13.01.2022

Comeback des Sieger-Doppels

Der Rennrodel-Weltcup biegt auf die Zielgerade, die ersten Entscheidungen stehen an - oder besser gesagt - sind bereits gefallen. Denn das Finale des Sprint-Weltcups, das im Vorfeld zu einem Test-Event umfunktioniert wurde, kann entgegen ursprünglichen Plänen aufgrund rechtlicher Gründe nun doch nicht als Weltcuprennen ausgetragen werden. Das gab der Weltverband (FIL) am Mittwoch bekannt. Damit kommt nach den Sprint-Weltcups von Sotschi, Igls und Sigulda, die auch in den Gesamtweltcup miteinfließen, vorzeitig der Strich drunter.

Bei den Herren sicherte sich Wolfgang Kindl zum zweiten Mal nach der Saison 2017/18 den Gesamtsieg im Sprint-Weltcup. Der ÖRV-Routinier distanzierte den Südtiroler Dominik Fischnaller um 14 Zähler, Roman Repilov (RUS) landete mit 49 Punkten Rückstand auf Rang drei. Nico Gleirscher und Jonas Müller beendeten den Sprint-Weltcup 2021/22 ex-aequo auf Platz neun. Bei den Damen musste sich Madeleine Egle, die wie Kindl den Sprint-Weltcup beim Heimrennen in Igls für sich entscheiden konnte, im Overall-Rankinglediglich der Deutschen Julia Taubitz beugen. Hannah Prock beendete den Sprint-Weltcup als zweibeste Österreicherin auf Rang sechs, Lisa Schulte schloss die Saison im Sprint auf Rang neun ab. Bei den Doppelsitzern erwiesen sich in dieser Saison die Brüder Andris und Juris Sics (LAT) als sprintstärkstes Duo, die ÖRV-Schlitten brachten keine drei Ergebnisse zu Stande und hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Als bestes heimisches Duo platzierten sich Yannick Müller und Armin Frauscher auf Rang elf.

Beim Sprint-Testevent, der am Freitag im Anschluss an den Nationencup gerodelt wird, erfolgt der Start mittels Gate. Die Reaktionszeit wird gemessen und zur Sprintzeit addiert, der Athlet mit der kürzesten Gesamtzeit gewinnt. Sämtliche Weltcup-Starter sind teilnahmeberechtigt, Österreich Mannschaft nimmt den Testevent geschlossen wahr.

Am Wochenende folgen dann die Entscheidungen in den olympischen Disziplinen. Die Herren und Doppelsitzer rodeln am Samstag, am Sonntag stehen der Bewerb der Damen und eine Team-Staffel auf dem Programm.

Thomas Steu und Lorenz Koller, die nach der Fußverletzung des Vorarlbergers aus Sicherheitsgründen nicht nach Sigulda gereist waren, feiern in Oberhof ihr Renn-Comeback. Im Vorjahr gewann das Duo den Weltcup in der Thüringer Eisarena und stellte dabei einen neuen Bahnrekord auf.

Nach den Entscheidungen in Oberhof wird das komplette ÖRV-Olympiaaufgebot für Peking bekanntgegeben.

Rene Friedl: „Die ursprünglichen und adaptieren Pläne und Abläufe rund um das neue Sprint-Format, das nun eine reine Test-Version ist, hat schon für etwas Verwirrung und auch Verwunderung gesorgt. Man muss abwarten, wie sich die Dinge entwickeln, aber persönlich kann ich den Veränderungen wenig abgewinnen. Den Sprint entschied bisher der rodlerische Aspekt, das Fahrverhalten und Beschleunigen in der Bahn waren ausschlaggebend und nicht zwingend der Start, der bisher fliegend erfolgte. Das ändert sich jetzt durch den Torstart und der Messung der Reaktionszeit. Wir haben unsere Bedenken geäußert, konzentrieren uns jetzt voll auf das Training und wollen uns am Wochenende natürlich wieder bestmöglich verkaufen. Egal in welcher Disziplin und in welchem Bewerb.“

Wolfgang Kindl: „Klar freue ich mich über diesen Erfolg, mir taugt der Sprint so wie er ist, weil es da ums Rodeln und weniger um den Start geht. Das adaptierte Format wird wieder den Startern mehr in die Karten spielen, das führt für mich an der Grundidee des Sprints vorbei. Aber man muss es ohnehin nehmen, wie es kommt, ich bin gespannt was uns erwartet.“

Lorenz Koller: „Wir haben die Zeit daheim optimal nützen können, sehr gut in Igls trainiert und auch im physischen Bereich gut gearbeitet. An Oberhof haben wir super Erinnerungen, wir rodeln gerne hier, freuen uns sehr auf das Rennen. Da wir am Freitag nicht wie üblich ein Gesetzten-Training haben, ist der Test-Event der letzte Lauf vor dem Ernstfall, von dem her nehmen wir die Sache schon ernst.“

8. Eberspächer Rennrodel-Weltcup/Oberhof/GER/Zeitplan:

Freitag, 14. Jänner 2022:
09.00 Uhr           Nationencup
13.00 Uhr            Sprint-Testevent

Samstag, 15. Jänner 2022:
09.30 Uhr            Herren/1. Lauf
11.05 Uhr            Herren/2. Lauf
12.45 Uhr            Doppelsitzer/1. Lauf
14.05 Uhr            Doppelsitzer/2. Lauf
 
Sonntag, 16. Jänner 2022:
10.30 Uhr            Damen/1. Lauf
11.55 Uhr            Damen/2. Lauf
12.50 Uhr            Team-Staffel-Weltcup


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