15.07.2019

Friedliche Woche ohne Chaos

Am vergangenen Mittwoch ereignete sich im Pfändertunnel in Fahrtrichtung Deutschland ein schwerer Unfall und in der Folge war der Pfändertunnel bis 12.30 Uhr gesperrt, es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau bis über Dornbirn-Nord hinaus. Viele Autofahrer in Richtung Deutschland wichen über die Ausfahrt Dornbirn-Süd aus, zu einer Zeit, als sich über 15.000 Gymnaestrada-TeilnehmerInnen und tausende Besucher zur Eröffnung ins Stadion Birkenwiese auf den Weg machten.
Aber selbst dieser Super-Gau wurde aufgrund des ausgeklügelten Verkehrskonzeptes, das in enger Abstimmung der Landesverkehrsabteilung, dem Bezirkspolizeikommando, der Stadtpolizei Dornbirn und dem Leiter der Abteilung Verkehr im WG-OK konzipiert wurde, bravourös gemeistert.
Großes Kompliment an alle Beteiligte!  Kompliment für die optimale Kooperation der beteiligten Verantwortlichen von Bus, Bahn und Individualverkehr.
Die Lenkung der Zuschauer- und Teilnehmerströme sowohl vor als auch nach der Eröffnungsveranstaltung funktionierte optimal. Es gab – vor allem im Hotspot Messequartier – kaum Unterschiede zu stark frequentierten Einkaufstagen.
Ein großes Dankeschön an unsere Exekutive, die unter der Gesamtkoordination von Einsatzkommandant Günter Fritsch sehr professionell und sympathisch diese Großveranstaltung sicherheits- und verkehrsmäßig begleiteten.
Weniger Polizei als 2007 im Einsatz
Als die Gymnaestrada das erste Mal 2007 in Vorarlberg ausgetragen wurde, hatte man sich an anderen Sportgroßveranstaltungen orientiert und auch dementsprechend eine vielköpfige Mannschaft eingeteilt. Diesmal wusste man, dass es sich hier um ein völlig problemloses Publikum handelt, ohne Gewalt-, Alkohol- und Krawallexzesse. Man konnte mit einem wesentlich kleineren Team agieren.
„Auch für uns einmal schön, wenn man uns zuwinkt. Tut uns auch gut!“
so Polizeikommandant Rudolf Salzgeber, der sich über die freundlichen, lachenden und winkenden Gymnaestrada-TeilnehmerInnen sehr angetan äußerte.
Diese freundliche und positive Stimmung habe sich nicht nur aufbauend und motivierend auf die Exekutivbeamten ausgewirkt, sondern auch auf die vielen Busfahrer, die für die Gymnaestrada Sonderschichten einlegten.
„Eine unfallfreie Woche für alle Teilnehmer und Besucher!“,
so das erleichterte und stolze Resümee, das der Verantwortliche für das Verkehrskonzept, Karl-Heinz Winkler, am Samstagabend nach der Schlussfeier ziehen konnte.

Weder Wetterkapriolen, noch Unfälle und daraus resultierende Staus, konnten den geplanten Verkehrsfluss behindern. Das extra eingeführte Expressbussystem hat sich bewährt: Im Auftrag der Weltgymnaestrada war der ÖBB Postbus mit viel Engagement rund um die Uhr im Einsatz und zu Spitzenzeiten war sogar Verkehrsleiter Mathias Schönher am Steuer zu sehen.
Die positive Stimmung, die die Teilnehmer und Besucher verbreitet haben, war auch in den Bussen zu spüren und so bedankten sich am Ende Busfahrer sogar dafür, dass sie während der Weltgymnaestrada-Woche zum Dienst eingeteilt waren.
Ein solch reibungsloser und professioneller Ablauf war nur dank vielseitiger Unterstützung möglich: Die Zusammenarbeite mit dem Vorarlberger Verkehrsverbund war unkompliziert und beeindruckte durch schnelle Lösungen. Marcus Ender und sein Team der ÖBB handelten sehr lösungsorientiert, Verkehrsströme wurden frühzeitig erkannt und entsprechend schnell wurde reagiert. Hervorzuheben ist auch die Flexibilität der Exekutive, die dem öffentlichen Verkehr in dieser Woche stets den Vorzug gab und Vorfahrt gewährte.