11.02.2018

Drei Viertel machen
das Glas nicht voll!

Coach Merino war mit der Defensive seiner Mannschaft gar nicht zufrieden / Foto: Zaponig

Raiffeisen Dornbirn Lions – Mattersburg Rocks 89:101 (25:30, 45:46, 71:72)
Lions: Vicens 36, L. Brajkovic 14, Kevric 6, Arruti 27, Gmeiner 6, I. Dodig, V. Dodig, Buljubasic, Jussel, Weber, Holzer.
Rocks: Woolridghe 28, Najdanovic 24, Hallett 23.

Die Gäste starten deutlich besser in dieses Spiel, sind vor allem von der Dreierlinie hochprozentig und führen rasch mit 7:16. Die Löwen brauchen bis  zum Ende des Viertels, um so richtig ins Spiel zu kommen. Dann verkürzt Ander Arruti mit einem Dreier und einem Zweipunkter auf 22:24 und das Spiel ist wieder völlig offen. Im 2. Viertel erhöhen die Dornbirner den Druck in der Defensive und gehen nach starken vier Minuten nach einem 8:2-Lauf mit 33:32 in Führung. Nun schenken sich beide Teams vor allem offensiv nichts. Insgesamt sieben Mal wechselt die Führung, ehe die Gäste mit einem 45:46 in die Pause gehen. Im 3. Viertel geht es in dieser Tonart weiter. Das Spiel ist inzwischen hochklassig und die beiden Mannschaften gehen ein sehr hohes Tempo, treffen zudem hochprozentig. In diesem Abschnitt wechselt die Führung neun Mal, aber wieder sind die Gäste die glücklicheren und gehen mit einem 71:72 in den letzten Abschnitt. Dort starten die Rocks exzellent und nützen jede Schwäche der Gastgeber eiskalt aus. Die Lions sind zu fehleranfällig, was die Rocks zu einer schnellen 73:83-Führung nützen. Davon können sich die Löwen nicht mehr erholen. Immer wieder nützen die Gäste die Ballverluste der Gastgeber zu einfachen Punkten. Defensiv gelingt es den Löwen nicht mehr, Druck aufzubauen. Zwei Minuten vor Schluss führt einer dieser schlechten Pässe zum Fastbreak-Dunking von Frigg und die Organisation der Löwen zerfällt zusehends. Am Ende steht eine deutliche 89:101-Niederlage, die in dieser Höhe nicht nötig gewesen wäre. Es bleibt die Erkenntnis, dass man mit einer derartigen Defensivleistung gegen die starken Teams große Probleme bekommt. Immerhin haben die Löwen jetzt zweimal in Folge zuhause mehr als 100 Punkte hinnehmen müssen. Das sieht auch Coach Merino so: „Wir haben am Beginn des 4. Viertels unsere Verteidigung abgeschaltet und noch einmal 29 Punkte erhalten. Das darf einfach nicht passieren. Dazu waren wir in der Offensive zu unkonzentriert und haben schlechte Wurfentscheidungen getroffen.“