08.08.2019

Am Jahresende ist Schluss

Radballer Markus Bröll (RC Höchst) tritt mit Jahresende vom Spitzensport zurück. Neue Herausforderungen im Beruf und Familie sind die Hauptgründe. Letzte wichtige Turniere sind die Weltmeisterschaften und das Weltcup-Finale

Markus Bröll, 5-facher Weltmeister, mehrfacher Weltcupsieger und einer der erfolgreichsten Radballer Österreichs beendet mit Jahresende 2019 seine aktive Laufbahn. Nach reiflicher Überlegung will er sich in Zukunft mehr den großen beruflichen und familiären Herausforderungen des Alltags widmen. Die diesjährige Saison wird Bröll aber mit seinem Partner Patrick Schnetzer zu Ende spielen. Letzte große Ziele sind die österreichische Meisterschaft, die Teilnahme an den Hallenradsport-Weltmeisterschaften (6.-8.12.2019 in Basel/Schweiz) und das Erreichen des UCI Weltcup Finales (Möhlin/Schweiz, 18.1.2020). Gemeinsam mit Patrick Schnetzer hat Markus Bröll vor allem beim RC Mazda Hagspiel Höchst die größten Erfolge gefeiert.

Seine Karriere begann Markus Bröll in den 90er Jahren beim RV Dornbirn. Dort war er bereits in den Schüler- und Jugendklassen sehr erfolgreich. Der erste Höhepunkt seiner Karriere war der Titelgewinn bei den Junioren-Europameisterschaften 2004 in Lustenau zusammen mit Mathias Burtscher. Unglücklicherweise verletzte sich Burtscher bei einem Arbeitsunfall schwer an der Hand und in der Folge trennten sich die Wege der beiden Sportler. Bröll ging von da an mit Martin Lingg in der Eliteklasse an den Start. 2007 gewannen sie erstmals den Meistertitel und waren somit für die WM in Winterthur startberechtigt. Mit einer Silbermedaille wurde ihr großer Einsatz belohnt.

Die Wege von Markus Bröll und  Martin Lingg trennten sich 2009 und Markus ging von da an mit seinem Bruder Thommy sowohl in der Elite wie auch im Jahr davor bereits bei der U23-Europameisterschaft auf Torjagd. In den Jahren 2008 und 2009 gewannen sie die U23-EM. 2010 wechselten sie zum RC Mazda Hagspiel Höchst. Einer der Höhepunkte war dabei der historische 3-fach Triumph der Höchster Radballer beim Weltcup Finale 2012 in Sangerhausen: Bröll/Bröll erreichten den 3. Platz. 2013 beendete Bruder Thommy Bröll seine Karriere. Von da an begann die erfolgsreiche Partnerschaft mit Patrick Schnetzer. Patrick war damals nach dem Rücktritt von Dietmar Schneider ebenfalls auf Partnersuche. Auf Anhieb schafften die beiden 2013 die WM-Qualifikation und sogar den Titelgewinn bei der ersten gemeinsamen Weltmeisterschaft. In den folgenden Jahren kam ein Erfolg nach dem anderen. Nach sieben gemeinsamen Jahren sprechen 5 Weltmeistertitel, 4 Gesamtweltcupsiege, 6 Europameistertitel und 18 Siege bei Weltcup-Turnieren eine deutliche Sprache.