25.02.2018

Von der Dreierlinie gestrauchelt

Die Lions unterlagen St. Pölten / Foto: Shourot

Raiffeisen Dornbirn Lions – St. Pölten Dragons72:83 (24:24, 41:45, 57:70)
Lions: Vicens 27 (9 Reb), L. Brajkovic 21 (9 Reb), Arruti 14 (5 Ass), Kevric , Arruti 27, Gmeiner 1, I. Dodig 6, V. Dodig, Buljubasic, Jussel 3, Weber, Holzer.
Dragons: Böck 20, Soldo 14, Obermann 11, Koroschitz 11, Bauch 11

Die Raiffeisen Dornbirn Lions starten gut in dieses Charity-Spiel und führen schnell mit 10:4. Die ohne Martin Speiser angereisten Drachen zeigen sich aber davon wenig beeindruckt und finden schnell den Anschluss. Mit einer aggressiven Defensive vor allem auf Ander Arruti machen sie den Löwen das Leben schwer, die offensiv keinen Rhythmus finden. Das Spiel bleibt  im 1. Viertel sehr ausgeglichen und kein Team kann sich absetzten. Im 2. Viertel gehen die Gäste in der 33. Minute mit 26:32 in Führung und halten die Gastgeber den Rest der 1. Halbzeit auf dieser Distanz. Nach der Pause, in der die Raiffeisen Dornbirn Lions ihre Nachwuchsteams präsentieren, kommen die Dragons deutlich aggressiver aus der Kabine und als Obermann in der 25. Minute einen Dreipunkter versenkt, führen die Gäste erstmals zweistellig (43:55). Die Lions verlieren in der Folge völlig den Faden und die schnellen Gäste stellen die Defensivabteilung der Löwen vor große Probleme. Die Gastgeber versuchen es immer wieder von der Dreipunktelinie, was überhaupt nicht funktioniert. Am Ende gelingt den Löwen nur 1 (!) Treffer bei 18 Versuchen, insgesamt finden nur bescheidene 36% der Würfe ihr Ziel. Damit lässt sich natürlich kein Basketballspiel gewinnen. Mit einem 13-Punkte-Rückstand starten die Löwen in den finalen Abschnitt. Auch hier sind die Dragons spielbestimmend, treffen die besseren Entscheidungen und gehen mit bis zu 18 Punkten in Führung. Die Lions geben aber nicht auf und kämpfen sich bis zur 36. Minute auf 68:79 heran. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Die Löwen erhalten ein fragwürdiges unsportliches Foul und anschließend zwei Technische Fouls gegen Coach Merino, der mit dieser Entscheidung überhaupt nicht einverstanden ist und aus der Halle verwiesen wird. In den letzten zwei Minuten schaffen es die Löwen nicht mehr zu verkürzen und müssen sich schlussendlich geschlagen geben. Jetzt geht es vor allem darum, in den kommenden drei Wochen den Kopf für die Play-Offs frei zu bekommen. „Wir haben früh die Kontrolle verloren und unsere Vorteile Inside nicht ausgenützt. Wir haben den Ball schlecht bewegt und unsere Wurfprozentsätze waren im Keller. Die Mannschaft hat sich zu früh aufgegeben und war nicht in der Lage, sich auf die aggressive und intensive Spielweise der Dragons einzustellen. Bis zu den Play-Offs müssen wir vor allem mental in eine andere Verfassung kommen“ mein Markus Mittelberger, sportlicher Leiter der Löwen.