24.11.2017

Teilnahme durch die Ländle-Gastfreundschaft

Die Vorbereitungen zur World Gymnaestrada 2019 in Vorarlberg laufen auf Hochtouren. Auf rund 15 Bereichs-Ebenen, wie z.B. Verkehr, Quartier, Sicherheit, Verpflegung, Wettkampfstätten, Außenstellen etc., steckt man mitten in den Vorbereitungsarbeiten, um den über 20.000 TeilnehmerInnen, die erwartet werden, professionelle Weltspiele zu präsentieren.  

Ein Schwerpunkt der Organisatoren liegt derzeit in der Einladung der Nationen – auf ein Projekt wird dabei ein besonderes Augenmerk gelegt, das
Rainbow-Projekt

Es unterstützt TurnsportlerInnen aus weniger wohlhabenden Ländern. Die Teilnahme muss ja von den TurnerInnen selbst finanziert werden, was nicht für alle leistbar ist. Das Rainbow-Projekt sammelt Geld für Menschen aus weniger wohlhabenden Ländern, damit auch sie bei der Weltgymnaestrada dabei sein können. Unterstützer des Rainbow-Projektes werden somit zu Gastgebern dieser TeilnehmerInnen.

Eine besonders gelungene Idee hat bereits in den ersten Monaten alle Erwartungen übertroffen: der Gastgeberlaib.  

Bereits 53.000 Gastgeberlaibe verkauft!!

Ein Riesenerfolg ist der in Zusammenarbeit mit Vorarlberger Bäckern angebotene „Gastgeberlaib“. Über 30 Bäckereien mit 125 Verkaufsstellen bieten seit 20. Februar bis hin zur Weltgymnaestrada 2019 den Gastgeber-Laib zum Verkauf an. Ein Win-win-Projekt  -  es profitieren die Rainbow-Initiative, die teilnehmenden Bäcker und die Freunde guten Vorarlberger Brotes.

50 Cent eines jeden verkauften Laibes gehen an das Rainbow-Projekt. Vom 20. Februar bis Ende August wurden 53.000 Brote verkauft, das sind 26.500 €, die als Teilnahmehilfe für TurnsportlerInnen aus ärmeren Ländern bereitgestellt werden können.

Erwin Reis: „Ein großes Dankeschön gilt hier den teilnehmenden Vorarlberger Bäckern und jenen VorarlbergerInnen, die in so großer Zahl diese Brote erworben haben. Wie wir von vielen Rückmeldungen wissen, kommt die Rezeptur dieses Brotes ungemein gut an und wir dürfen damit rechnen, dass dieses Vorarlberger Qualitätsbrot noch in vielen Einkaufstaschen landen wird.“
Allein die drei Bäckereien Begle (Bludenz), Breuß (Rankweil) und Mangold haben in diesem Zeitraum 14.000 Brote verkauft und damit für 7.000 € in der Förderkasse gesorgt. Die 50 Cent gibt es allerdings nur, wenn die Brote mit Banderole verkauft werden. Über diese Banderole erhalten die KäuferInnen einen Sammelpass-Sticker. Bei vollem Sammelpass sind die Käufer Premium-Gastgeber. Premium-Gastgeber erhalten eine kostenlose Tageskarte und ihr Name wird auf dieser Homepage veröffentlicht.

Unterstützung für Nepal!

»Come together, show your colours« ist das Motto der Weltgymnaestrada 2019, sie soll eine bunte, farbenfrohe und internationale Veranstaltung werden, an welcher nicht nur Länder teilnehmen, die es sich leisten können, sondern auch solche, die es aus eigener Kraft nicht schafften.

Marc Brugger, Leiter Marketing und Sponsoring sowie Ideengeber des Brotprojektes, überbrachte dem ersten Rainbow-Land die Unterstützungszusage, nämlich Nepal. Mit einem Durchschnittseinkommen von 54 € pro Monat eines der ärmsten Länder der Welt.

Brugger überbrachte die offizielle Einladung, überprüfte die turnerischen Fortschritte und traf bereits jetzt organisatorische Maßnahmen, die für die bevorstehende Reise 2019 nach Vorarlberg notwendig sind.   

Ein Beispiel: Nachdem Österreich in Kathmandu keine Botschaft unterhält und die Visa in Delhi (Indien) besorgt werden müssten, hat Brugger eine Möglichkeit gefunden, die Visa direkt in Kathmandu auszustellen.

Beeindruckende Mentalität der Nepalesen  

Marco Brugger: „Am meisten beeindruckt hat mich die selbstlose und aktive Lebenseinstellung dieser Menschen. Bei ihnen steht nicht der persönliche Vorteil im Vordergrund, sondern die Hilfsbereitschaft untereinander. Nachdem sie sich bis zum Erdbeben im Jahre 2015 turnerisch vorbereitet haben, stand dann die Hilfe für ihre in Not geratenen Landsleute im Vordergrund. Sie haben wenig, geben aber alles, ohne etwas zu verlangen.“
Brugger: „Beeindruckend auch, wie sie ihr Schicksal ohne zu jammern in die Hand nehmen. Man kann sich sicher sein, dass die Unterstützung, die auch wir ihnen zukommen lassen, kein Tropfen auf den heißen Stein ist, sondern die machen etwas daraus. Sie ergeben sich nicht passiv ihrem Schicksal und warten auf die nächste Spende, sondern die Unterstützung ist ein richtiger Kick-off, ein Startschuss für vielfältige Eigeninitiativen.“

Theo Fritsche als Kontaktmann und Helfer vor Ort

Seit über zwanzig Jahren organisiert der Vorarlberger Theo Fritsche Expeditionen und Trekkingtouren in Nepal, und seit Ende der 1990er-Jahren initiiert er Schul- und Hilfsprojekte.

Theo Fritsche: „Seit über zwanzig Jahren durfte ich die wunderbare Natur dieses Landes erleben. Aber nicht nur die Berge zogen mich immer wieder nach Nepal, das Kennenlernen der nepalesischen Kultur und der vielen lieben Menschen faszinierten mich und ließen mich immer wieder neue Kraft tanken. Schon seit längerer Zeit ist es mir ein Anliegen, diesen Menschen in Nepal etwas zurückzugeben.“

Mehr über die Hilfsprojekte von Theo Fritsche unter: www.theofritsche.at/person.html

In den Schulen von Theo Fritsche wird auch Turnsport ausgeübt und über ihn wurde auch der Kontakt zum nepalesischen Generalsekretär der GFA (Gymnastic for all) hergestellt. Er übergab im April das erste Gastgeber-Brot und er hat die Leute dort motiviert, die Chance, ins Förderprojekt aufgenommen zu werden, zu nutzen. Was sie auch gemacht haben.