15.04.2018

He starker Dritter

Mario He

Der Vorarlberger Mario He hat sich bei den zur stärksten Pool Billard Turnierserie der Welt, die Dynamic Billard Eurotour, zählenden und mit insgesamt 36.000 Euro dotierten St. Johann Open erst im Semifinale geschlagen geben müssen.

He, im Vorjahr im Pongau mit einem fulminanten 9-2 Finalsieg gegen den 9er Ball Europameister Francisco Sanchez Ruiz aus Spanien mit seinem ersten vollen Triumph auf der Eurotour, startete auch in diesem Jahr stark und fertigte zunächst den Deutschen Michael Cromen und im Anschluss den Bosnier Sanjin Pehlivanovic klar mit 9-2 ab. Deutlich enger gestaltete sich dann das Duell um den direkten Aufstieg in die KO Phase gegen den routinierten Tschechen Roman Hybler. He nutzte seine Chancen gegen Ende des Matches aber konsequent und verließ als 9-7 Sieger den Tisch.

Den Achtelfinaleinzug fixierte der Vorarlberger schließlich mit einem 9-6 Erfolg gegen den Polen Radoslav Babica und nahm dort dann mit einem knappen 9-7 Sieg erfolgreich Revanche am Polen Wojciech Szwecyk, der den bullige Rankweiler zuletzt im Finale der Bukarest Open Ende März knapp geschlagen hatte.
 Im Viertelfinale traf He erneut auf Hybler – der Tscheche hatte sich über die Hoffnungsrunde in die KO Phase gespielt. Auch in diesem Match zeigte der in der Szene aufgrund seiner asiatischen Wurzeln und seiner spektakulären Spielweise als „Chinese Shooter“ bezeichnete 24-Jährige seine ganz Klasse und siegte mit 9-6.
 Das Semifinalmatch gegen den Esten Denis Grabe war dann jedoch von einem deutlich fehlerhafteren Spiel des Vorarlbergers geprägt. Die Folge war eine in dieser Höhe unerwartete 4-9 Niederlage.

„Mit meiner Gesamtleistung kann ich hier natürlich zufrieden sein aber gerade im letzten Match war ich sicher nicht auf dem Level, auf dem ich gerne gewesen wäre“ erklärte He, für den nun nach St. Johann weitere Titelverteidigungen anstehen. „Mit meiner Mannschaft in der Deutschen Bundesliga, dem BSV Dachau, kann ich Ende April den Meistertitel erneut holen und kurz darauf Mitte Mai in Shanghai verteidigen Albin Ouschan und ich unser World Cup of Pool Titel aus dem Vorjahr“.

Lechner Neunter Im Gegensatz zu He musste der Tiroler Maximilian Lechner nach einer 4-9 Auftaktniederlage gegen den Deutschen Stefan Gruber den langen Weg über die Hoffnungsrunde antreten um weiter im Turnier zu bleiben.

Der Innsbrucker tat dies mit konstant ansteigender Form und zeigte seine besten Leistungen im Match um den Einzug in die KO Phase mit einem deutlichen 9-4 Erfolg über den regierenden 8er Ball Europameister Jani Uski aus Finnland sowie in der darauf folgenden Partie gegen den bärenstarken Polen Mateusz Sniegocki, den Lechner nach 1-4 Rückstand noch mit 9-6 in die Schranken wies.


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