07.08.2021

Historischer Erfolg für
Österreichs Team

“Wir sind in fast allen Bereichen sehr zufrieden. Sportlich hätte es nicht viel besser laufen können”, meinten Karl Stoss und Peter Mennel beim ÖOC-Bilanzgespräch.

“7 Medaillen und 8 weitere Top-8-Resultate. So erfolgreich waren wir nur in Athen 2004, sonst sehr lange nicht mehr”‘, gab sich ÖOC-Präsident Karl Stoss mehr als zufrieden. “Bei den letzten 10 Sommerspielen haben wir im Schnitt 2,7 Medaillen geholt. Vor den letzten zwei Wettkampftagen haben wir bereits sieben, so viele wie sonst nur 2004 in Athen. Diese Bilanz macht uns natürlich stolz.”

Viele Schritte in die richtige Richtung

“Seit der Nullnummer von London 2012 hat sich sehr viel geändert. Es gibt eine gezielte Sportförderung unserer Top-AthletInnen. Sie haben fixe Budgets, um ihre Trainings- und Wettkampf-Infrastruktur langfristig sicherstellen zu können”, betonte Generalsekretär Peter Mennel. “Die Bundessport GmbH, das Sportministerium und wir haben in den letzten Jahren eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht: 1) Die Olympiazentren arbeiten gemeinsam an sportlichen Erfolgen. Rund 80 Prozent unserer AthletInnen nützen diese Arbeit. 2012 waren es nicht einmal 20 Prozent. 2) Über die Jugendspiele haben wir schon früh an Kontakt zu den Sportverbänden bzw. ihren Talenten. 3) Wir haben nie an der Austragung der Olympischen Spiele gezweifelt und  eine Reihe von begleitenden Maßnahmen angeboten, um in der COVID-19-Zeit die Olympia-StarterInnen bestmöglich zu unterstützen. 4) Die Covid-19-Task-Force hat sich auf allen Linien bewährt. Wir hatten keinen einzigen Covid-19-Fall in Tokio, nur im Vorfeld. In Tokio wurde einzig eine Person aus dem Betreuerstab als Kontaktperson eingestuft und 10 Tage isoliert. Das kann sich sehen lassen.”

Luft nach oben in vielen Bereichen

Insgesamt sechs Bundesländer dürfen sich über die sieben Medaillen freuen. “Die Medaille von Bettina Plank gehört Oberösterreich und Vorarlberg gleichermaßen, sie pendelt regelmäßig zwischen beiden Olympiazentren. Wir haben ihr zu diesem Zweck einen Toyota organisiert”, scherzt Peter Mennel. Zwei weitere Medaillen sind in Oberösterreich und Niederösterreich angesiedelt, je eine in Tirol und Kärnten. Mennel: “Eigentlich sollte Österreich im Sommer immer zwischen fünf und zehn Medaillen holen können.” Karl Stoss meinte: “Aber natürlich dürfen wir nicht aufhören, uns zu verbessern. Wir haben in vielen Bereichen noch Luft nach oben. Man braucht nur auf den Medaillenspiegel schauen. Da gibt es eine Reihe von Ländern mit weniger EinwohnerInnen als Österreich, die klar vor uns liegen.”

Beeindruckende Reichweiten

Ein voller Erfolg war auch das digitale Austria House: Mehr als 150.000 Klicks wurden registriert. Die ÖOC-Videos liefen über 10.000 Stunden. Auf Instagram wurden eine halbe Million Aufrufe und acht Millionen Seitenzugriffe verzeichnet. “Beststeller” war der Video-Clip mit Goldmedaillengewinnerin (50.000 Aufrufe) – damit wurden auch Bestwerte von den letzten Winterspielen in den Schatten gestellt.