02.04.2017

Lions scheitern beim Meister!

Nach seinem Comeback im Jänner lieferte Ivica Dodig sein bislang bestes Spiel für die Löwen

St. Pölten Dragons - Raiffeisen Dornbirn Lions 81:71 (24:10, 43:32, 57:46)

Lions: Arruti 20, L. Brajkovic 15, Dodig 15, Tobar 12, Kevric 6, Atterbigler 3.

Dragons: Bauch 14, Schranz 14, Speiser 13.

Die Raiffeisen Dornbirn Lions müssen weiter auf ihre Schlussplatzierung warten. Gegen den regierenden Meister St. Pölten waren die Dornbirner vor allem zu Beginn ohne Chance. Die Niederösterreicher legten los wie die Feuerwehr und nach etwas mehr als einer Minute lagen die Gäste schon mit 7:0 im Rückstand. Zwar erholten sich die Löwen und verkürzten bis zur 4. Minute auf 9:6, doch dann legten die Drachen einen 12:0-Lauf aufs Parkett, den die Lions mit sechs Ballverlusten selbst befeuerten. Mit einem ernüchternden 24:10 ging es ins 2. Viertel. Dort zeigten sich die Mannen von Coach Merino deutlich stabiler. Bis zur 15. Minute konnten sie den Rückstand auf acht Punkte reduzieren (32:24), aber die Drachen hatten sofort eine passende Antwort, fanden immer wieder Wege und Würfe, um die Löwen auf Distanz zu halten. Das war auch bim 3. Viertel so. Zunächst sorgten zwei schnelle Dodig-Körbe für Hoffnung bei den Dornbirnern (43:36, 22. Min.), dann verbauten sich die Löwen mit vier weiteren Ballverlusten alle Chancen, die Gastgeber noch stärker unter Druck zu setzen. Mitte des Viertels führten die Dragons wieder mit 55:40 und brachten diesen Vorsprung sicher über die Zeit. Zwar konnten die Löwen zwei der vier Viertel gewinnen und das 3. Viertel unentschieden halten, der Rückstand aus dem ersten Abschnitt war aber nicht mehr aufzuholen. Damit werden die Lions in den Play-Offs auf jeden Fall auf die Villach Raiders treffen. Ob die Serie in Dornbirn oder in Villach beginnt, wird sich erst heute Abend nach dem Spiel zwischen den Villach Raiders und den Mattersburg Rocks entscheiden. Siegen die Kärntner, müssen die Lions als Tabellenfünfter in Villach antreten.

Inaki Merino, Headcoach Lions: „Gratulation an St. Pölten zum Sieg und zum 2. Platz und alles Gute für die Play-Offs. Wir haben für diese Position gekämpft, aber wir sind sehr schlecht in das Spiel gestartet, was uns viele Möglichkeiten genommen hat. St. Pölten hatte nach unseren vielen naiven Ballverlusten einen beruhigenden Vorsprung. Nach dem 1. Viertel haben wir ziemlich gut gespielt, aber es ist schwer gegen ein Team zurückzukommen, das so viele produktive Spieler besitzt. Obwohl wir sehr gekämpft haben, war es zu wenig, um noch eine Chance auf den Sieg zu bekommen.“ 

Luka Kevric, Spieler der Lions: „Nach einem ganz schlechten ersten Viertel haben wir uns deutlich gesteigert und konnten dem Meister etwas Paroli bieten. Gegen die routinierten Dragons hatten wir aber keine wirkliche Siegescance mehr.“

Zahlenspiel:

Der Auftritt in St. Pölten lief von Beginn an in die falsche Richtung. Die Lions lagen kein einziges Mal in Führung und rannten immer einem Rückstand hinterher. Das lag auch den verheerenden 26 Ballverlusten, die sich die Löwen leisteten. St. Pölten hatte nur deren 12. Dafür ließen die Dragons mit 23 Assists den Ball deutlich besser laufen als die Löwen (14) und zusätzlich klauten die Gastgeber den Gästen unglaubliche 20 Mal den Ball, was umgekehrt die Löwen nur 6 Mal schafften. Da nützte es auch nichts, dass die Dornbirner das Rebound-Duell mit 41:34 für sich entschieden. 

Bemerkenswertes:

Neben den bemerkenswerten 26 Ballverlusten gab es auch positive Zahlen. So schaffte Luka Brajkovic mit 15 Punkten und 10 Rebounds sein 8. Double-Double. Bemerkenswert auch die Leistung von Ivica Dodig. Der Comebacker schaffte es erstmals zweistellig zu Punkten. In etwas mehr als 18 Minuten erzielte der Powerforward 15 Punkte bei 70%-iger Wurfquote (3/4 vom Dreier!) und holte sich 5 Rebounds, was ihm 17 Effizienzpunkte einbrachte.