05.09.2016

Tel Aviv gewann Spiel
um Platz drei

Im Spiel um Platz 3 des Qualifikationsturniers zur VELUX EHF Champions League hatten die Isrealis von Maccabi CASTRO Tel Aviv mehr Mühe mit den Belgiern von Achilles Bocholt als im Vorfeld erwartet. Erst in der zweiten Hälfte der zweiten Halbzeit konnten sie sich erstmals absetzen, mussten aber bis zum Schluss zittern. Beim 33:30 (16:15) für Maccabi CASTRO Tel Aviv hatte sich auch der unterlegene Gegner von Achilles Bocholt toll präsentiert und vor allem über den Kampfgeist überzeugt.

Nach ihren Niederlagen am Vortag war für Maccabi CASTRO Tel Aviv und Achilles Bocholt auch das Spiel um Platz 3 beim Qualifikationsturnier zur VELUX EHF Champions League noch von Bedeutung. Für den Sieger ging es um den besseren Startplatz in der 3. Runde des EHF-Pokals, während der Verlierer bereits in der 2. Runde im Oktober antreten muss. So hatte Maccabis Trainer Dragan Djukic bereits am Vortag nach der Niederlage gegen ABC/UMinho die volle Konzentration für das heutige Spiel als Devise ausgegeben. Der erste Treffer ging jedoch zunächst an Damian Kedziorz, der Linksaußen war bereits am Vortag der auffälligste Spieler der Belgier.

Die Belgier wehrten sich tapfer gegen das favorisierte Team von Maccabi. Die nutzten zwar zunächst ihre körperliche Überlegenheit in der Abwehr um auf 4:1 davon zu ziehen, doch Achilles Bocholt wendete das Blatt wieder. Ausgerechnet in Unterzahl gelang dem Team von Trainer Bart Lendes durch gutes Wechselspiel zwischen Torhüter und sechstem Feldspieler zwei Anschlusstreffer, bevor Damian Kedziorz mit einem Strafwurf und Brecht Wertelaers mit einem Tempogegenstoß auf 4:5 stellten. Es folgten wieder zwei Treffer Maccabis, bei denen neben Chen Pomeranz, über viele Jahre Profi in der deutschen Bundesliga, vor allem Novak Boskovic zum Torerfolg kam. Es erfolgte ein ausgeglichener und offener Schlagabtausch bis zur Halbzeitpause. Stets legte Maccabi vor und Bocholt glich aus, so dass es letztlich mit 16:15 in die Pause ging.

Nachdem Bocholts Torhüter Björn Alberts nach der Pause den ersten gegnerischen Angriff abwehrte gelang seinen Teamkollegen nicht nur der Ausgleich sondern beim 17:18 sogar die Führung. Nun musste sich Maccabis Trainer Dragan Dujukic etwas einfallen lassen und beorderte eine Manndeckung gegen Bocholts Spielmacher Bartosz Kedziora. Das brachte den Tel Avivern zwar die Führung zurück, doch selbst eine doppelte Überzahl konnten sie gegen aufopferungsvoll kämpfende Belgier nicht nutzen. Erst als Andreas Kittel beim 27:25 den Anschlusstreffer verpasste, traf Davda Omer zur ersten 3-Tore-Führung der Partie und anschließend erhöhte Ido Turel gar zum zum 29:25. Bis auf zwei Tore kam Achilles Bocholt beim 31:29 heran, erst der Strafwurf von Chen Pomeranz zum 32:29 brachte exakt zwei Minuten vor Schluss die Vorentscheidung. Mit 33:30 sicherte sich Maccabi CASTRO Tel Aviv letztlich den Sieg und qualifiziert sich damit direkt für die 3. Runde im EHF-Pokal.

Maccabi CASTRO Tel Aviv – Achilles Bocholt 33:30 (16:15)

Maccabi CASTRO Tel Aviv:

Tepper, Shem Tov, Djordjevic; Seifert, Boskovic 9, Turel 5, Nathan 2, Halfon, Strydom, Dahan, Appo 3, Omer 2, Sychenko, Butulija 2, C. Pomeranz 10, G. Pomeranz

Achilles Bocholt:

Alberts, Gijbels, Leroy; B. Lamers, Wertelaers 5, Zmavc 4, Winters, Cremers, Koninkx, Kittel 2, Valkenborgh 1, J. Lamers, Spooren 4, D. Kedziora 8, Pucnik, B. Kedziora 6