03.05.2017

Plank wieder auf Medaillenjagd

Ab Donnerstag geht es bei der 52. Karate-Europameisterschaft im türkischen Kocaeli wieder um Edelmetall. Österreich setzt dabei große Stücke auf die WM-Heldinnen von Linz 2016, Weltmeisterin Alisa Buchinger aus Salzburg und WM-Bronzemedaillengewinnerin aus Vorarlberg Bettina Plank.

Die Hoffnungen sind jedenfalls berechtigt: Denn seit 2011 hat das rot-weiß-rote Karate-Team bei jeder Europameisterschaft (außer im Jahr 2012) zumindest eine Medaille geholt. 2015 in Istanbul waren es sogar zwei Goldmedaillen durch Buchinger und Plank, sowie eine Bronze-Medaille im Frauen-Kumite-Team.

Und das, obwohl die Leistungsdichte nirgendwo größer als bei einer EM ist. „Europa ist die ultimative Karate-Hochburg, da spielt sich alles ab. Sogenannte schwache Gegner gibt es dabei nicht“, erklärten Alisa Buchinger und Bettina Plank beim Medientermin am Dienstag in Wien unisono, ehe die beiden in die Türkei abreisten.

Erschwerend kommt eine neue Regelung hinzu, die seit heuer gültig ist: Bei Punktegleichstand entscheidet nicht mehr das Schiedsrichterteam, sondern der erste Treffer. „Die Kampfzeit beträgt ja nur zwei Minuten. Wenn du einen Punkt hinten bist, liegt man eigentlich schon zwei Punkte zurück. Und das ist in der kurzen Zeit relativ schwierig aufzuholen“, gibt Buchinger zu bedenken.

Ewald Roth, Generalsekretär des österreichischen Karateverbandes, ist aber dennoch optimistisch: „Wir haben ein extrem starkes Team und hoffen, dass es uns wie 2015 wieder gelingt mit Edelmetall heimzukommen.“

Beide Athletinnen kommen optimal vorbereitet zur Europameisterschaft. „Die Betreuung in den Olympiazentren ist optimal. Vom Sportwissenschaftler bis zum Ernährungsexperten werden wir umfassend betreut“, sagt Bettina Plank, die im Olympiazentrum Vorarlberg und im Olympiazentrum Sportland Oberösterreich trainiert. Die Salzburgerin Alisa Buchinger ist im Olympiazentrum Salzburg-Rif daheim.

ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel, outete sich beim Mediengespräch als großer Karate-Fan: „Es ist mehr als schön, dass Karate Aufnahme als olympische Sportart gefunden hat. Wir als Österreichisches Olympisches Comité freuen uns irrsinnig auf den gemeinsamen Weg in Richtung Olympische Spiele in Tokio 2020.“