12.03.2017

Sieg am Wörthersee

Wörthersee Piraten - Raiffeisen Dornbirn Lions 62:85 (16:21, 29:36, 48:58)

Lions: Arruti 21, L. Brajkovic 19, Tobar 16, Kevric 15, Atterbigler 6, Dodig 6, F. Brajkovic 2.

Piraten: Simoner 14, Gspandl 10, Della Schiava 9

Die Raiffeisen Dornbirn Lions müssen zunächst auf Henry Wilkins verzichten, der sich beim Aufwärmen verletzt und von Coach Merino geschont wird. Zu Beginn geraten die Löwen schnell mit 6:0 in Rückstand. Aber die Vorarlberger kontern mit einem 12:0 Lauf, zu dem Ivica Dodig und Ander Arruti jeweils vier Punkte beisteuern. Diese Führung geben die Dornbirner nicht mehr aus der Hand und bis zum Ende des Viertels bleibt der Vorsprung konstant. Im 2. Abschnitt können sich die Dornbirner binnen drei Minuten erstmals auf 10 Punkte absetzen (18:28), doch insgesamt 7 Ballverluste verhindern eine Vorentscheidung. So bleiben die Piraten immer auf Schlagdistanz und lassen sich nicht abschütteln. Ins 3. Viertel starten Arruti&Co sehr konzentriert und führen schnell mit 35:51, ein 6:0 Lauf der Klagenfurter zwingt aber Coach Merino zum Time-out (41:51). Die Piraten lassen sich davon nicht beirren und legen weiter nach. 46:51 steht es kurz vor Ende des Viertels, ehe ein Dreipunkter von Alexander Atterbigler und zwei Körbe von Luka Brajkovic den Löwen wieder etwas Luft verschaffen. Im letzten Viertel drehen die Lions mächtig an der Defensivschraube. Die Piraten bleiben ganze sechs Minuten ohne Korberfolg, während die Offensive der Gäste nun ins Rollen kommt. Der daraus resultierende 2:14-Lauf bringt die endgültige Entscheidung und den 7. Auswärtserfolg der Löwen. In der Tabelle spitzt sich die Lage zwei Runden vor dem Ende zu. Gleich 5 (!) Teams innerhalb von 2 Punkten kämpfen wohl bis zum letzten Spieltag um die Top-4-Plätze. Die Lions empfangen in der kommenden Woche den Tabellenführer Mistelbach Mustangs und müssen in der letzten Runde zum Tabellenzweiten und regierenden Meister St. Pölten.  

Meinungen:

Luka Kevric, Spieler der Lions: „Das war ein Arbeitssieg. Nach einer ganz schlechten und chaotischen ersten Halbzeit konnten wir in der 2. Hälfte dank unserer Routine die Partie gegen stark kämpfende Piraten  gewinnen.“

Henry Wilkins, Spieler der Lions: „Es ist immer schön, wenn man auswärts gewinnt. Jetzt kommen die wirkliche entscheidenden Spiele und wir müssen uns darauf fokussieren und bis zum Ende kämpfen.“ 

Andreas Kuttnig, Head-Coach Piraten: „Wir konnten mit der Intensität der Lions über weite Strecken mithalten, am Ende waren die Klasse und Routine von Arruti und Tobar dann jedoch zu viel für uns.“

Zahlenspiel:

Der 7. Sieg in fremden Hallen war einer sehr guten Teamleistung zu verdanken. Die Lions gewinnen wieder einmal das Rebound-Duell mit 36:24, bei den Effizienzpunkten liegen sie mit 98 zu 45 mehr als doppelt so hoch wie die Piraten. Auch bei den Wurfprozentsätzen sind die Löwen vorne: 52% zu 28% beim Zweier, 43% zu 33% beim Dreier und 86% zu 64% beim Freiwurf. Dazu 4 Spieler mit zweistelliger Punktezahl und das alles ohne Henry Wilkins, der ganze 52 Sekunden auf dem Feld stand.

 Bemerkenswertes:

Man muss schon weit in den Geschichtsbüchern zurückblättern, um ein Lions-Team mit derart starken Leistungen in fremden Hallen zu finden. Die neue Auswärtsstärke der Lions ist mit 7 Siegen aus 9 Spielen sicher ein Grund für die starke Vorstellung der Löwen in diesem Jahr. Ebenfalls bemerkenswert sind aber auch die 7 blockierten Würfe des Luka Brajkovic. Das dürfte wohl europaweit ein Rekord sein, zu dem wir ganz herzlich gratulieren! 


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