14.01.2020

Nach Kroatien auch Weissrussland weiter

Ole R. Jorstad, der EHF-Verantwortliche für die Vorrundengruppe Graz, fand viele lobende Worte für die Organisatoren der EHF EURO in Graz. Der Norweger beglückwünschte das LOC in Graz zur perfekten Organisation der schwierigen Balkan-Vorrundengruppe. „Ich bedanke mich im Namen der EHF, die Verantwortlichen haben das souverän gemeistert und einen fantastischen Job gemacht.“ Auch der Vermarkter der EHF, infront, zeigte sich äußerst zufrieden mit dem Verlauf der Spiele und dem Ablauf in Graz. Einen gehörigen Respekt und Hochachtung hätten sich auch die zahlreichen Volunteers, in Graz sind etwa 120 im Einsatz, verdient. „Wir haben alle voll reingehauen und natürlich sind wir Stolz darauf, wenn wir von allen Seiten ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen“, so Didi Peißl, der LOC-Chef am Standort Graz. „Es ist alles sehr gut gelaufen und wir freuen uns, dass wir heute auch wieder eine ausverkaufte Grazer Stadthalle vermelden können. Ich bedanke mich bei allen Helfern, allen voran unseren Volunteers. Alle haben die EHF EURO 2020 in Graz zu einem wirklichem Erlebnis gemacht haben“, so Peißl weiter.

Montenegro oder Weißrussland?

Im vorletzten Spiel in der Vorrundengruppe A in Graz ging es für beide Teams um den Einzug in die Hauptrunde. Doch wer ein enges Match zwischen beiden Teams erwartet hatte, wurde weitestgehend enttäuscht. Zwar war die Partie in der ersten Viertelstunde ausgeglichen und zunächst mit leichten Vorteilen auf Seiten Montenegros, aber Weißrussland kämpfte sich nach dem Rückstand von 4:6 ins Spiel. Schnell glichen sie beim 6:6 aus und legten beim 8:6 erstmals zwei Tore vor.

In Folge baute das Team von Iouri Chevtsov den Vorsprung sukzessive aus. Beim 11:7 durch Artsem Karalek ging Weißrussland nach 21 Minuten erstmals etwas deutlicher nach vorne. Vier Minuten vor der Pause waren es beim 14:9 bereits fünf Tore, in die Halbzeit ging es dann gar mit sechs Treffern plus (17:11). Auch in den zweiten 30 Minuten lenkte das weißrussische Team souverän die Partie uns ließ sich den Einzug in die Hauptrunde nicht mehr nehmen. Am Ende stand ein sicherlich so nicht zu erwartender hoher, klarer und nie gefährdeter Sieg für Weißrussland zu Buche, das sich nun auf weitere Spiele bei der EHF EURO 2020 in der Hauptrunde in Wien freuen darf.

Iouri Chevtsov, Trainer Weißrussland: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Auftritt meiner Mannschaft. Wir haben ein sehr enges Spiel erwartet, da wir wussten, dass Montenegro kämpfen wird. Aber wir haben am Ende einen völlig verdienten Sieg eingefahren. Unsere erste Halbzeit war sehr stark, das hat uns noch mehr Selbstvertrauen gegeben."

Zoran Roganovic, Trainer Montenegro: „In der ersten Halbzeit hat Weißrussland einige einfach Tore erzielen können. Wir hatten Probleme mit unserem Umschaltspiel. Das Spiel gegen Serbien hat uns viel Kraft gekostet. Heute haben wir wirklich schlecht gespielt.“

Dritter Sieg für Kroatien

Im für den Gruppenausgang bedeutungslosen Spiel zwischen Kroatien gegen Serbien am Abend kochte zum letzten Mal die Stimmung in der Grazer Stadthalle. Fest in kroatischer Hand gaben die Fans alles und feuerten lautstark die Spieler in den weiß-rot karierten Trikots an. Doch in der hochklassigen und stimmungsvollen Partie hatte nach der ersten Halbzeit Serbien knapp die Nase vorn. Mit vier Treffern in Folge machten sie aus einem 6:8 ein 10:8 zur Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie hochklassig, nicht zuletzt durch die sehr gute und absolut faire Stimmung in Graz. Kroatien setzte sich wieder nach vorne, aber auch fünf Minuten vor dem Ende der Partie war noch keine endgültige Entscheidung über den Ausgang der Partie gefallen. Serbien verkürzte auf 19:21. Doch Kroatien kam zu drei Toren in Folge und erhöhte somit spielentscheidend auf fünf Tore und stellte die Weichen nun endgültig auf Sieg. Am Ende aber siegte Kroatien und feierte im dritten Spiel den dritten Sieg und reist am Dienstag mit zwei Punkten im Gepäck nach Wien zur Hauptrunde.

Zu Loben gilt es einmal mehr die faire und friedliche Stimmung in der Stadthalle in Graz. Alle Fans feierten ausgelassen und feuerten ihre Teams lautstark an.

Lino Cervar, Trainer Kroatien: „Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. In der ersten Halbzeit war Serbien das bessere Team. Unsere Abwehr war nicht so gut. Aber in der zweiten Halbzeit hat mein Team zehn bis 15 Minuten eine starke 5:1-Deckung gezeigt und das war am Ende sehr wichtig. Ich denke wir haben verdient gewonnen.“

Nenad Perunicic. Trainer Serbien: „Es war sehr schwer, 60 Minuten gegen so ein Team mit dieser Qualität zu spielen, die auch um die Medaillen spielen werden. Wir haben zu viele Chancen ausgelassen und haben zu viele Ballverluste vor allem gegen Duvnjak gehabt. Aber wir haben Charakter gezeigt. Das macht mich sehr stolz. Es ist schade für uns, dass wir nicht ´weitergekommen sind. Aber ich bin froh, dass wir heute ein sehr gutes Spiel gemacht haben und gezeigt haben, was wir können.“

Spanien und Deutschland - Favoriten setzen sich in Gruppe C durch

Mit einem am Ende knappen 28:27-Sieg über Lettland sicherte sich Deutschland in Gruppe C Platz zwei und reist bereits am Dienstag nach Wien. Platz eins sicherte sich Titelverteidiger Spanien mit einem ungefährdeten 36:25-Sieg über die Niederlande.


   

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