10.09.2017

Ein Remis war zu wenig

Nach der 28:30 Auswärtsniederlage im Hinspiel ging man auf Bregenzer Seite optimistisch in das Rückspiel. Bis auf Ante Esegovic stand Chefcoach Jörg Lützelberger der gesamte Kader zur Verfügung. Auch Westwien trat in Bestbesetzung an und rechnete sich einiges für das Rückspiel aus. 

Die Wiener starteten stark in die Partie. Sebastian Frimmel stellte nach 35 Sekunden auf 0:1. NeoKapitän Lukas Frühstück gelang schnell der Ausgleich, aber dann konnte Westwien bereits früh davonziehen. Nach 5 Minuten stand es aus Bregenzer Sicht 1:4. Die Festspielstädter vergaben ihrerseits einige Chancen im Angriff und konnten die Offensive der Wiener nicht unter Kontrolle bringen. Bereits nach 13 Minuten sah man sich mit einem 3:8-Rückstand konfrontiert. Nachdem Lützelberger das erste Timeout genommen hat konnten sich die Gelb-Schwarzen etwas stabilisieren. Auch eine Umstellung auf eine offensivere Deckungsformation machte sich positiv bemerkbar. Frühstück, Kikanovic und konnten innerhalb 3 Minuten auf 8:9 verkürzen. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein ausgeglichenes und kampfbetontes Spiel. Schließlich ging Westwien mit einer 12:11 Führung in die Pause. 

Mit 2 Mann Unterzahl startete Bregenz in die 2. Hälfte und sah sich prompt wieder 3 Tore im Rückstand. Sebastian Frimmel stellte mittels 7-Meter auf 13:16. Dann aber 10 starke Minuten der Heimischen. Einige gewonnen Bälle in der Abwehr konnten Lukas Frühstück & Co. nutzen um heranzukommen. Bojan Beljanski stellte in Minute 42 auf 18:18, und kurze Zeit später auf 19:18 für Bregenz. Das Spiel schien zu kippen. Eine 2 Minuten-Strafe von Dominik Bammer unterbrach den Lauf der Bregenzer aber leider und Westwien konnte sich wieder mit 2 Toren absetzen. Der Ausgleich von Lukas Frühstück 5 Minuten vor dem Ende sorge noch mal für Spannung. Leider vergab der Kapitän kurze Zeit vom Siebenmeterpunkt die Chance auf die Führung. Diese besorge Nico Schnabl rund 40 Sekunden vor dem Ende. Mladan Jovanovic konnte für die Wiener allerdings nochmal einnetzen und somit war das Spiel zu Gunsten der Hauptstädter entschieden. SG INSIGNIS Handball WESTWIEN steigt mit einem Gesamtscore von 57:55 in die 2. Runde der EHF Cup-Qualifikation auf und trifft in dieser auf Wacker Thun aus der Schweiz. 

Für die Bregenzer heißt es nun regenerieren und sich auf das schwere Heimspiel gegen Sparkasse Schwaz Handball Tirol vorzubereiten. Dieses steigt am Freitag, den 15. September in der HandballArena Rieden/Vorkloster. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr. 

Jörg Lützelberger nach dem Spiel: „Wir sind sehr enttäuscht und unzufrieden mit dem Ausscheiden da wir über den gesamten Spielverlauf zahlreiche Chancen das Spiel zu unserem Gunsten zu drehen nicht genutzt haben. Immer wenn wir uns Situationen geschaffen haben dir wir uns vorgenommen haben, haben wir Fehler gemacht. Am Ende war es dann zwar sehr knapp, aber der Erfolg von Westwien ist nicht unverdient. Wir sollten auch zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison in der Lage sein bei einem Heimspiel souveräner aufzutreten.“ 

Lukas Frühstück zum Spiel: „Gratulation an Westwien und weiterhin viel Erfolg im Europacup. Für uns ist das Ergebnis sehr ärgerlich. Wir müssen uns selber an der eigenen Nase nehmen. Wir haben die Big Points weder in Wien noch in Bregenz gemacht. Leider waren wir über zwei mal 60 Minuten nicht clever genug unsere Chancen zu verwerten und davonzuziehen. Der Start war extrem unglücklich. Wir sind mit Kampf und Engagement nochmal zurückgekommen, aber haben einfach zu viele Chancen liegen lassen. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Liga und hoffen, dass die Stimmung in der Halle beim Heimspiel am Freitag gegen Schwaz ähnlich gut sein wird wie heute. Ein großes Danke an die Fans, die uns heute toll unterstützt haben.“ 

1. Runde EHF Cup-Qualifikation 

Bregenz Handball – SG INSIGNIS Handball WESTWIEN Endstand: 27:27 (11:12) 

Torschützen Bregenz: Frühstück (6/1), Babarskas (1), Beljanski (4), Klopcic (5), Häusle (1), Bammer (2), Schnabl (5), Wassel (2), Kikanovic (1) 

Torschützen SG INSIGNIS Handball WESTWIEN: Ragnarsson (2), Rabenseifer (1), Frimmel (5/2), Jelinek (1), Pratschner (1), Ranftl (4), Kristjansson (4)  


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