02.06.2018

Gold und zwei Mal Silber

Die erste gemeinsame Europameisterschaft Radball/Kunstrad in Wiesbaden/Deutschland war sportlich ein schöner Erfolg für das österreichische Team. Die Radballer gewannen zum 5. Mal hintereinander der Europameistertitel. Überraschend vor den Schweizern, die im Halbfinale die Weltmeister aus Deutschland eliminierten. Dritte wurden die deutschen Weltmeister. Im Kunstrad gewann Adriana Mathis die Silberne bei den „1er“-Frauen, Silber gab es auch für den Vierer open aus Höchst mit Julia Wetzel/Leonie Huber/Lukas Schneider/Lea Schneider. Christopher Schobel war am Freitag der einzige Kunstrad-Starter für Österreich, er konnte seinen eingereichten Platz um eine Position verbessern.

Tagesablauf Radball am 2. EM-Tag

Frankreich war kein Stolperstein - 7:3 Sieg, somit weiter Tabellenführung
Das Spiel war eine klare Sache für Schnetzer/Bröll. Die 3:0 Pausenführung konnten sie in der 2. Halbzeit mit drei Gegentreffern nicht ganz so klar abschließen. Es genügte aber allemal für die weitere Gesamtführung in der Vorrunde. Somit musste das letzte Spiel gegen Deutschland über die Halbfinalpaarungen entscheiden.

Sieg gegen die Weltmeister in der Vorrunde mit 5 : 3
Die Weltmeister aus Deutschland gewannen zuerst gegen die Schweiz mit 8:4 und wahrten somit den 2. Zwischenrang. So musste das letzte Spiel die Entscheidung über den Vorrundensieg bringen. Schnetzer/Bröll begannen souverän und lagen zur Pause mit 4:1 in Front. Herrliche Eckballtore und rassige Spielzüge reichten zur überlegenen Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte haben die Höchster etwas zurückgeschaltet, der Sieg mit 5:3 war allerdings nie in Gefahr. Somit standen auch die Halbfinalpaarungen fest: AUT gegen CZE und GER gegen SUI.

Sieg im Halbfinale gegen Tschechien 7:2 - das war der Finaleinzug
Nach dem 11:1 in der Vorrunde gewannen sie die zweite Partie gegen unsere nordöstlichen Nachbarn aus Tschechien neuerlich, diesmal mit 7:2. Somit war der Einzug ins Finale fixiert. Patrick Schnetzer und Markus Bröll standen somit zum 5. Mal in Folge in einem Europameisterschafts-Finale.

Schweiz liefert die Radball-Sensation – sie schlagen die Weltmeister im Halbfinale mit 4:1
Mit konsequenter Deckungsarbeit gegen die Weltmeister haben die Schweizer die Sensation dieser EM geliefert. Sie gewann überraschend klar mit 4:1 gegen die regierenden Weltmeister. Severin Waibel war im Tor schier unbezwingbar. Die Deutschen vergaben aber auch einige tolle Chancen wie Strafstöße und Eckbälle.




Spiel um Platz drei geht an Deutschland
Anfänglich spielten die Tschechen groß auf und es stand zur Halbzeit auch 3:2. Dann drehten die deutschen Weltmeister auf und das Spiel um. Sie gewannen das Spiel um Platz drei mit 7:3 und somit die Bronzemedaille.

Finalspiel
Die erste Halbzeit war völlig ausgeglichen (0:0), die Schweizer haben vom Halbfinalsieg gegen Deutschland den Schwung mitgenommen und konnten den Österreichern Paroli bieten. Die zweiten 7 Minuten gehörten aber dann den „alten und neuen“ Europameistern Patrick Schnetzer und Markus Bröll. Keine Mannschaft schoss so viele Tore, keine Mannschaft bekam so wenig Tore wie die Beiden vom ÖAMTC RC Mazda Hagspiel Höchst.

Ergebnisse Radball – 2. Tag    
AUT – FRA    7 : 3
GER – SUI    8 : 4
CZE –FRA    3 : 2
SUI – BEL    4 : 2
GER – AUT    3 : 5

Halbfinalspiele:
AUT – CZE    7 : 2
GER – SUI    1 : 4

Spiel um Platz 3
GER – CZE    7 : 3

Finale
AUT – SUI    5 : 2

Hallenradsport Europameisterschaft 2018 Wiesbaden - Radball Endstand
1.    AUT    Patrick Schnetzer/Markus Bröll        
2.    SUI    Severin Waibel/Benjamin Waibel    
3.    GER    Bernd Mlady/Gerhard Mlady        
4.    CZE    Jiri Hrdlicka/Pavel Loskot            
5.    FRA     Quentin Seyfried/Mathias Seyfried        
6.    BEL    Niels Dirikx/Brecht Damen            

Die erste Kunstrad-Medaille an dieser EM für den österreichischen „Vierer open“
„An Tagen wie diesen …“ tönte es aus den Lautsprechern und für die Österreicher kam „Partystimmung“ auf. Die „4er open“-Truppe aus Höchst mit Julia Wetzel/Leonie Huber/Lukas Schneider/Lea Schneider haben mit einer blitzsauberen Kür den Sprung auf das Podest geschafft und verdient Silber gewonnen. Sie haben damit die beste Leistung in diesem Jahr erreicht. Die hohen Favoriten aus der Schweiz verpatzten die Kür total und wurden nur Vierte! Gewonnen haben die Deutschen.
Für das Quartett aus dem Rheindelta war es erst der dritte große Wettkampf in Ihrer Laufbahn, umso schöner dieser Erfolg.

Kunstrad „4er open“- Ergebnis
1.    Katharina Gülich/Ramona Ressel/Julia Dörner/Annamria Milo/GER    197,45 Pkt.
2.    Julia Wetzel/Leonie Huber/Lukas Schneider/Lea Schneider/AUT        175,98 Pkt.
3.    Dora Szabo/Henriett Domin/Panna Mihalics/Eszter Kulich/SVK        157,01 Pkt.
4.    Vanessa Hotz/Stefanie Moos/Anje Schelbert/ Elena Fischer/SUI        141,70 Pkt.

Kunstrad „1er“ Frauen - Silber für Adriana Mathis
Adriana Mathis ist wieder einmal ein sicherer Medaillen-„Lieferant“: mit einen sehr gut gefahrenen Kür errang sie verdient die Silbermedaille. Die hohe Favoritin Iris Schwarzhaupt wurde nur Vierte, gewonnen hat Ihre deutsche Kollegin Viola Brand. Nach der Bronzenen bei der WM in Dornbirn ein neuerlicher Leistungsbeweis. Denise Boller wurde Sechste!

Ergebnis Kunstrad „1er“ Frauen
1.    Viola Brand/GER    186,58 Pkt.                      
2.    Adriana Mathis/AUT    170,03 Pkt.
3.    Nathalie Walter/SUI    155,39 Pkt.            
4.    Iris Schwarzhaupt/GER    154,08 Pkt.    
5.    Seraina Waibel/SUI     151,41 Pkt.
6.    Denise Boller/AUT    151,07 Pkt.
7.    Giuliana Zübner/ITA    139,18 Pkt.
8.    Valentine Rieb/FRA    111,61 Pkt.
9.    Adela Pribylova/CZE    108,28 Pkt.
10.    Tamaris Franke-Fontinha/POR    98,08 Pkt.
11.    Jeanette Lyonett/FRA      97,68 Pkt.
12.    Zsófla Hugyecz/HUN    84,04 Pkt.
13.    Jennifer Schrooten/NED    82,80 Pkt.             
14.    Julianna Sugta/HUN    67,07 Pkt.
15.    Natalia Zibrita/SVK     62,87 Pkt.
16.    Dora Rakocza/SVK    56,81 Pkt.
17.    Brenda Schrooten/NED    52,72 Pkt.