06.05.2018

Als Zweite in die Finalrunde

Gams, 5. Mai 2018 – Der «moving day» beim VP Bank Ladies Open hat das Teilnehmerinnenfeld am Samstag durcheinandergewirbelt. Die Überfliegerin des ersten Tages, die Französin Ariane Provot, büsste an Boden ein und musste die Belgierin Chloe Leurquin an sich vorbeiziehen lassen. Provot liegt vor der Schlussrunde gemeinsam mit drei weiteren Spielerinnen drei Schläge hinter der Leaderin zurück. Freudige Überraschung aus regionaler Sicht: Die Vorarlberger Amateurin Julia Unterweger spielte erneut unter Par und liegt auf Rang 2. Von den 18 Schweizerinnen im Feld der 132 Golferinnen dieses mit 40’000 Euro dotierten LETAS-Events schaffte einzig die Amateurin Vanessa Knecht den Cut.
«Ich habe sehr konstant gespielt und meine Birdie-Chancen genutzt», sagte die Belgierin Chloe Leurquin nach Abschluss der zweiten Runde des diesjährigen VP Bank Ladies Open im GC Gams-Werdenberg. Bei deutlich windigeren Verhältnissen als am Vortag absolvierte sie auch die zweite Runde unter Par. «In zwei Tagen habe ich nur ein einziges Bogey kassiert; heute auf der 8, da landete der Ball im Rough und ich musste rauschipen.» Mit dieser soliden Leistung spielte sich die 27-Jährige an die Spitze des Feldes und geht mit drei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde vom Sonntag.
Zu den nächsten Verfolgerinnen zählt unter anderem die Überfliegerin des ersten Tages, die Französin Ariane Provot, die für die zweite Runde allerdings 13 Schläge mehr benötigte als am Freitag. Sie liegt schlaggleich mit der Spanierin Carmen Alonso – «ich liebe den Platz, er ist in perfektem Zustand und ich will am Sonntag einfach wieder Spass haben da draussen, das ist das Wichtigste» – sowie der Schwedin Lynn Carlson und der besten Amateurin im Feld, der Vorarlbergerin Julia Unterweger, auf Platz zwei. Die ÖGV-Nationalspielerin, die in Gams zum fünften Mal am Start ist, freute sich über eine erneute Unter-Par-Runde und blickt dem Sonntag entspannt entgegen. «Ich habe zwei Tage gutes Golf gespielt, das möchte ich am Finaltag wiederholen. Zwar war ich bei einem Profiturnier noch nie so weit vorne klassiert, nervös macht mich das aber nicht. Es ist eine neue Situation, eine erfreuliche. Und eine gute Erfahrung», sagt die bestklassierte deutschsprachige Spielerin im Feld.
Neben Unterweger konnten sich auch LET-Spielerin Christine Wolf sowie die ÖGV-Nationalspielerin Katharina Mühlbauer für die Schlussrunde der Top-45 qualifizieren. Von den drei gestarteten Deutschen Proetten überstand einzig Laura Fünfstück – aktuell auf Platz 6 – den Cut.
Ernüchternd und enttäuschend verlief die zweite Runde des VP Bank Ladies Open 2018 dagegen für die gastgebenden Schweizerinnen. Einzig die Zürcher Amateurin Vanessa Knecht – sie rettete sich mit einer 74 am Samstagnachmittag noch knapp über die ominöse Linie – und ist am Sonntag noch dabei. Sie wird alleridngs früh raus müssen. So, wie auch ihre Landsfrau Valeria Martinoli, die allerdings den Cut um einen Schlag verpasste, am Sonntagmorgen aber in einem 9-Loch-Sponsor-ProAm zwar nicht um Order-of-Merit-Punkte, aber immerhin um Preisgeld kämpfen darf.
Nicht nur für Martinoli, auch für die anderen Schweizerinnen verlief die zweite Runde enttäuschend. Besonders hart traf es die am Samstag auf Tee 10 mit intakten Chancen auf den Cut gestartete Turnierbotschafterin Melanie Mätzler. Auf Loch 1, der für Mätzler zehnten Spielbahn am Samstag, wurde der Ostschweizerin das hohe Rough neben dem Grün zum Verhängnis. Sie musste sich eine 11 (7 Schläge über Par) notieren lassen; das Heimturnier war zu diesem Zeitpunkt für die 30-Jährige bereits gelaufen.
Nicht viel besser lief es für die finnische Titelverteidigerin Linda Henriksson, die mit Mätzler im Flight spielte. Sie hatte am Samstag 15 Schläger im Bag, kassierte dementsprechend Strafschläge und fiel auf Rang 119 zurück.

VP Bank Ladies Open 2018, LETAS, 40’000 Euro, Gams-Werdenberg, Par 72. Stand nach der 2. Runde:  1. Chloe Leurquin (BEL) 134 (66/68); 2. Julia Unterweger (AUT/Am) 137 (67/70), Ariane Provot (FRA) 137 Schläge (62/75), Carmen Alonso (ESP) 137 (63/74), Lynn Carlsson (SWE) 137 (68/69); 6. Elina Nummenpaa (FIN) 138 (69/69), Elia Folch (ESP) 138 (68/70), Noemi Jimenez (ESP) 138 (69/69), Mireia Prat (ESP) 138 (65/73), Cloe Frankish (ENG) 138 (67/71), Sarah Nilsson (SWE) 138 (67/71), Johanna Gustavsson 138 (69/69), Emie Peroninn (FRA) 138 (69/69), Laura Fünfstück (GER) 138 (68/70). Ferner: 25. Christine Wolf (AUT) 141 (68/73); 31. Katharina Mühlbauer (AUT/Am) 142 (68/74); 45. Vanessa Knecht (SWI/Am) 144 (70/74). Cut (144) verpasst: 56. Valeria Martinoli (SWI) 145 (75/70), Elena Moosmann (SWI/Am) 145 (72/73), Chiara Tamburlini (SWI/Am) 146 (73/73); 69. Caroline Rominger 147 (SWI) (75/72), Nadine Dreher (AUT) 147 (73/74); 74. Anastasia Mickan (GER) 148 (75/73), Luisa Dittrich (GER) 148 (78/70);  88. Lily Hürlimann (SWI/Am) 150 (75/75), Janika Rüttimann (AUT/Am) 150 (76/74); 98. Victoria Monod (SWI/Am) 151 (74/77), Natalie Armbruster (SWI/Am) 151 (74/77); 104. Eva-Maria Möhwald (SWI) 152 (74/78); 109. Melanie Mätzler (SWI) 153 (73/80), Clara Pietri (SWI) 153 (75/78); 117. Gianna Gilardi (SWI/Am) 154 (72/82); 119. Linda Henriksson (FIN/Titelverteidigerin) 155 (75/80), Nina Mühl (AUT) 155 (82/73), Anouk Casty (SWI/Am) 155 (78/77), Yael Berger (SWI/Am) 155 (76/79) ; 125. Rachel Rossel (SWI) 159 (77/82), Carolina Gonzalez Garcia (ESP/Siegerin 2016) 159  (80/79); 128. Monja Mätzler (SWI/Am) 160 (77/83), Anaïs Maggetti (SWI) 160 (80/80); 130. Eva Baraschi (SWI) 161 (78/83).