09.01.2019

ÖVV-Damen verpassen trotz 3:2 EM-Ticket



Österreichs Volleyball-Damen konnten ihre Chance, sich erstmals über eine Qualifikation das EM-Ticket zu sichern, nicht nutzen. Das junge Team von Trainerin Svetlana Ilic gewann zwar das entscheidende Duell mit der Schweiz auswärts in Schönenwerd 3:2 (23:25, 22:25, 25:20, 25:21, 17:15), verpasste aber dennoch Rang zwei im Pool B. Für einen Platz im Starterfeld der Ende August beginnenden Europameisterschaft hätten die Österreicherinnen zumindest in vier Sätzen gewinnen müssen. Kroatien und die Schweiz lösten somit in der Österreich-Gruppe das EM-Ticket.

Nur ganz zu Beginn lief es aus rotweißroter Sicht nach Wunsch. Kapitänin Srna Markovic und Co. führten 4:0 und 6:2. Danach übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando. Immer seltener konnten die Top-Angreiferinnen Markovic und Katharina Holzer erfolgreich abschließen, oft waren ihre Bälle Beute des Schweizer Blocks. Die Gastgeberinnen gingen mit 12:11 erstmals in Führung und setzten sich ab (15:11). Damit war allerdings noch keine Vorentscheidung gefallen. Bei 21:22 hatte Nikolina Maros nämlich die Chance auf den Ausgleich, ihr Angriff landete jedoch im Out. Die Österreicherinnen konnten zwei Satzbälle abwehren, ein Servicefehler von Sabrina Müller besiegelte aber den Satzverlust.

Davon sollte sich das ÖVV-Team nicht mehr richtig erholen. Laura Künzler und Co. waren im zweiten Durchgang lange klar überlegen, auch wenn der spektakulärste Punkt zum 13:21 an die Österreicherinnen ging. Die Schweizer Damen wackelten allerdings noch einmal ganz gehörig und hätten die Führung beinahe auch aus der Hand gegeben. Österreich kam nämlich auf einen Punkt heran (22:23). Nach 54 Minuten hatten die Schweizerinnen dank eines 25:22-Satzgewinns ihr EM-Ticket aber in der Tasche. Auch sie konnten sich bis zu diesem Tag noch nie über die Qualifikation für eine Endrunde qualifiziert.

Danach war zunächst etwas die Luft draußen. Das nun lockerer auftretende ÖVV-Team übernahm das Kommando und verkürzte (25:20). Die für Müller eingewechselte erst 17-jährige Mittelblockerin Noemi Oiwoh konnte sich mehrmals sehr gut in Szene setzen. In einem lange ausgeglichenen vierten Durchgang (20:20) brachten zwei Asse von Nina Nesimovic die Vorentscheidung (23:20). Nach 98 Minuten verwertete Markovic zum 25:21 und 2:2. Somit musste das Tie-Break die Entscheidung bringen. In diesem waren die Österreicherinnen lange eine Klasse für sich, erspielten sich sechs Matchbälle, die aber alle vergeben wurden. Erst der siebente, nach dem die Schweizerinnen sogar die Chance hatten, den Sack zuzumachen, brachte die Entscheidung. Mit einem Blockpunkt fixierte Oiwoh den Auswärtserfolg, der aber letztendlich für eine erfolgreiche Qualifikation zu wenig war.

Auch wenn die ÖVV-Damen nicht zur EM fahren, wartet auf sie 2019 noch ein echtes Highlight. Durch ihren Finaleinzug in der vergangenen CEV European Silver League-Saison spielen sie in diesem Jahr in der Golden League!

CEV Volleyball European Championship-Qualifiers

09.01.: Schweiz vs. Österreich 2:3 (25:23, 25:22, 20:25, 21:25, 15:17)


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