30.01.2022

Tabellenführer in
die Knie gezwungen


Raiffeisen Dornbirn Lions vs. SWARCO Innsbruck Raiders 83:74 (21:17; 39:38, 56:54)
Lions: Brajkovic 18, Bratsiakos 17, Zaraidonis 15, Troussel 14, Felix Erath 13, Ramstedt 6.
Raiders: Cigoja 22, Habat, 20, Benefels 8, Benic 7, Gardiner 6, Oberhauser 5, Bas 3, Cisse 2.

Die Raiffeisen Dornbirn Lions liegen gegen den Tabellenführer schnell mit 0:5 zurück, kontern aber mit einem 8:2-Lauf bis zu 6. Minute und führen 8:7. Es wird gleich zu Beginn klar, dass sich hier ein leidenschaftliches Derby entwickelt. Bis zum Viertelende liegen die Heimischen mit 21:17 in Front und auch den Start ins 2. Viertel gelingt den Löwen ausgezeichnet. Mit einem 11:2-Lauf setzen sie sich erstmals zweistellig ab (32:19) und zwingen Gäste-Coach Medinov zum Time-Out. Vor allem Christos Bratsiakos hat sein Visier blendend eingestellt. Der Shooting-Guard hat bis zur 15. Minute bereits 13 Punkte auf dem Konto und drei Dreipunkter lautlos im gegnerischen Korb versenkt. Coach Tsirogiannis muss dann Center Tim  Troussel wegen Foulproblemen früh auf die Bank nehmen, aber die jungen Wilden agieren mit großer Leidenschaft gegen die körperlich deutlich überlegenen Raiders und bringen einen 39:38-Führung in die Pause. Nach dem Wechsel übernehmen aber die Gäste das Kommando und nach vier Minuten führen sie mit 44:49. Bei den Gastgebern kommt Troussel aufs Parkett zurück und hält sein Team mit sechs verwandelten Freiwürfen im Spiel. Mit 52:54 geht es in die letzten beiden Minuten und da kann Kapitän Filip Brajkovic mit 4 weiteren Zählern von der Freiwurflinie sogar die Führung wieder zurückholen. Der letzte Abschnitt ist an Dramatik kaum zu überbieten. In der 34. Minute steht es 64:64 und jeder Ballbesitz wird entscheidend. Die Gastgeber verwandeln weitere 6 Freiwürfe, aber drei Minuten vor der Sirene führen sie lediglich 69:68. Dann kommt der große Auftritt des Kapitäns. Zunächst jagt Filip Brajkovic einen weiten Dreipunkter durch den Innsbrucker Korb und nach einem Defensiven Stopp erzielt er ein artistisches Lay-up zum 74:68. In der letzten Minute gelingt auch Felix Erath ein sehenswerter Korbleger und als Christos Bratsiakos ein Fastbreak mit einem krachenden Dunking abschließt, führen die Löwen 80:72 und die Fans sind aus dem Häuschen. Gäste-Coach Medinov holt sich noch 2 Technische Fouls und wird der Halle verwiesen, während Panos Zaraidonis unter dem Jubel der Fans drei weiter Freiwürfe versenkt und den 83:74-Endstand fixiert.
Meinungen:
John Tsirogiannis, Head Coach Dornbirn: „Wir haben uns für heute perfekt vorbereitet und waren bereit – die ganze Organisation und die jungen Spieler. Der Sieg in diesem wahnsinnig wichtigen Spiel beweist, dass wir in der richtigen Position sind und zu den besten Teams dieser Liga zählen.“
Felix Erath, Spieler Dornbirn: „Das war ein großartiges Spiel, sie haben gut gespielt, wir haben sehr gut gespielt. Teilweise hat man immer wieder Einbrüche gesehen, wir müssen probieren, das zu ändern. Aber das ist ein großartiger Sieg. Wir freuen uns natürlich alle, wünschen Innsbruck aber weiter alles Gute in dieser Saison.“

Zahlen bitte: Die Lions sind zu Hause eine macht. Sechs Spiele und ebenso viele Siege holten sich Brajkovic&Co. Auch Tabellenführer Innsbruck musste die Ausgeglichenheit der Löwen zur Kenntnis nehmen. Während bei den Gästen 2 Spieler zweistellig punkteten, waren es bei den Löwen 5 Spieler. Mit Brajkovic (21), Bratsiakos (21) und Felix Erath (18) waren drei Spieler unter 21, was auch die hervorragende Arbeit der beiden Coaches John Tsirogiannis und Vlasis Vlaikidis dokumentiert.


   

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