20.10.2016

Jóhannesson kann aus dem Vollen schöpfen

Für den Auftakt zur EM-Quali am 2. November in der Arena Nova gegen Finnland kann Teamchef Patrekur Jóhannesson nahezu aus dem Vollen schöpfen. Alex Hermann hat seinen Muskelfaserriss im Hüftbeuger auskuriert, sein Bruder Max ist nach überstandener Magendarmwandentzündung wieder genesen und auch die erlittene Oberschenkelzerrung von Raul Santos ist ausgeheilt. Damit bleibt das letzte Sorgenkind im Österreichischen Handball Nationalteam Tobias Wagner. Der 21-Jährige zog sich im März einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu und fällt für die beiden kommenden EM-Quali Spiele gegen Finnland und Bosnien-Herzegowina aus.

Im Spiel gegen den TSV Hannover-Burgdorf meldete sich Raul Santos vergangenen Mittwoch mit zwei Toren wieder zurück. Nur wenige Tage zuvor erlitt der Linksaußen eine Oberschenkelzerrung, die zum Glück für seinen Verein THW Kiel und das österreichische Nationalteam schneller auskuriert war als ursprünglich befürchtet. Damit ist auch am kommenden Samstag im Champions League Spiel gegen die Kadetten Schaffhausen, mit Nikola Marinovic im Tor, mit ihm zu rechnen. 

Auch die Hermann-Brüder sind wieder fit und voller Tatendrang. Alexander Hermann hat seinen Muskelfaserriss im Hüftbeuger ausgeheilt und auch Bruder Max ist nach überstandener Magendarmwandentzündung wieder fit. Gute Nachrichten also für Teamchef Patrekur Jóhannesson: „Ich stand im ständigen Kontakt mit den Spielern und beim BHC auch mit Viktor Szilagyi. Alexander Hermann hat letzte Saison sehr gut und sehr viel gespielt. Ich hoffe er kann nun rasch wieder in den Ligaalltag einsteigen, dann ist er auch fit für das Nationalteam.“

Das kann der 56fache Nationalteamspieler zum Glück bestätigen: „Seit Montag bin ich wieder im Training und werde am Wochenende gegen Balingen-Weilstetten spielen.“

Ein Umstand der für den Teamchef fast unerlässlich ist: „Die Spieler müssen ihr erstes Spiel beim Verein absolvieren, nicht im Nationalteam.“

Bleiben bis zum EM-Quali-Auftakt gegen Finnland am 2. November in der Arena Nova alle Spieler gesund, kann Patrekur Jóhannesson damit aus dem Vollen schöpfen. Letztes Sorgenkind bleibt Tobias Wagner, der sich im März einen Kreuzbandriss im rechten Knie zuzog. Bei seinem Verein HBW Balingen-Weilstetten kann der 21-Jährige möglicherweise noch vor Weihnachten sein erstes Spiel bestreiten, im Teamdress wird er erst 2017 wieder zu bejubeln sein.

Tobias Wagner: „Es läuft alles nach Plan. Ich hab jeden Tag Physiotherapie, am Abend trainiere ich mit der Mannschaft, allerdings ohne Körperkontakt. Es ist alles schneller gegangen als erwartet. Die medizinische Betreuung war überragend. Momentan sind wir noch sehr vorsichtig was das Training betrifft und wann ich wirklich spielen werde.“

„Wir hoffen, dass er noch dieses Jahr wieder spielen kann. Im Januar wird das Nationalteam zu einem Trainingslehrgang zusammengezogen, da kann er vielleicht schon dabei sein. Wichtig ist, dass er gesund wird und nicht zu früh mit dem Training anfängt“, ergänzt Jóhannesson dazu.

Der Plan gegen Finnland ist geschmiedet

Dem Zufall überlässt der Teamchef jedenfalls nichts. Für den Auftakt in der EM-Quali gegen Finnland am 2. November steht der Plan bereits. Natürlich hofft ganz Handball Österreich darauf, dass alle Spieler fit zum Nationalteam kommen, aber der Teamchef hat auch einen Plan B parat, sollte sich noch jemand verletzten: „Ich muss natürlich Lösungen haben wenn was passiert. Wir wissen, wenn wir komplett sind, haben wir richtig gute Chancen gegen jede Mannschaft. Wir können viel erreichen wenn die Spieler gesund sind und das ist klar mein Wunsch. Ich habe schon im Kopf wie wir gegen Finnland und Bosnien-Herzegowina spielen werden. Ich weiß ganz genau mit welchen Spielern und mit welcher Taktik wir in die Spiele gehen.“

Österreich vs. Finnland

Mittwoch, 2. November 2016, 20:15 Uhr, Arena Nova, Wiener Neustadt