07.09.2021

Zivkovic gegen Vorjahrsfinalisten

Boris Zivkovic

Nach dem Ausscheiden von Meister ALPLA HC Hard in der ersten Runde der EHF European League, kämpfen noch fünf Legionäre mit ihren Teams um den Einzug in die Gruppenphase des zweitwichtigsten Clubbewerb im europäischen Männerhandball. Seit dem heutigen Dienstag sind die letzten Hürden bekannt.

In der EHF European League tummeln sich unzählige Vereine die in den letzten Jahren auch regelmäßig in der Champions League vertreten waren. Dementsprechend hochkarätig liest sich das Teilnehmerfeld von der ersten Runde weg.

Mitten drin im Kampf um einen Platz in der Gruppenphase stehen nach dem Ausscheiden von Meister ALPLA HC Hard noch fünf Österreicher: Lukas Hutecek mit TBV Lemgo Lippe (GER), Tobas Wagner mit Fenix Toulouse (FRA), Lukas Herburger und Kristian Pilipovic mit Kadetten Schaffhausen (SUI) und Boris Zivkovic mit KS Azoty-Pulawy (POL).

Sie alle kennen seit heute ihre letzte Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase. Lemgo trifft auf den isländischen Vertreter Valur Iceland, Toulouse auf HK Malmö (SWE), Azoty-Pulawy auf Vorjahresfinalist Füchse Berlin (GER) und die Kadetten auf Fraikin BM. Granollers (ESP).

"Sportlich ein Super-Los", kommentierte TBV-Coach Florian Kehrmann das Duell mit den Isländern auf der Vereins-Website. Der amtierende deutsche Pokalsieger konnte den Bewerb 2006 und 2010 gewinnen, damals noch unter dem Titel EHF Cup. 2011 scheiterte man im Halbfinale. Es war zugleich der letzte internationale Auftritt des Vereins bis heute.

Den Titel 2010 holte sich Lemgo nach dem Triumph im Finale über die Kadetten Schaffhausen. Dieser zweite Platz ist das bislang beste Ergebnis der Schweizer in einem europäischen Clubbewerb. Achtmal waren die Eidgenossen im vergangenen Jahrzehnt in der Champions League vertreten. Vergangene Saison schied man in der European League im Achtelfinale gegen Montpellier HB (FRA) aus. Herburger und Pilipovic peilen gegen Granollers, EHF Cup-Sieger 1996, erneut die Gruppenphase an.

Wie auch Fenix Toulouse mit Tobias Wagner. Im Vorjahr stand der 26-Jährige den Franzosen noch im Dress der FIVERS gegenüber. Gegner HK Malmö (SWE) scheiterte in den vergangenen Jahren jeweils in der Qualifikation für die Gruppenphase und das soll aus Sicht der Franzosen auch so bleiben.

2017/2018 und 2018/2019 stand dafür KS Azoty-Pulawy bereits in der Gruppenphase der European League, scheiterte in den vergangenen beiden Jahren allerdings jeweils in der Quali. Mit den Füchsen Berlin hat der Neo-Club von Boris Zivkovic ausgerechnet den Vorjahresfinalisten zugelost bekommen. Eine schwere Hürde, für die man allerdings in Runde 1 mit dem klaren Erfolg über MRK Sesvete (CRO) (Gesamtscore 66:46) Selbstvertrauen sammelte.
2. Quali-Runde EHF European League

Spieltermine 21. und 28. September. Erstgenanntes Team hat im Hinspiel Heimrecht.

Rhein-Neckar Löwen (GER) - Benfica Lissabon (POR)
Valur Reykjavik (ISL) - TBV Lemgo Lippe (GER)
Bjerringbro-Silkeborg (DEN) - RK Nexe Nasice (CRO)
BM Logrono La Rioja (ESP) - Abanca Ademar Leon (ESP)
USAM Nimes Gard (FRA) - ZSKA Moskau (RUS)
Felix Toulouse (FRA) - HK Malmö (SWE)
KS Azoty-Pulawy (POL) - Füchse Berlin (GER)
ØIF Arendal (NOR) - PAUC Aix en Provence (FRA)
GOG Gudme (DEN) - Mors-Thy Haandbold (DEN)'
Kadetten Schaffhausen (SUI) - Fraikin BM Granollers (ESP)
Orlen Wisla Plock (POL) - HC Dobrogea Sud Constanta (ROU)
Sporting CP Lissabon (POR) - TTH Holstebro (DEN)