05.08.2016

Doppler/Horst ab morgen im Olympia-Turnier

Die Spannung steigt bei Österreichs Beachvolleyball-Assen: Am Samstag werden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro um 01.00 Uhr (MEZ) feierlich eröffnet. Bereits 14 Stunden später sind Clemens Doppler und Alexander Horst erstmals im Einsatz. Ihnen wird die Ehre zuteil, das Olympia-Turnier zu eröffnen. Österreichs Top-Duo trifft an der Copacabana zum Auftakt der Gruppe A auf die Italiener Ranghieri/Carambula (Samstag, 15.00 Uhr MEZ). Alexander Huber und Robin Seidl spielen zum Abschluss des ersten Tages gegen Herrera/Gavira aus Spanien (Sonntag, 03.00 Uhr MEZ). 

Anders als auf der FIVB World Tour wird bei den Olympischen Spielen im Zwei-Tages-Rhythmus gespielt. Die ÖVV-Duos absolvieren daher ihre zweiten Matches erst am Montag. Doppler/Horst bekommen es mit den Brasilianern Alison/Bruno Schmidt (Montag, 20.30 Uhr MEZ) und Huber/Seidl mit den US-Boys Gibb/Patterson (Montag, 21.30 Uhr MEZ) zu tun. Die letzten Gruppenspiele stehen am Mittwoch auf dem Programm. Huber/Seidl messen sich mit Jefferson/Cheri aus Katar (Mittwoch, 17.00 Uhr MEZ), Doppler/Horst mit den Kanadiern Binstock/Schachter (Donnerstag, 05.00 Uhr MEZ).

Robert Nowotny, Coach von Doppler/Horst, zu den Gegnern seiner Schützlinge: "Von einem einfachen Los kann man sicher nicht sprechen. Über die Brasilianer Alison/Bruno Schmidt braucht man nicht viel zu sagen. Die Tatsache, dass sie die aktuellen Weltmeister und die Nummer eins der Weltrangliste sind, spricht Bände. Alison ist ein unglaublich guter Blockspieler. Dennoch haben Clemens und Alex in Porec gezeigt, was gegen die beiden möglich ist. Im Gegensatz zu Kroatien haben die beiden in Rio nun allerdings ihr eigenes Heimpublikum hinter sich. Im direkten Duell mit den Italienern Ranghieri und Carambula steht es derzeit 1:1. Ranghieri ist gleich wie Alison ein wahnsinnig guter Blockspieler und in der Wertung der besten Blockspieler bei jedem Turnier ganz weit vorne. Carambula ist durch seine Sky-Serves zu großem Ruhm gekommen. Die Tatsache, dass er einer der wenigen Linkshänder auf der Tour ist, macht ihn für alle zu einem ungewohnten Gegner. Zum Abschluss geht es gegen das kanadische Duo Binstock/Schachter."

Helmut Voggenberger, Trainer von Huber/Seidl, über die Gruppengegner: "Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass sich die beiden vor niemandem fürchten müssen und auch in dieser Gruppe jeden schlagen können. Das Ziel ist der Aufstieg. Dazu muss man zumindest Dritter werden. Ich sehe die Spanier Herrera/Gavira, obwohl sie nominell hinter den US-Amerikanern Gibb/Patterson nur die Nummer zwei der Gruppe sind, als unseren stärksten Kontrahenten. Gegen die US-Boys haben die beiden vor kurzem zweimal ganz knapp mit 19:21 verloren. Die Katari Jefferson/Cherif haben sie heuer mit 2:1 besiegt. Bei so einem Turnier wie in Rio, ist die mentale Komponente sicher nochmals höher einzuschätzen. Ich bin außerdem sicher, dass wir dank der umfangreichen Datenbank von Scout Martin Plessl genügend Wissen haben, um gegen jedes dieser Teams gute taktische Ansätze zu finden."

Pool-Einteilung Olympische Spiele, Männer

Pool A: Alison/Bruno Schmidt (BRA), Ranghieri/Carambula (ITA), Doppler/Horst (AUT), Binstock/Schachter (CAN)

Pool B: Brouwer/Meeuwsen (NED), Losiak/Kantor (POL), Bockermann/Fluggen (GER), Liamin/Barsouk (RUS)

Pool C: Lucena/Dalhausser (USA), Nicolai/Lupo (ITA), Virgen/Ontiveros (MEX), Naceur. Ma/Belhaj (TUN)

Pool D: Pedro Solberg/Evandro (BRA), Samoilovs/Smedins (LAT), Schalk/Saxton (CAN), Diaz/Gonzalez (CUB)

Pool E: Nummerdor/Varenhorst (NED), Semenov/Krasilnikov (RUS), Fijalek/Prudel (POL), Grimalt/Grimalt (CHI)

Pool F: Gibb/Patterson (USA), Herrera/Gavira (ESP), Huber/Seidl (AUT), Jefferson/Cherif (QAT)