24.05.2017

Bösch und Goricanec im ÖHB-Teamkader

„Arbeiten, arbeiten, arbeiten“, so lautet die Devise für Österreichs Handball Frauen-Nationalteam in der Vorbereitung auf das WM-Playoff gegen Rumänien, am 9. und 13 Juni. Erneut muss Teamchef Herbert Müller auf einige Leistungsträgerinnen verzichten, sieht in der aktuellen Situation aber die Chance, junge Spielerinnen weiterentwickeln zu können und will ihnen die Chance geben, sich gegen eines der besten Teams der Welt zu beweisen.

Beate Scheffknecht (Fingerbruch), Romana Gerisch (Daumenbruch), Melanie Herrmann (gesundheitlich angeschlagen), allein diese drei Ausfälle schmerzen enorm. Als wäre dem nicht genug, sind mit Stefanie Kaiser (aus persönlichen Gründen) und Fabienne Tomasini (aus beruflichen Gründen) zwei weitere Leistungsträgerinnen unabkömmlich. „Es ist sehr schade, dass diese Leistungsträgerinnen ausfallen, aber ich sehe das als Chance für die jungen“, sagt Teamchef Herbert Müller.

Zum Glück kehrt mit Martina Goricanec jene Spielerin zurück, die im Herbst in der Quali ihr ganzes Potential ausgeschöpft hat. „Darüber freue ich mich sehr. Martina hat bei der Quali auf den Färöer Inseln als Leistungsträgerin hervorgestochen. Ich hoffe, dass sie jetzt verletzungsfrei bleibt“, so Müller.

Am 1. Juni wird das Nationalteam in Rom zum Trainingslehrgang zusammengezogen, zwei Testspiele gegen Italien, am 3. und 4. Juni, stehen am Programm. Allerdings kann der Teamchef dabei noch nicht auf den gesamten einberufenen Kader zurückgreifen. Da das französische Nationalteam bereits fix für die WM-Endrunde qualifiziert ist und keine Playoff-Spiele bestreiten muss, wurde die Spielsaison in den Ligen bis Anfang Juni ausgedehnt – zu Lasten der Vorbereitung von Nationalteams, die Legionärinnen in französischen Ligen stellen.   

„Durch das späte Saisonende in Frankreich bleibt uns kaum Zeit, mit der gesamten Mannschaft zu trainieren“, zeigt auch Müller wenig Verständnis für das Vorgehen der französischen Liga. Für die beiden Testspiele fallen dadurch Sonja Frey und Laura Bauer aus. In den Tagen bis zum WM-Playoff gegen Rumänien steht für Herbert Müller im Fokus: „Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Wir wollen uns als Mannschaft entwickeln, die jungen Spielerinnen Vorwärts bringen. Und natürlich wollen wir gegen Italien und Rumänien gewinnen, wir werden kämpfen.“

Am 9. Juni steht für Österreich das Hinspiel im WM-Playoff gegen Rumänien in Oradea an. Am 13. Juni empfängt man die Bronzemedaillengewinnerinnen der WM 2015 in Stockerau zum Rückspiel.

Bauer Laura - Handball Plan de Cuques / FRA
Berisha Altina - WAT Atzgersdorf
Blazek Petra - HCM Ramnicu Valcea / ROU
Bösch Tamara - HC Leipzig / GER

Dedic Mirela - Hypo Niederösterreich
Engel Katrin - Thüringer HC / GER
Flöck Verena - Hypo Niederösterreich
Frey Sonja - Cercle Dijon Bourgogne / FRA
Goricanec Martina - LC Brühl / SUI
Huber Josefine - HSG Blomberg-Lippe / GER
Ivancok Ines - MGA Fivers
Kovacs Patricia - Hypo Niederösterreich
Logvin Kristina - Molde HK / NOR
Schindler Johanna - Frisch Auf Göppingen / GER
Wess Claudia - Hypo Niederösterreich


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