 97kg(RSC Inzing), der mit einem 2. Platz beim Weltcup in Dänemark aufhorchen ließ, sowie Vereinskollege und Polizeisportler WM 8. 2016 Michael Wagner bis 82kg (RSC Inzing), der mit einem 2. Platz beim beim Weltcup in Tallin und mit einem Sieg gegen den amtierenden Weltmeister aus Russland im Gebäck, die Reise nach Russland antreten wird. Diese beiden Athleten sind sicher die heißesten Eisen im Gr.-Röm. Stil.

Für die beiden jungen HSZ-Soldaten Raphael Jäger (KSK Klaus) bis 60 kg und Christoph Burger (AC Wals) bis 72 kg gilt es bei dieser Europameisterschaft hauptsächlich Erfahrung zu sammeln.

Bundestrainer Jenö Bodi sieht die Europameisterschaft als erste Bewährungsprobe für die im Oktober stattfindenden Weltmeisterschaften in Budapest, wo die ganze Kernmannschaft an den Start gehen wird.

Nicht dabei ist der 2-fache Olympia 10. Amer Hrustanovic (A.C. Wals), der wegen Lungenproblemen noch ca. 1 Monat verletzungsbedingt ausfallen wird. Ebenso nicht am Start sein wird, der erfahrene EM u. WM Teilnehmer Florian Marchl (A.C. Wals). Er wurde vom Bundestrainer für die Europameisterschaft nominiert, jedoch zog er sich beim Abschlusstraining am Mittwoch eine Verletzung am Knöchel zu und kann somit nicht bei der Meisterschaft starten.

Einen fließenden Übergang zwischen den Stilarten gibt es aufgrund des neuen Modus auch. So starten am Mittwoch, vor den letzten Gr.Röm. - Finals, die Frauen im Freien Stil in den Wettkampf.

Bundestrainer Benedikt Ernst  schickt 2 Athletinnen ins Rennen um Edelmetall.  Nach 4 Jahren ohne große Turniererfahrung kehrt die ehem. Weltmeisterin Oleksandra Koghut (KSV Götzis) bis 50 kg auf die Internationale Ringerbühne zurück. Durch den bereits über 8-jährigen Aufenthalt in Österreich, kann Oleksandra erstmals für Österreich an den Start gehen und ist für eine vordere Platzierung gut.

Das zweite heisse Eisen im Team ist die aktuelle WM 5. Martina Kuenz (RSC Inzing) die in der Gewichtsklasse bis 68 kg an den Start gehen wird. Die Polizeisportlerin kann bei einer optimalen Auslosung und Tagesverfassung in die Medaillenränge vorstoßen, ist Sportdirektor Jörg Helmdach überzeugt.
Zum Abschluss der Meisterschaften gibt es sicherlich das Highlight für die Gastgeber. Von Freitag bis Sonntag gehen die Freistil-Ringer an den Start.
Die Halle ist seit Wochen bis auf den letzten Platz ausverkauft und die Stimmung wird sicher grandios sein. Bundestrainer Lubos Cikel schickt ein Team aus vier Männern ins Rennen.

Nach einem Jahr Auszeit kehren die beiden Ringer vom KSK Klaus Dominc Peter bis 92 kg und Johannes Ludescher bis 125 kg zurück ins Nationalteam. Die beiden Klauser Ringer haben mit Sven Thiele den ehem. Deutschen Bundestrainer einen erfahrenen Coach an ihrer Seite. Die ersten Erfolge dieser Zusammenarbeit sah man schon an den Gewinn von Medaillen beim Weltcupturnier in Tallin.

Die beiden Walser Sportsoldaten Gabriel Janatsch bis 65 kg und Maximilian Ausserleitner bis 70 kg komplettieren das Freistil – Team.
Nicht an den Start gehen kann in Russland der Weltcup 2. von Tallin Amirkhan Visalimov (A.C. Wals), der wegen Abgabe der Russischen Staatsbürgerschaft kein Visum erhalten hat, aber für die Weltmeisterschaft in Budapest gesetzt ist.

Sportdirektor Jörg Helmdach ist sehr positiv gestimmt und war mit der Vorbereitung mehr als zufrieden.Er hofft bei optimalen Verlauf 1-2 Top 5 und 1-2 Top 10 Platzierungen erzielen zu können.

Die Stimmung ist gut und es wurde alles unternommen um die Athleten bestmöglich auf diese Europameisterschaft vorzubereiten.
Als Kampfrichter fungiert Stefan Lins und als Physio wird Christian Halbig im Einsatz sein.


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