05.06.2016

ÖVV-Team schlägt auch Weissrussland

Die beeindruckende Siegesserie von Österreichs Volleyball-Herren geht weiter. Das Team von ÖVV-Headcoach Michael Warm gewann auch sein zweites Spiel im Rahmen des CEV Volleyball European League-Heimturniers, feierte in der Amstettner Johann-Pölz-Halle in 119 Minuten einen 3:1 (25:23, 25:17, 22:25, 25:23)-Erfolg über Weißrussland, EM-Teilnehmer 2015. Es war bereits Österreichs neunter Sieg in Serie! Rotweißrot kam damit nicht nur dem Ziel Final-4 einen Schritt näher, sondern spielt zudem am Sonntag gegen Estland (18 Uhr in Enns) um den Turniersieg! Wie die Gastgeber halten auch die Balten bei sechs Punkten aus zwei Spielen. 

Die Österreicher gerieten gegen die Gäste zunächst deutlich in Rückstand, konnten aber Satz eins dank einer guten Verteidigungsleistung noch drehen. Das war ein Knackpunkt im Spiel. Denn in Durchgang zwei gab das ÖVV-Team den Ton an und ließ sich auch durch den Verlust des dritten Satzes nicht mehr aus dem Konzept bringen. 

ÖVV-Headcoach Michael Warm: "Heute kann man wirklich stolz sein. Es war eine hochklassige Volleyball-Partie, in der wir unser Spiel durchgezogen haben. Die Weißrussen sind körperlich sehr dominant, aber wir haben dagegen gehalten. Es ist heute etwas Besonders gewesen, es war ein guter Gegner und ein tolles Spiel. Estland wird noch stärker als Weißrussland sein. Wir werden da rein gehen, voll kämpfen und sie ärgern - bis zum Sieg vielleicht." 

ÖVV-Spieler Peter Wohlfahrtstätter: "Vor zwei Jahren haben wir solche Spiele gegen solche Gegner verloren und jetzt schlagen wir sie. Weißrussland hat eine super Mannschaft, wir haben uns nicht versteckt und im Endeffekt hat der Bessere gewonnen. Wir haben spekakuläre Punkte gemacht, solche Zähler pushen die Mannschaft." 

ÖVV-Spieler Alexander Berger: "Wir waren im Service und in der Annahme in den ersten beiden Sätzen gut. Im dritten haben wir Fehler gemacht, auch ich. Gottseidank haben wir die Nerven behalten und im 4. Satz wieder Gas gegeben." 

ÖVV-Präsident Peter Kleinmann: "Ich kann mich nicht erinnen, dass Österreich im Volleyball jemals neun Länderspiele in Serie gewonnen hat. Nun hat man heute einen Teilnehmer der letzten EM geschlagen. Ich bin sehr erstaunt... und sicher, dass wir auch Estland schlagen können, obwohl sie stark sind. In der Europa League geht es um den Aufstieg in die Weltliga, in der 20 Millionen Dollar Preisgeld ausgespielt werden. Wenn wir so spielen und so kämpfen wie heute und auch diese Einstellung haben, dann können wir auch die Esten schlagen!" 

Weißrusslands Andrei Radziuk: "Es war ein sehr gutes Spiel, in dem wir allerdings zu viele Eigenfehler begingen. Wir gratulieren den Österreichern zum Erfolg. Am Sonntag wollen wir im Duell mit Luxemburg den ersten Sieg einfahren." 


Estland zu stark für Luxemburg 

Auch Estland fuhr in seinem zweiten Spiel einen souveränen Sieg ein. Die Balten gewannen gegen Debütant Luxemburg in 75 Minuten 3:0 (25:16, 25:14, 25:21). Am Freitag hatten sie sich bereits gegen Weißrussland durchgesetzt. 

Im Lager der Esten zeigte man sich nach dem Kantersieg sehr zufrieden. Topscorer Renee Teppan: "Wir wollten heute klar gewinnen und sind sehr froh, dass uns dies auch gelungen ist. Wir konnten viel durchwechseln und alle Spieler zum Einsatz bringen." 

"Die Esten waren zwei Klassen stärker als wir, aber für uns sind solche Spiele natürlich sehr wichtig. Wir können aus Partien gegen so starke Gegner viel lernen. Wir werden am Sonntag gegen Weißrussland noch einmal alles geben, haben nichts zu verlieren", erklärte Luxemburgs Chris Zuidberg.