04.09.2016

Braga ist der
Bregenz-Gegner

Das wird eine große Herausforderung morgen (16:30 Uhr, Arena Rieden-Vorkloster) für die Bregenzer Handball. Maccabi CASTRO Tel Aviv (Israel) und ABC/UMinho (Portugal) lieferten sich beim Qualifikationsturnier zur VELUX EHF Champions League von Beginn an ein rasantes Duell. Bis Mitte der zweiten Halbzeit blieb die Partie offen, ständig wechselte die Führung, erst dann konnten sich die Portugiesen absetzen und hatten sich am Ende beim 34:27 (16:16) den verdienten Sieg gesichert.

Von Beginn an legten beide Teams ein atemberaubendes Tempo an den Tag. Sie lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Bei Tel Aviv war Chen Pomeranz die treibende Kraft, der frühere Profi in der DKB Handball-Bundesliga wusste seine Routine auszuspielen und kam am Ende auf 12 Treffer. Damit war sein Team aber auch besser ausrechenbar, während der Kader der Portugiesen homogener war.

Dass die Partie bis zur Pause ausgeglichen war, lag vor allem am Unterschied auf der Torhüterposition. Dan Tepper auf Seiten von Maccabi CASTRO Tel Aviv hielt seine Mannen im Spiel, während die Portugiesen trotz einer Torhüter-Rochade hier nicht mithalten konnten. Dafür hatte das Team von ABC/UMinho den breiteren Kader und damit die größere Torgefährlichkeit. Letztlich reihten sich bis auf Claudio Silva und Joao Pedro Goncalves am Ende alle Spieler in die Torschützenliste ein.

Es zeigte sich, dass die starke Torhüterleistung den Israelis zugutekam und der Abwehr Selbstvertrauen gab. Bis Mitte der zweiten Halbzeit konnten sie die Partie offen halten. Dann schwanden allerdings die Kräfte und das Team von der iberischen Halbinsel konnte seine internationale Erfahrung ausspielen. Maccabis Trainer musste am Ende 22 technische Fehler vom Statistikblock ablesen, die vom Gegner meist gnadenlos genutzt wurden. So gingen die Portugiesen mit 34:27 letztlich aus Sicht aller Beteiligten verdient vom Platz.

ABC/UMinho – Maccabi CASTRO Tel Aviv (Israel) 34:27 (16:16)

ABC/UMinho (Braga, Portugal): H. Gomes, Ribeiro; Rocha 2, Marques 2, Branquinho 6, M. Pereira 3, Spinola 2, Andrade 3, Martins 3, N. Pereira 7, Goncalves, A. Gomes 1, Costa 2, Albuquerque 2, Silva

Maccabi CASTRO Tel Aviv (Israel): Tepper, Shem Tov, Djordjevic; Boskovic 5, Turel 1, Nathan 3, Halfon, Strydom, Dahan, Appo 1, Davda 3, Sychenko, Butulija 1, C. Pomeranz 12, G. Pomeranz 1

Stimmen zum Spiel:

Carlos Resende, Trainer ABC/UMinho
„Es war ein hartes, schweres Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir einige Duelle in der Abwehr verloren und hatten außerdem einige schlechte Entscheidungen im Angriff. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht diese Probleme in der Abwehr zu lösen und wir konnten Maccabis Angriffe besser lesen. So sind wir natürlich erleichtert über unseren Sieg. Wir wissen, dass es morgen schwierig wird, doch wir werden unseren Fokus weiterhin darauf legen an der Gruppenphase der VELUX EHF Champions Leauge.“

Pedro Spinola, Spieler ABC/UMinho          

„Es war ein schwieriges Spiel, denn wir haben die spezielle Abwehr von Maccabi CASTRO Tel Aviv in der ersten Halbzeit so nicht erwartet. Aber wir haben eine Lösung gefunden um weiter unser Ziel vom Finale zu verfolgen. Und es hat geklappt. Deshalb sind wir glücklich weiterhin die Chance zu haben um an der Gruppenphase der VELUX EHF Champions League teilzunehmen.“

Chen Pomeranz, Spieler Maccabi CASTRO Tel Aviv:

„Wir sind das erste Mal in der Champions League-Qualifikation dabei. Wir haben gesehen, dass Erfahrung eine wichtige Rolle spielt. Wir sind gut ins Spiel gekommen und konnten die Portugiesen etwas überraschen. Es fehlte uns aber die Breite im Kader. Außerdem hat heute die Qualität im Rückraum gefehlt. Dan Tepper im Tor hat eine gute Leistung gezeigt, auch die Abwehr. Allerdings waren wir in der zweiten Halbzeit dann nicht konsequent genug.“

Dragan Dukic, Coach Maccabi CASTRO Tel Aviv:

„In der ersten Halbzeit haben wir unseren Gegner überrascht. Wir haben über 45 Minuten gut gespielt. Wir waren zwar gut vorbereitet, aber ABC/UMinho war sehr stark. Wir haben die falschen Entscheidungen getroffen und sie waren ebenso gut auf uns vorbereitet und wussten dies zu nutzen. Am Ende hatten wir 22 technische Fehler, das ist zu viel. Wir werden uns nun auf unser morgiges Match konzentrieren, das Spiel ist sehr entscheidend für den weiteren Verlauf im EHF Cup.“