10.02.2022

Am Sprung in
die Weltspitze

„Ich gehe immer mit dem Ziel in einen Wettbewerb, meine Programme gut zu laufen. Der Rest kommt von selbst“, sagte Olga Mikutina vor ihrem Antreten bei den Olympischen Spielen. Das Portrait des der Eisprinzessin gibt es in unserem aktuellen OLYMPIA REPORT.

Für Olga Mikutina sind die Olympische Spielen 2022 bereits vor ihrer Premiere ein Erfolg. Denn schon der Umstand, dass sie in Peking dabei sein darf, erfüllt das Eiskunstlauf-Talent mit Stolz. „Ich werde auf jeden Fall zufrieden nach Hause fliegen, alleine weil ich teilgenommen habe. Es ist eine große Ehre und mein bisher größtes Highlight“, erklärt die 18-Jährige.

Große Nervosität scheint bei der gebürtigen Ukrainerin angesichts ihrer ersten Spiele nicht vorhanden zu sein. „Es ist im Endeffekt ein Wettkampf wie jeder andere. Es läuft alles gleich ab, heißt nur anders. Die Organisation wird sicher besser und alles etwas größer sein.“ Ansonsten will Mikutina ihre Herangehensweise nicht großartig verändern.

Potenzial für die Weltspitze

„Ich gehe immer mit dem Ziel in einen Wettbewerb, meine Programme gut zu laufen. Der Rest kommt von selbst.“ Mit dieser pragmatischen Einstellung hat sie bei der WM in Stockholm vergangenes Jahr überraschend Platz acht und damit das beste österreichische WM-Ergebnis seit 24 Jahren geholt.

Miriam Ziegler, die selbst in jungen Jahren als Einzelläuferin an Olympia teilgenommen hat und jetzt mit Severin Kiefer im Paarlauf an den Start geht, traut ihrer Teamkollegin auch in Peking einiges zu. „Wenn sie eine ähnliche Leistung wie bei der Weltmeisterschaft bringt, dann ist auf jeden Fall ein Top-10-Platz drin.“ Mikutina bringe das gewisse Etwas mit und hebe sich im Damenfeld definitiv ab, so Ziegler. „Es machen ja fast alle die gleichen Sprünge, aber sie hat super interessante Choreografien und macht viel bessere Pirouetten als die meisten. Wenn sie jetzt noch ihre Sprünge reinpackt, ist vieles möglich.“

„Es ist ein Vorteil, jung zu sein“

Das sieht auch Severin Kiefer so und bescheinigt ihr eine großartige Entwicklung. „Ihr Potenzial ist jedenfalls so groß, dass sie stabil unter den Top-Läuferinnen der Welt sein kann.“ Und was sagt die bescheidene Mikutina dazu? „Ich bin mit meiner Entwicklung zufrieden und sehe, dass ich mit jeder Saison besser, schneller und selbstbewusster am Eis laufe. Ich verbessere mich stetig. Aber mir gefällt es, dass ich noch so viel erlernen kann. Ich weiß, dass ich aus mir noch herauswachsen kann.“

Als nächstes großes Ziel hat sie die Vierfachsprünge auserkoren, danach könnte sie durchaus mit der Weltspitze mithalten. In der dominieren aktuell vor allem die jungen Russinnen rund um Weltmeisterin Anna Schtscherbakowa (17) und Europameisterin Kamila Waljewa (15). Ist Mikutina mit ihren 18 Jahren gar schon zu alt, um ganz vorne mitzumischen? „So wie sich das Eiskunstlaufen derzeit entwickelt, ist es schon ein Vorteil, jung zu sein. Du brauchst eine starke Technik und starke Sprünge. Das geht in jungen Jahren leichter. Wobei ich überzeugt bin, dass man in jedem Alter alles erreichen kann“, zeigt sich die Wahl-Vorarlbergerin kämpferisch. In Peking will sie so wie bei der WM 2021 zeigen, dass mit ihr zu rechnen ist. Jetzt und in der Zukunft.


   

Auf Wettbasis.com finden Sie täglich Fussball Tipps und Analysen über andere Sportarten. Sie werden informiert, welche Spieler verletzt oder gesperrt sind, und mit unserem Livescore sind Sie bei allen Spielen live dabei.